Fußball: Nachwuchsförderung
Steinfurter Vereine versorgen Kreis Ahaus/Coesfeld mit Talenten

Kreis Steinfurt -

Seit Anfang des Jahres existiert der DFB-Stützpunkt Osterwick. 28 Vereine aus insgesamt vier Fußballkreisen lassen dort ihre D-Jugend-Talente ausbilden. Unter anderem auch Clubs, die bis dato dem Stützpunkt Hauenhorst zugehörig waren. Das könnte zu ganz interessanten Konstellationen bei künftigem Sichtungsturnieren führen.

Dienstag, 18.12.2018, 13:56 Uhr aktualisiert: 19.12.2018, 13:38 Uhr
Die U-13-Kreisauswahl Ahaus/Coesfeld II gewann Anfang Oktober die Westfalenmeisterschaft auf dem Feld.
Die U-13-Kreisauswahl Ahaus/Coesfeld II gewann Anfang Oktober die Westfalenmeisterschaft auf dem Feld. Foto: Fußballkreis Ahaus/Coesfeld

Die Kreisauswahl ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Zumindest unter lokalen Aspekten stimmt das, denn seit Februar spielen die stärksten Nachwuchskicker des Kreises nicht mehr zwangsläufig zusammen.

Wer talentiert ist und aus Horstmar, Leer, Laer, Metelen oder Altenberge kommt, wird mittlerweile im neuen Stützpunkt in Osterwick gefördert und spielt bei regionalen Sichtungswettbewerben für die Auswahl „Ahaus/Coesfeld II“. Für die übrigen Vereine aus dem Kreisgebiet hat sich nichts geändert. Um die Entwicklung ihrer augenblicklich Besten kümmert sich weiter der Stützpunkt Hauenhorst (Kreisauswahl Steinfurt). Diese Regel gilt allerdings nur für die Altersklassen U 12 und U 13.

„Das ist eine Entscheidung des Verbandes gewesen. Nach der Schließung eines kleineren Stützpunktes in Ostwestfalen sollte es im FLVW-Gebiet trotzdem bei 32 Kreisauswahl-Mannschaften bleiben“, erklärt Guido Wähning, warum seit Anfang des Jahres auch Osterwick einer von 366 deutschen Stützpunkten ist. Der Ochtruper coacht und sichtet seit mittlerweile acht Jahren für den Fußballkreis Ahaus/Coesfeld, dessen eigentlicher Standort in Hochmoor (Ahaus/Coesfeld I) beheimatet ist.

Das Einzugsgebiet von Ahaus/Coesfeld II umfasst neben dem südlichen Kreis Steinfurt auch Teile von Ahaus/Coesfeld, Seppenrade, Unna/Hamm und Münster/Warendorf. Insgesamt handelt es sich dabei um 28 Vereine.

„Das gibt uns die Gelegenheit, pro Jahrgang zehn weitere Talente aus unserer Gegend zu fördern“, begrüßt Wähning die Neuerung. Auch rein sportlich hat sich Ahaus/Coesfeld II schon bewährt. Im Herbst gewann die von Wähning trainierte U 13 des Stützpunktes Osterwick die Westfalenmeisterschaft auf dem Feld.

Möglich ist rein theoretisch, dass Spieler eines Vereins künftig in zwei Auswahlen antreten. Entscheidend für die Zuordnung ist nämlich der Wohnort. Wer in Laer lebt und für den SV Burgsteinfurt kickt, gehört zu Ahaus/Coesfeld II und nicht zu Steinfurt. Und wenn begabte Ochtruper in Metelen aktiv sein sollten, gilt ihrer Spielberechtigung für den Kreis Steinfurt.

Beim traditionell zu Jahresbeginn in Kaiserau ausgetragenen ARAG-Cup für die U 12 – der ersten Maßnahme im Sichtungssystem des westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes – bleibt das „Bruderduell“ zunächst aus. Da Ahaus/Coesfeld II erst seit Kurzem existiert, ist diese Auswahl in die schwächere Qualifikationsrunde (1. bis 3. Januar) eingruppiert worden. Die Teams, die hier auf den vorderen Plätzen landen, steigen 2020 in die Hauptrunde auf.

In dieser Klasse ermitteln vom 4. bis 6. Januar die übrigen 16 Auswahl-Mannschaften den inoffiziellen Westfalenmeister. Hier sind mit Steinfurt, Tecklenburg, Ahaus/Coesfeld I, Münster und Bochum die Formationen vertreten, die in der Regel seit Jahren vorne mitmischen.

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