Fußball in der Bezirksliga 12
Ganz viel frischer Wind weht durch das Wilmsberger Waldstadion

Borghorst -

Am Dienstagabend hat für die Bezirksliga-Fußballer des SV Wilmsberg die Vorbereitungsphase begonnen. Den relativ frühen Zeitpunkt hat Trainer Christof Brüggemann bewusst gewählt. Schließlich muss er bis zum Saisonstart Mitte August gleich elf neue Spieler in die Mannschaft einbauen.

Mittwoch, 05.07.2017, 15:49 Uhr aktualisiert: 05.07.2017, 17:18 Uhr
Die Neuen bei den Piggen und ihre Coaches (h.v.l.): Co-Trainer Marius Wies, Philip Perlik, Cedric Eisfeldt, Daniel Groll, Ricardo Bredeck, Jan Markfort und Trainer Christof Brüggemann sowie (v.v.l.) Marcel Thomas, Sebastian Häder, Mario Töller, Ben Hermeling und Nils Schemann. Es fehlt Aldo Colalongo.
Die Neuen bei den Piggen und ihre Coaches (h.v.l.): Co-Trainer Marius Wies, Philip Perlik, Cedric Eisfeldt, Daniel Groll, Ricardo Bredeck, Jan Markfort und Trainer Christof Brüggemann sowie (v.v.l.) Marcel Thomas, Sebastian Häder, Mario Töller, Ben Hermeling und Nils Schemann. Es fehlt Aldo Colalongo. Foto: Detlef Held

Als eines der ersten Teams hat der SV Wilmsberg am Dienstag mit der Saisonvorbereitung begonnen. Dass der Startschuss so früh fällt, ist von Christof Brüggemann beabsichtigt. „Elf Spieler sind gegangen, elf Neue gekommen. Deshalb müssen wir ein bisschen mehr machen als in den Jahren zuvor“, erklärt der Spielertrainer.

Daher stehen vier zusätzliche Einheiten auf dem Plan. Die ersten dienen dem Beschnuppern. „Die Alten hatten die Namen der Neuen noch nicht auf der Pfanne und umgekehrt. Das war am Dienstag schon ein kleines Durcheinander mit den Namen, aber das kriegen wir schnell in den Griff. Wichtiger ist, dass wir die fußballerischen Themen zügig verinnerlichen“, findet Brüggemann.

Weil die Piggen durch die Abgänge von Akteuren wie Thomas Grabowski, Simon Lampen oder Johannes Wesselmann viel Erfahrung verloren haben, stehen taktische Veränderungen an. So viel will Brüggemann schon verraten. „Wir werden in der Defensive vielleicht nicht mehr so die Souveränität in den Zweikämpfen haben wie bisher. Daher kommt es darauf an, dass wir geschlossener verteidigen und die Räume bestmöglich bearbeiten“, betont der 34-Jährige, der als Spielertrainer auch weiterhin aktiv in das Geschehen eingreifen möchte. Eventuell aber in leicht abgeschwächter Form: „Wir haben Jungs verloren, die auch ohne Trainer wussten, was sie machen mussten. Das sieht jetzt anders aus, in unserem Kader sind viele junge Leute“, will sich Brüggemann verstärkt dem Coaching widmen. „Aber wenn es nötig ist, stehe ich Gewehr bei Fuß.“

Weil der Kader ein Übergewicht an Offensivkräften hat, befassen sich Brüggemann und sein Co Marius Wies mit personellen und mannschaftstaktischen Veränderungen. Steffen Köhler – so ist es geplant – soll in die Verteidigung rücken, die sich Brüggemann als Dreierkette vorstellen kann. Ein 3-4-3, aber auch ein System mit zwei echten Spitzen und schnellen Außen stehen auf dem Reißbrett. Das 4-2-3-1 möchte der Piggen-Trainer aber auf keinen Fall einmotten.

Wie sich das auf dem Rasenrechteck widerspiegeln wird, bleibt abzuwarten. Die spielerische Leichtigkeit der vergangenen drei Jahre wird der SVW seinen Anhängern wahrscheinlich nicht mehr anbieten, doch Brüggemann verspricht: „Unsere Zuschauer dürfen sich auf eine Truppe freuen, die alles reinhaut, was sie hat. Wahrscheinlich sind wir nicht in der Lage, über die gesamte Saison gesehen an Spitzenteams wie Kinderhaus oder Wolbeck ranzukommen, aber jeweils 90 Minuten in Hin- und Rückrunde sollte das vielleicht möglich sein.“

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