Fußball: Landesliga 4
Mit Schwarz drei Mal ins Schwarze

Altenberge -

Drei Treffer aufgrund von neuen Schuhen? Das geht. Glaubt zumindest Dennis Behn, der früher in roten, seit Sonntag aber, seit seinen drei Toren gegen Gemen, in schwarzen Tretern spielt.

Montag, 21.10.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 15:34 Uhr
Dennis Behn (l.), hier noch mit seinen alten, roten Fußballschuhen. Am Sonntag im Spiel gegen Westfalia Gemen traf der Mittelfeldspieler mit seinen neuen Tretern in Schwarz gleich drei Mal ins Schwarze.
Dennis Behn (l.), hier noch mit seinen alten, roten Fußballschuhen. Am Sonntag im Spiel gegen Westfalia Gemen traf der Mittelfeldspieler mit seinen neuen Tretern in Schwarz gleich drei Mal ins Schwarze. Foto: Günter Saborowski

Fußballer sind abergläubisch. Das dürfte seit Latteks legendärem blauen Pullover landauf, landab bekannt sein. Doch nicht nur in den höheren Ligen ist diese Marotte geläufig. „Ich habe mir extra neue Schuhe gekauft, schwarze. Irgendwann musste der Knoten ja mal platzen. Dass es dann gleich drei werden würden, damit habe ich natürlich nicht gerechnet“, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Dennis Behn demnächst bei seinen Schuhhändler vorbeigeht und seinen Dank für die neuen Balltreter ausspricht.

Dabei ist der jüngere der beiden Behn-Brüder nicht einmal der Torjäger vom Dienst beim TuS Altenberge. Die Ehre gebührt seinem Bruder Kevin, der mit seinen 26 Jahren drei mehr auf dem Buckel hat als der „kleine Behn“. Kevin spielt in der Spitze und soll Tore schießen, Dennis ist der Vorbereiter, der über die Außenpositionen die Kugel für den Mittelstürmer auflegt. Gegen Westfalia Gemen hat Kevin zwar einen Elfer rausgeholt, den Jannick Hagedorn verwandelte, die weiteren drei Tore zum 4:1-Erfolg machte indes der andere Behn.

Dass sie nun die Positionen tauschen werden, ist wenig wahrscheinlich: „Kann ich mir nicht vorstellen. Ich spiele lieber auf Außen, egal ob rechts oder links. In Horstmar habe ich auch schon zentral gespielt.“

Für seinen Trainer ist der Flügel die bessere Variante, auch wenn er seinem Bruder in der Torschützenliste nun (vorläufig) den Rang abgelaufen hat: „Offensiv kann Dennis eigentlich alle Positionen bekleiden, aber mit seiner Dynamik und seinem Tempo ist er auf den Außenbahnen besser aufgehoben.“

Mit diesem Sieg und den drei Behn-Treffern hat der TuS erstmal den letzten Tabellenplatz verlassen. Am Sonntag müssen die Altenberger beim TuS Wiescherhöfen antreten, der mit einem Zähler mehr (9) direkt über Altenberge rangiert. „Das ist ganz wichtig, dass wir dort nachlegen. Dann sind wir wieder im Geschäft“, hofft TuS-Coach Rodine auf weitere Tore und Siege, egal wer sie schießt.

„Der Diagonalball von Felix Kemper beim 2:0 war super. Beim 3:0 konnte ich gar nichts mehr falsch machen. Kemper hat den Freistoß von Mauro verlängert, und ich habe ihn an den Bauch bekommen. Beim dritten Tor hat mich Asdren geschickt“, bleiben die drei „Buden“ sicher noch länger im Gedächtnis des Schützen hängen. „Zwei, also einen Doppelpack, habe ich schon mal gemacht. Aber drei Tore in einem Spiel noch nie“, könnte es gut sein, dass sich Dennis Behn diesen Tag im Kalender rot anstreichen wird. Geplatzt ist der Knoten dank neuer Schuhe ja nun endlich. Vielleicht sollte sich Kevin auch neue kaufen.

Ich spiele lieber auf Außen, egal ob rechts oder links.

Dennis Behn
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