Fußball: Fusion in Borghorst
Verschmelzung der Borghorster Fußballvereine wird immer konkreter

Borghorst -

Der SC Preußen Borghorst und der SV Wilmsberg werden am 1. Januar 2020 fusionieren – genauer gesagt, ineinander verschmelzen. Das ist der Plan der Projektgruppe, die sich aus Vorstandsmitgliedern beider Clubs zusammensetzt. Während bei der Suche nach einem Vereinsnamen die Mitglieder eingebunden werden, stehen die Vereinsfarben schon fest.

Dienstag, 05.03.2019, 12:24 Uhr aktualisiert: 10.03.2019, 11:58 Uhr
Die Projektleitung mit den Vorstandsmitgliedern (v.r.): Karl-Heinz Brinkert und Reinhard Rotterdam aufseiten des SC Preußen sowie Klaus Brüning und Stephan Fischer vom SV Wilmsberg.
Die Projektleitung mit den Vorstandsmitgliedern (v.r.): Karl-Heinz Brinkert und Reinhard Rotterdam aufseiten des SC Preußen sowie Klaus Brüning und Stephan Fischer vom SV Wilmsberg. Foto: Detlef Held

Die beiden Borghorster Traditionsvereine SC Preußen und SV Wilmsberg wollen ihre Kräfte bündeln, um sich gemeinsam stärker aufzustellen. Seit einigen Jahren setzen sich Vorstände zunehmend mit dem Gedanken einer Fusion auseinander, und die nimmt jetzt immer konkretere Formen an.

Was als Jugendspielgemeinschaft begonnen hat, könnte schon bald in einem gemeinsamen Verein münden. Aktuell spielen die A-, B-, C- und D-Jugendteams seit zwei Jahren zusammen um Punkte, in der Saison 2019/20 kommen die E-Junioren hinzu.

Die gemeinsame Projektleitung mit den Vorstandsmitgliedern Karl-Heinz Brinkert und Reinhard Rotterdam aufseiten des SCP sowie Klaus Brüning und Stephan Fischer vom SVW hat jetzt mit den Mitgliedern der insgesamt sieben Teilprojekte (Finanzen, Öffentlichkeit, Verträge, Seniorenabteilung, Jugendabteilung, Altherren- und Frauenabteilung sowie Vorstand) die Argumente für eine Fusion zusammengetragen.

Die Schwerpunkte sind eine auf Förderung ausgerichtete Jugendarbeit sowie ein sportlicher Aufstieg aller Teams. Aus beiden Vereinen sollen Kompetenzen gebündelt werden, die eserleichtern, kompetente Vorstandsmitglieder und Ehrenamtliche zu finden und einzubinden. Die Erhöhung der Platzkapazitäten, die Verbesserung der Sportanlagen und der Umkleidemöglichkeiten sind weitere Aspekte, die gemeinsam leichter zu bewältigen sind.

Den Verantwortlichen ist wichtig, dass alle Mitglieder „mitgenommen“ werden. Die Altvereine sollen im neuen Verein aufgehen, so das Credo. „Denn nur ein Verein, der die Tradition wahrt und sich mit vereinten Kräften nachhaltig aufstellt würde, hat eine Zukunft“, betont Brinkert.

Angedacht ist, dass die Vereinsfarben aus Schwarz, Grün und Weiß bestehen. Eine Vorauswahl an Vorschlägen für den Vereinsnamen erfolgt durch die gesamte Lenkungsgruppe. Die Mitglieder werden an der finalen Entscheidung per Abstimmung beteiligt. Die rechtliche Form der Fusion wäre eine sogenannte Verschmelzung. Dafür muss in beiden Clubs im Rahmen von Abstimmungen jeweils eine Dreiviertelmehrheit gefunden werden.

Der Zeitplan der angestrebten Fusion ist in groben Zügen abgesteckt. Geplant ist, dass sie am 1. Januar 2020 wirksam werden soll. Der dann laufende Spielbetrieb im Senioren- und im Jugendbereich bleibt bis zum Saisonende bestehen, ab Sommer 2020 wird unter dem neuen Namen gespielt.

Im Februar wurde die Verwaltung der Stadt mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer an der Spitze über die Absicht der Fusion im Beisein der beiden städtischen Beigeordneten informiert. Auch im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport wurde die Planung vorgestellt. Sowohl Verwaltung als auch Politik begrüßten das Vorhaben.

Nächster wichtiger Termin ist die Jahreshauptversammlung des SC Preußen am 15. März (Freitag). Der SV Wilmsberg lädt am 13. Juli (Samstag) zu seiner Generalversammlung ein. Eine umfassende Infoveranstaltung für alle Mitglieder der beiden Vereine ist ebenso für Juli vorgesehen.

Im vierten Quartal – voraussichtlich im November – soll dann in einer außerordentlichen Hauptversammlung jeder Verein erst für sich und anschließend gemeinsam die Neugründung beschließen.

 

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