Fußball: Auslosung des Gewinners ist keine Alternative
Kreispokal soll verlängert werden

steinfurt -

Der Ligabetrieb steht stark auf der Kippe. Etwas anders verhält es sich beim Kreispokal. Für diesen Wettbewerb besteht durchaus Hoffnung auf eine weitere Austragung.

Donnerstag, 08.04.2021, 11:16 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 11:20 Uhr
Kreispokalspielleiter Gerhard Rühlow überreicht den Kreispokal an Timo Scherping, den Kapitän des FC EintrachtRheine.
Kreispokalspielleiter Gerhard Rühlow überreicht den Kreispokal an Timo Scherping, den Kapitän des FC EintrachtRheine. Foto: Strack

Annullierung oder Abbruch sind wohl die Alternativen für die aktuelle Fußball-Saison. Ein Re-Start wird schließlich immer unwahrscheinlicher. Auch mit Blick auf das fixierte Saisonende am 30. Juni. Die kommenden Wochen bringen Klarheit. Parallel hat sich der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen Verband auch für den Westfalenpokal schon mal eine Variante bei einer Nicht-Fortsetzung der Spielzeit 2020/21 zurechtgelegt, da die beiden Teilnehmer für den DFB-Pokal bis zum 30. Juni feststehen und gemeldet werden müssen. Während danach der beste westfälische Regionalligist einen Platz erhalten soll, würde der zweite Starter, der geplante Finalsieger, ausgelost. Falls es in dieser Saison keine sportliche Fortsetzung mehr gibt.

Auch der Kreispokal steckt mitten im Wettbewerb. Aber die Kreise denken aufgrund des terminlichen Spielraums an eine Verlängerung. In Münster, Beckum und auch Steinfurt. „Wir müssen den Teilnehmer am Westfalenpokal der Saison 2021/22 erst bis Ende September melden. Sollten wir den Spielbetrieb in dieser Saison nicht wieder aufnehmenkönnen, gehen wir mit den noch ausstehenden Begegnungen in die Vorbereitungszeit der kommenden Spielzeit“, klärt Helmut Thihatmar, Vorsitzender des Kreisfußball-Ausschusses in Münster, auf. Ein Planspiel, mit dem sich auch Sascha Bork, Pokalspielleiter im Kreis Beckum, angefreundet hat. „Ich glaube nicht, dass wir losen müssen. Drei Runden bekommen wir doch ratzfatz hin“, versichert er.

Ähnliches hofft mit Gerhard Rühlow der Pokalspielleiter für den Kreis Steinfurt: „Ich rechne damit, dass wir frühestens in der zweiten Maihälfte an den Pokal denken können.“ Nach jetzigem Stand der Dinge plant er, die alte Runde (2020/21) und den neuen Wettbewerb (2021/22) parallel spielen zu lassen. Er hofft auf ein Entgegenkommen des Verbandes, um möglicherweise bis Ende Juli mit dem Endspiel warten zu können.

Schon jetzt aufgrund irgendwelcher Absprachen von eine Fristverlängerung bis Ende September auszugehen, hält Rühlow für unlauter: „Ich habe so etwas aus anderen Kreisen läuten hören, hänge mich ungern an solche Termine. Wie wäre dann wohl die Reaktion der Vereine, die dann erst gar nicht aus den Sträuchern kommen?“

Überhaupt keinen Gefallen findet er an der Idee, den Kreispokalsieger auszulosen, falls die Zeit am Ende knapp wird. „Das fände ich äußerst unglücklich. Dann wäreich lieber für ein Spiel drei gegen drei auf dem Rasen.“

Mit Vorwärts Wettringen und GW Amisia Rheine stehen bereits zwei Vereine im Kreispokal-Viertelfinale. Die weiteren zwölf Teams müssen ihre Paarungen der zweiten Runde noch absolvieren. Der amtierende Kreispokalsieger FC Eintracht Rheine schied in Runde eins aus.

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