Deutsche U 18- und U 20-Meisterschaft in Heilbronn
Henrik Lindstrot erläuft sich Silber

Horstmar/Burgsteinfurt -

Am Wochenende fanden in Heilbronn die Deutschen Meisterschaften der U 18- und U 20-Leichtathleten statt. Der Kreis Steinfurt war mit vier Teilnehmern vertreten. Für das herausragendste Ergebnis sorgte ein Starter vom TuS Germania Horstmar.

Mittwoch, 09.09.2020, 14:17 Uhr
Henrik Lindstrot lief sein bisher bestes Rennen.
Henrik Lindstrot lief sein bisher bestes Rennen. Foto: TuS Germania

Der Kreis Steinfurt besitzt in der Altersklasse U 18 einige hervorragende Leichtathleten. Das wurde am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Heilbronn einmal mehr deutlich.

Für das herausragendste Ergebnis sorgte Henrik Lindstrot vom TuS Germania Horstmar. Mit Ambitionen startete er über die 2000-Meter-Hindernis-Strecke, wo er sich von Beginn an an die Fersen seines härtesten Konkurrenten Kurt Lauer (LAZ Ludwigsburg) heftete. „Das Rennen kam mir gar nicht so schnell vor, da ich voll konzentriert bei der Sache war“, schildert Henrik Lindstrot den Rennverlauf. Auf den letzten 200 Metern zog Lauer dann richtig an. „Da war bei mir nichts mehr rauszuholen“, fasste Lindstrot nach seinem bisher erfolgreichsten Rennen (6:01,84 Minuten) zusammen. Dabei steigerte er seine persönliche Bestzeit um drei Sekunden.

„Ich habe vor den Meisterschaften auf Einiges verzichtet und mich sehr bewusst ernährt. Jetzt gönne ich mir erstmal Pizza und Süßigkeiten“, sagte der neue deutsche Vizemeister.

Lindstrots Bruder Lennart hatte sich für die „flache“ 1500-Meter-Distanz qualifiziert. In einem taktisch geprägten Halbfinale lief der für den TuS gemeldete Burgsteinfurter souverän unter die ersten Vier und buchte damit das Ticket für den Endlauf am Folgetag.

Dieser entpuppte sich als ein klassisches Meisterschaftsrennen. „Zuerst war es ein lockerer Dauerlauf. Ich hatte damit gerechnet, dass der Schlussspurt auf den letzten 500 Metern beginnt, doch der kam schon 300 Meter früher“, resümiert Lindstrot den Wettkampf, in dem viel gedrängelt wurde.

Unglücklicherweise hatte der Germane eine Position genau in der Mitte, sodass er aus dem Pulk mitlaufen musste. „In einer besseren Position hätte ich vielleicht mehr rausholen können, dennoch bin ich mit dem sechsten Platz sehr zufrieden“, betonte der Mittelstreckler. Das unterstrich Trainerin Fenja Gude: „Ein fantastisches Ergebnis.“ Platz eins ging an Christoph Schrick aus Darmstadt.

Pia Schlattmann (800 Meter) vertrat in Heilbronn die Farben des TB Burgsteinfurt. Sie hatte sich noch als U-16-Jährige mit der zehntschnellsten Meldezeit für die DM qualifiziert. Da corona-bedingt pro Teilnehmerin nur ein Betreuer zugelassen war, musste Schlattmann auf ihren Heimtrainer Wolfmar Joppich verzichten. Er wurde von Stützpunkttrainer Robert Welp vertreten.

Aus den beiden Halbfinalläufen rückten jeweils die drei Besten sowie die zwei Zeitschnellsten in den Endlauf vor. Schlattmann startete im zweiten Lauf. Da im ersten herausragende Zeiten erzielt wurden, musste die Burgsteinfurterin fast an ihre Bestzeit herankommen. Das gelang ihr in 2:14,56 Minuten als Laufzweite.

Tags darauf wurde um den Titel gekämpft. Die TB-Starterin lieferte ein couragiertes Rennen ab und hielt sich im Vorderfeld auf. Und das obwohl sie phasenweise auf die Außenbahn ausweichen muste. Nach circa 350 Metern setzten sich drei Läuferinnen ab. Dadurch öffnete sich für Schlattmann eine Lücke, und sie zog nach Innen. Dort kämpfte sie lange um Rang vier, musste letztlich aber noch eine Gegnerin an sich vorbei lassen.

Im Ziel standen 2:14,60 Minuten auf der Uhr, was die Burgsteinfurterin überglücklich stimmte. Platz fünf ist umso höher zu bewerten, da die vier vor ihr liegenden Starterinnen alle dem älteren U-18-Jahrgang angehören. Mit so einem Ergebnis habe sie selbst nicht so wirklich gerechnet, erklärte Schlattmann nach dem Wettkampf. Der Sieg ging Rieke Emmrich aus Nordhorn (2:09,93 Minuten).

Der dem TV Wattenscheid angehörende Laerer Marcel Reisch stellte sich der Diskus-Konkurrenz. Der Deutsche U-16-Meister von 2018 hatte sechs gültige Versuche. Am weitesten flog die Scheibe im dritten, als sie nach 54,08 Metern landete. Das reichte in der Gesamtwertung zu Rang sieben. Den Titel holte sich Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) mit einer Weite von 64,56 Metern.

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