Fr., 11.05.2018

SV Burgsteinfurt gegen VfL Senden Der nächste Schritt zum Klassenerhalt?

Zweikampfstärke wird von Nico Schmerling (li.) auch im Spiel gegen die offensivstarken Angreifer des VfL Senden am Sonntag gefragt sein.

Zweikampfstärke wird von Nico Schmerling (li.) auch im Spiel gegen die offensivstarken Angreifer des VfL Senden am Sonntag gefragt sein. Foto: Thomas Strack

Burgsteinfurt - 

Der SV Burgsteinfurt hat es erstmals nach langer Zeit in eigener Hand, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu bewerkstelligen. Doch im Heimspiel gegen den VfL Senden wird es nur mit gebündelter Kraft gelingen, den nächsten Schritt zu machen.

Von Heiner Gerull

Eines hat der SV Burgsteinfurt im sich zuspitzenden Abstiegskampf der Fußball-Landesliga verinnerlicht. Es ist längst nicht nur eine Frage des Könnens, die Spielklasse zu halten, sondern vielmehr eine Frage des Wollens. Auch im Heimspiel gegen den VfL Senden (Sonntag, 15 Uhr, Volksbank Stadion Liedekerker Straße) soll das die Tugend sein, die die Stemmerter ein weiteres Stück in Richtung rettendes Ufer bringt.

Die Ausgangslage hat sich für die Gelb-Roten mit dem 2:0-Sieg gegen den TuS Altenberge am vergangenen Wochenende grundlegend verändert. Der SVB hat es erstmals wieder in eigener Hand, den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Drei Spieltage vor Saisonende wäre es noch zu früh, eine Hochrechnung aufzumachen. Doch Fakt ist, dass ein Sieg gegen den VfL Senden – es wäre der vierte in Serie – die Burgsteinfurter dem ersehnten Ziel ganz nahe bringen würde.

„In der Rückserie haben wir bewiesen, dass wir bestehen können, wenn alles passt“, verweist Christoph Klein-Reesink auf den Aufwärtstrend in der Rückrunde. Gewiss bezieht sich der SVB-Trainer mit dieser Einschätzung auf die Partie gegen die Sendener. Zumal seine Mannschaft beim 1:4 im Hinspiel die bittere Erfahrung machte, was passieren kann, wenn überhaupt nichts zusammenpasst. In jener Begegnung entpuppte sich Sendens Torjäger Rabah Abed zur Spukgestalt, die dem SVB mit einem Hattrick schon in der ersten Halbzeit Angst und Schrecken eingejagt hatte. Am Ende waren die Stemmerter froh, als der böse Zauber nach 90 Minuten vorbei war.

Klar, dass sich solch eine Gruselvorstellung im heimischen Stadion nicht wiederholen soll. Zumal sich die Chance bietet, unter Fügung glücklicher Umstände noch ein Stückchen weiter von der Abstiegszone abzurücken. Klein-Reesink sieht die Ausgangslage pragmatisch: „Als wir vor acht Wochen neun Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz hatten, haben wir den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Jetzt werden wir nicht euphorisch, weil wir zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz liegen.“ Wie heißt es doch so schön? Beim SVB denkt man von Spiel zu Spiel. Offenkundig fährt der Club gut mit dieser Devise.

Sorgen bereitete dem Coach in der zurückliegenden Trainingswoche die Offensivabteilung, aus der mit Lucas Bahlmann, Jens Kormann und Alexander Hollermann gleich drei Akteure kürzer treten mussten. Abzuwarten bleibt, ob alle drei eine Option für die Startformation sein werden.



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