Fußball: Bezirksliga 12
Brüggemann und Wies hören am Saisonende beim SV Wilmsberg auf

Borghorst -

Überraschung beim SV Wilmsberg: Trainer Christof Brüggemann und sein Co Marius Wies haben sich dazu entschieden, am Saisonende ihre Ämter niederzulegen. Beide führten berufliche Gründe für diesen Schritt an. Damit kommen sie auch nicht als Trainerduo für den möglichen Borghorster Fusionsverein infrage.

Donnerstag, 26.09.2019, 13:34 Uhr aktualisiert: 27.09.2019, 23:45 Uhr
Christof Brüggemann hat sich entschieden.
Christof Brüggemann hat sich entschieden. Foto: Thomas Strack

Christof Brüggemann und Marius Wies werden nicht die Trainer des möglicherweise künftigen Borghorster Fusionsvereins. Im Rahmen des Informationsabends am Mittwoch bezüglich des Zusammenschlusses der beiden Clubs erklärten beide, am Saisonende von ihren Trainerposten beim SV Wilmsberg zurückzutreten. Dafür führten sie berufliche Gründe.

Beide Übungsleiter betonten den außerordentlichen Reiz, den ein Trainerposten beim Fusionsverein auf sie ausüben würde, doch sowohl Brüggemann als auch Wies stellten klar, dass sie ihre Prioritäten künftig abseits des Fußballplatzes sehen. „Das wäre eine Aufgabe, der ich mit Haut und Haaren gerecht werden müsste. Das kann ich nicht mit ruhigem Gewissen zu 100 Prozent garantieren. Meine beruflichen Verpflichtungen machen mir die Trainertätigkeit aktuell schon super schwierig. Und es sieht so aus, dass das noch mehr wird“, begründet Brüggemann, der bei einem Gewerbeversicherungsmakler prokuristische Aufgaben erfüllt.

„Ich bin jetzt seit 18 Saisons Spieler und Trainer im Seniorenbereich. Da musste viel Privates hinten anstehen. Auch deswegen lege ich eine Pause ein. Ob die final sein wird, kann ich noch nicht sagen“, befasst sich der 36-Jährige auch mit dem Gedanken, sich komplett aus dem Fußballgeschäft zurückzuziehen. Unter ihm kehrten die Wilmsberger 2015 in die Bezirksliga zurück.

Wies beginnt am 1. November in Witten sein Lehramtsreferendariat (Fächer: Sport und Geschichte). Das schränkt seine Trainertätigkeit bei den Piggen schon in der laufenden Spielzeit ein. In puncto Fusionsverein äußert sich der 30-Jährige wie folgt: „Christof und ich sind klare Befürworter der Fusion. Und wenn man uns gefragt hätte, Trainer des neuen Vereins zu werden, wäre das eine richtig coole Sache gewesen. Gerade für mich als ehemaligen Preußen und langjährigen Wilmsberger. Aber den dazu notwendigen Aufwand kann ich nicht mehr leisten.“

An einer Fortsetzung seiner Spielerlaufbahn ist der Mittelfeldmann weiterhin interessiert. Er wolle erstmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Erster Ansprechpartner sei aber der SVW beziehungsweise der Nachfolgeverein.

Am Dienstag hatten die beiden Coaches die Mannschaft in Kenntnis gesetzt. Eine Entscheidung, die Vorstandsmitglied Klaus Brüning bedauert, aber nachvollziehen kann: „Das ist sehr schade, schließlich ist aus der Sache mit Christof, Marius und uns eine gegenseitige Liebe entstanden. Wir hatten sie auch für einen Fusionsverein favorisiert, aber beide haben ja erklärt, warum es nicht mehr geht“, so Klaus Brüning vom SVW-Vorstand.

Jetzt gelte es erstmal, die weiteren Entwicklungen abzuwarten. Bis zur Fusionsabstimmung am 25. November (Montag) werde der Vorstand nichts unternehmen, außer den Markt zu sondieren. Erst danach würden Gespräche geführt. Natürlich auch mit den beiden aktuellen Preußen-Trainern Florian Gerke und Michael Straube.

„Wir machen das in aller Ruhe und bei einer Fusion in Abstimmung mit den Preußen“, erläutert Brüning die nächsten Schritte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6959626?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686794%2F
Nachrichten-Ticker