Di., 06.03.2018

Fußball: Schiedsrichter Stellen Gästemannschaften künftig den Schiedsrichter?

Wanted: Schiedsrichter. Im Kreis Steinfurt werden händeringend Spielleiter gesucht. Andernfalls drohen drastische Maßnahmen.

Wanted: Schiedsrichter. Im Kreis Steinfurt werden händeringend Spielleiter gesucht. Andernfalls drohen drastische Maßnahmen. Foto: Penno

Kreis Steinfurt - 

Im Fußballkreis Steinfurt werden dringend Schiedsrichter benötigt. Werden keine in ausreichendem Maße gefunden, drohen drastische Maßnahmen, von denen jeder Verein betroffen wäre.

Den Fußballvereinen im Kreis Steinfurt droht Ungemach. Da nach wie vor Schiedsrichter fehlen, zieht Lehrwart Christian Schmees (SV Mesum) sogar die Möglichkeit in Erwägung, wegen des Mangels an Unparteiischen künftig einen Vertreter der gegnerischen Mannschaft für die Aufgabe zu verpflichten, Spiele zu leiten. „Oder wir bestimmen den Schiedsrichter künftig nach dem allseits bekannten Scnick-Schnack-Schnuck-Verfahren“, fügt der Mesumer – natürlich scherzhaft gemeint – hinzu. Doch nach Scherzen ist Schmees angesichts des dringenden Bedarfs keineswegs zumute. Umso intensiver und nachhaltiger wirbt er um potenzielle Schiedsrichter, sich bis zum 20. März für den neuen Lehrgang anzumelden.

Dass künftig Gastmannschaften Schiedsrichter in verstärktem Maße abstellen müssten, darauf sollten sich die Vereine im Kreis Steinfurt vor allem im Senioren- und Frauenbereich in Zukunft einstellen. Der neue Schiedsrichter-Anwärterlehrgang, der für das Osterwochenende von Gründonnerstag bis Karsamstag (29. bis 31. März 2018) geplant ist, steht wieder einmal auf der Kippe. Bis dato liegen kaum Anmeldungen vor, sodass der Lehrgang zum jetzigen Zeitpunkt nicht stattfinden wird.

Zwar war der letzte Lehrgang von der Anzahl und der Qualität der Teilnehmer sehr gut, sodass es 21 neue Schiedsrichter gab. Das ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Für die ordnungsgemäße Durchführung des Spielbetriebes fehlen momentan noch cirka 40 Schiedsrichter. „Wenn jeder Verein sein Soll zu 100 Prozent erfüllen würde, wären es sogar über 50 Schiedsrichter, unter der Berücksichtigung, dass einige Vereine ihr Soll übererfüllen“, sagt Schmees.

Gerade in den vergangenen Wochen kamen die vielen witterungsbedingten Spielabsagen den Ansetzern Jürgen Lütkehaus, Christoph Schulte und Christian Brackhues sehr entgegen, denn sonst wäre es wieder sehr eng geworden.

Sobald sich das Wetter bessert, sollten sich die Vereine, und das nicht mehr nur in der Kreisliga C und bei den Frauen, darauf einstellen, dass eines der beiden zuvor genannten Verfahren zur Anwendung kommen muss, da nicht genügend Schiedsrichter zur Verfügung stehen.

Vereine, die sich in der Vergangenheit wirklich und ehrlich mit der Problematik Schiedsrichter auseinandersetzten, haben inzwischen Lösungen gefunden. So stellten Westfalia Leer und SW Weiner beim vergangenen Lehrgang ein Drittel der Teilnehmer und bekamen Ihre Schiedsrichterprobleme größtenteils in den Griff.

Äußerst bedauerlich findet es der Kreisschiedsrichter-Ausschuss (KSA) außerdem, dass insbesondere aus dem Frauenbereich viel zu wenig Schiedsrichter gemeldet würden. Lediglich zwei Frauen stehen dem Kreis Steinfurt momentan zur Verfügung. Damit liegt der hiesige Fußballkreis im Vergleich zu anderen Kreisen in Westfalen auf einem der letzten Plätze.

Schiedsrichter werden kann jeder, der bereits in der B-Jugend spielt. Jüngere Teilnehmer können aus ansetzungstechnischen Gründen nur dann akzeptiert werden, wenn sie in ihrem Verein nicht in einer anderen Funktion aktiv sind.

► Meldungen können bis spätestens zum 20. März an Kreisschiedsrichter-Lehrwart Christian Schmees, (schmees@ksa.flvw-steinfurt.de) gerichtet werden.



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