Fußball: Bezirksliga
Bodenhaftung ist das Erfolgsrezept des TuS Germania Horstmar

Horstmar -

Auf ein wahrlich turbulentes Jahr blicken die Fußballer des TuS Germania Horstmar zurück. Fixpunkt des jüngsten Triumphes ist der 21. Mai 2018, an dem die Horstmarer den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machten.

Dienstag, 01.01.2019, 16:40 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 14:56 Uhr
Erfolgsgarant: Angreifer Daniel Smith (am Ball) trug maßgeblich dazu bei, dass die Horstmarer die Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga schafften.
Erfolgsgarant: Angreifer Daniel Smith (am Ball) trug maßgeblich dazu bei, dass die Horstmarer die Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga schafften. Foto: Thomas Strack

Was war das für ein verrücktes Jahr für die Fußballer des TuS Germania Horstmar! Zunächst die Meisterschaft in der Kreisliga A und dann eine gelungene Premiere in der Bezirksliga – zumindest fußballerisch war der Gabentisch reichlich bestückt im zweiten Halbjahr 2018.

Den Pfingstmontag – es war der 21. Mai – wird Germanias Fußball-Familie so schnell wohl nicht vergessen. Im Punktspiel beim TuS St. Arnold läuft es gut eine halbe Stunde lang gar nicht nach Wunsch des Spitzenreiters, denn im Neuenkirchener Ortsteil sehen sich die Horstmarer einem 0:1-Rückstand ausgesetzt. Doch als Angreifer Daniel Smith mit zwei Treffern und Dennis Behn mit einem den Spieß umdrehen, gibt es kein Halten mehr in der St. Arnolder Sportarena. Ausgerechnet im Sepp-Herberger-Stadion, das der damalige Bundestrainer 1968 höchstpersönlich und im Beisein von Helmut Rahn, Bernd Trautmann und Berni Klodt eingeweiht hatte, feiern die Horstmarer den Aufstieg in die Bezirksliga – und reparieren nach drei Jahren den „Betriebsunfall Abstieg“, der sie 2015 in die Kreisliga A geführt hatte.

Und auch das „Abenteuer Bezirksliga“ beginnt für die Germania so, wie die Spiele in der Kreisliga A geendet hatten – erfolgreich. Dem 1:1 gegen Landesliga-Absteiger Preußen Lengerich folgt ein überraschender 1:0-Sieg beim zweiten Landesliga-Absteiger, dem SV Burgsteinfurt. Und als die Horstmarer dann ein 3:0 gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung und ein 1:1 beim VfL Wolbeck folgen ließen, war klar, dass das Team von Trainer André Rodine angekommen war in der ersten überkreislichen Fußball-Liga.

Auch die erste Saisonniederlage am fünften Saisonspieltag – Germania verlor mit 1:2 gegen den SV Wilmsberg und anschließend mit 1:4 bei der SG Telgte – änderte nichts an der grundsätzlichen Einschätzung, dass in der Mannschaft genug Substanz steckt, um die Klasse zu halten.

Dass Germania trotz manch kleinerer Turbulenzen nie vom Kurs abkam, ist auch dem Umstand zuzuschreiben, dass es im Umfeld des Vereins stets ruhig geblieben ist. „Wir wissen, woher wir kommen“, sagte Trainer Rodine damals, und diese realistische Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens trägt zur Bodenhaftung bei, die dem Verein eine gesunde Basis bietet, um die Spielklasse zu halten.

Für die Ausgeglichenheit spricht eine ausgewogene Heim- und Auswärtsbilanz. Germania verlor im ersten Bezirksliga-Halbjahr sechs Spiele, drei davon zu Hause, drei auswärts. Als derzeitiger Tabellenzehnter stehen die Horstmarer zur Winterpause bei 20 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis von 26:26. Nun liefert diese Zwischenbilanz noch keinen Anlass, sich in Genügsamkeit zu üben, zumal aus der mit 17 Vereinen bestückten Bezirksliga 12 am Saisonende bekanntlich vier Mannschaften absteigen. Doch immerhin – und das ist die wesentliche Erkenntnis – kann es der TuS schaffen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6291764?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686795%2F
Nachrichten-Ticker