Fußball: Westfalias spielender Co-Trainer
Laschke am Leerbach – das passt

Horstmar-Leer -

Gerold Laschke kann bei Westfalia Leer beides verbinden: Erste Erfahrungen im Trainergeschäft zu sammeln und weiter selbst zu kicken. Wie es sportlich kurz- und mittelfristig weitergehen soll, davon hat der 31-Jährige eine klare Vorstellung.

Dienstag, 13.04.2021, 14:54 Uhr aktualisiert: 15.04.2021, 14:54 Uhr
Gerold Laschke (r.) weiß zu schätzen, was er an der Westfalia hat.
Gerold Laschke (r.) weiß zu schätzen, was er an der Westfalia hat. Foto: Thomas Strack

Im Sommer 2019 sorgte eine Personalie für ganz viel Freude in Leer. Nach etlichen Jahren beim FC Vorwärts Wettringen kehrte Gerold Laschke zurück zur Westfalia, für die er seitdem als spielender Co-Trainer aufläuft. Eine Rolle, die der Rechtsfuß auf vielfältiger Weise interpretiert: als Impulsgeber, Antreiber, Leistungsträger und Torschütze vom Dienst.

„Ich wollte einfach einen Schritt zurück machen“, begründet Laschke seinen Abschied aus Wettringen. Und schnell war ihm klar, dass der Neuanfang nur bei Westfalia Leer gestartet werden soll. Eben in jenem Verein, den Laschke im ersten Jahr als B-Junior verlassen hatte. „In Leer passte es halt. Ich kannte den Verein und die Jungs, und mein Elternhaus ist nur 100 Meter vom Sportplatz entfernt“, erklärt der in Münster lebende Polizeibeamte.

Einhergehend mit dem Wechsel zu den Rot-Weißen war eine Erweiterung des Aufgabengebietes, denn der Schalke-Fan fungierte fortan als rechte Hand von Thomas Overesch. „Mich hat es gereizt, etwas mit zu entscheiden und mit zu planen“, hatte der 31-Jährige schon etwas länger das Trainergeschäft im Auge. Und die Rolle des spielenden Assistenten war für Laschke genau der richtige Einstieg. „Ich sehe mich nämlich in erster Linie noch mehr als Spieler denn als Trainer. Daran wird sich kurz- bis mittelfristig auch nichts ändern. Dafür habe ich einfach zu große Lust am kicken“, möchte er noch nicht hauptverantwortlich in vorderster Reihe arbeiten. Langfristig, so der Mittelfeldspieler, sei das aber durchaus ein Ziel.

Als unerlässlich für seinen neuen Posten wertet Gerold Laschke eine entsprechende Weiterbildung. Zwar verfüge er aufgrund seiner Erfahrung schon über einen Wissensschatz, doch am Erwerb der Trainer-C-Lizenz führe kein Weg vorbei. Der Leerer ist einer von 24 Teilnehmern des aktuell laufenden Kurses. „Da bekommt man viel beigebracht. Spannend ist zum Beispiel zu sehen, wie sich die Trainingsziele- und aufgaben verändern, wenn an kleinen Stellschrauben gedreht wird“, ist Laschke dankbar für die vielen neuen Impulse, die er für seinen Job bei der Westfalia mit auf den Weg bekommt.

Beim FC Vorwärts war Laschke in der Landesliga und in der Bezirksliga-Spitzengruppe unterwegs. Dass es jetzt nur in der Kreisliga um Punkte geht, damit kann er prima leben: „Die A-Liga hat auch ihren Reiz. Da geht es nicht nur um die dritte Halbzeit, da werden auch zwei richtige Hälften gespielt.“ Vor allem die hohe Zahl an Derbys und die vielen bekannten Gesichter in den anderen Vereinen würden den Charme ausmachen. „Sportlich und strukturell passen wir super in die Kreisliga A“, so Laschke.

Überzeugt ist er auch davon, dass das momentane Leerer Modell, ausschließlich auf selbst ausgebildete Akteure zu setzen, greift. „Dadurch herrscht ein unglaublicher Zusammenhalt. Das fand ich schon gut, als ich Wettringen noch gespielt habe, aber hier ist das noch eine Stufe härter. Bei uns sind ja alle Leerer. Das hat schon diese Elf-Freunde-Mentalität“, fühlt sich Laschke am Leerbach so richtig wohl. Und darum kann er eines auch ausschließen: „Wechseln werde ich in meiner Zeit als Aktiver wohl nicht mehr.“

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