Mi., 07.03.2018

Ehemaliger Altenberger Kreisauswahl-Schnapper geht jetzt für den TuS Laer auf Torejagd Eissings wundersame Wandlung

Lukas Eissing wechselte in der Winterpause nicht nur seine Spielposition, sondern auch den Verein. Der ehemalige Altenberger Kreisauswahltorhüter gab am Sonntag für den TuS Laer sein Punktspieldebüt als Außenstürmer.

Lukas Eissing wechselte in der Winterpause nicht nur seine Spielposition, sondern auch den Verein. Der ehemalige Altenberger Kreisauswahltorhüter gab am Sonntag für den TuS Laer sein Punktspieldebüt als Außenstürmer. Foto: Thomas Strack

Laer - 

In der Jugend vertrat Lukas Eissing in der Kreisauswahl die Farben des TuS Altenberge. Am Sonntag gab der 21-jährige sein Punktspieldebüt für den A-Kreisligisten TuS Laer 08. Wie es zu dem Wechsel der Spielposition und des Vereins kam, das ist eine spannende Geschichte.

Von Heiner Gerull

Wenn ein Jugendlicher nicht mehr im Tor stehen will, sondern er plötzlich den Drang verspürt, lieber Tore zu schießen, dann ist das nichts Besonderes. Das gehört zur Findungsphase eines jungen Fußballers. Wenn aber im Senioren-Alter aus einem Torwart ein Angreifer wird, dann ist das schon etwas Außergewöhnliches. Lukas Eissing gelang diese Umstellung. In der ersten Halbserie der laufenden Saison gehörte er als zweiter Torhüter noch zum Landesliga-Kader des TuS Altenberge. Am vergangenen Sonntag trug er in seinem Punktspieldebüt als Außenstürmer dazu bei, dass sein neuer Club TuS Laer gegen Vorwärts Wettringen II einen „Dreier“ einfuhr.

„Lukas hat seine Sache gut gemacht. Ich war sehr zufrieden mit seiner Leistung“, zollte Laers Trainer Harry Toonen seinem neuen Schützling ein großes Lob. Auch Eissing selbst hatte ein gutes Gefühl nach seinem Einstand als Feldspieler. „Ich denke, das hat ganz gut geklappt.“

Außergewöhnlich war sein Positionswechsel schon deshalb, weil er als Jugendlicher zu den besten Keepern in der heimischen Region gehörte. Damals hielt er für die A- und B-Junioren des TuS Altenberge den Kasten sauber. Dass er es sogar bis in die Kreisauswahl schaffte, war nicht nur dem Umstand zuzuschreiben, dass er gut Bälle abwehren konnte. „Ich habe schon damals gerne mitgekickt, und mir war es immer wichtig, ein mitspielender Torwart zu sein, der auch gut in der Spieleröffnung ist“, erläutert Eissing. Sein großes Vorbild in dieser Hinsicht ist Manuel Neuer, der Keeper des FC Bayern.

Der mittlerweile 21-Jährige hielt dem TuS die Treue und wurde in den Kreis der „Ersten“ aufgenommen. Doch den Durchbruch als Stammkeeper schaffte er nicht. Was auch an seiner Körpergröße liege, wie der mit einem Maß von 1,78 Metern vergleichsweise kleine Schnapper zu verstehen gibt. „Wenn ein Trainer die Wahl zwischen zwei Torhütern hat, die leistungsmäßig auf einem Niveau liegen, dann wird er dem 1,85 Meter großen Torwart meistens den Vorzug gegenüber dem 1,78 Meter großen geben.“

Die Rolle als zweiter Torwart machte Eissing auf Dauer nicht glücklich. „Ich wollte etwas verändern, etwas Neues ausprobieren. Und da ich über Grundschnelligkeit und eine recht gute Technik verfüge, habe ich mich entschieden, es im Feld zu versuchen.“

Der angehende Physiotherapeut meldete sich deshalb in der Winterpause beim TuS Altenberge ab. Da diese Lust auf Veränderung auch öffentlich bekannt wurde, ließen die ersten Anfragen nicht lange auf sich warten. Ron Konermann, der im Sommer die „Erste“ des TuS Laer übernimmt, fädelte den Deal ein. Da Eissing ohnehin ein „Laerer Junge“ ist, lag der Wechsel zum TuS nahe.

Den Schritt hat er bis heute nicht bereut. „Ich fühle mich hier wohl, auch, weil ich das Vertrauen des Trainers spüre“, sagt Eissing. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann er sein erstes Tor für den TuS erzielt.



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