Fußball: Bezirksliga 12
Premieren bei den Pflegeleichten

Kreis Steinfurt -

Die abgelaufene Saison in der Bezirksliga 12 war eine ganz Besondere. Das ist auf zwei Premieren zurückzuführen. Dabei hatten sowohl der SV Burgsteinfurt und der TuS Germania Horstmar ihre Hände im Spiel.

Mittwoch, 05.06.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 15:02 Uhr
Alexander Hollermann vom SV Burgsteinfurt (l.) sicherte sich mit 24 Treffern die Torjägerkrone vor Wilmsbergs Alexander Hesener.
Alexander Hollermann vom SV Burgsteinfurt (l.) sicherte sich mit 24 Treffern die Torjägerkrone vor Wilmsbergs Alexander Hesener. Foto: Alex Piccin

Die Fußball-Bezirksliga 12 erlebte in der Saison 2018/19 gleich zwei Premieren. Vor 15 Jahren wurde die Tordifferenz als Entscheidungskriterium bei Punktgleichheit eingeführt, und erstmals kam diese Regelung nun zur Anwendung. Der SC Altenrheine als neuer Meister profitierte davon, dem Vize SV Burgsteinfurt fehlten drei Treffer.

Und noch etwas gab es in der Staffel 12 zum ersten Mal – den Fall „Germania Horstmar“: Der freiwillige Rückzug einer Mannschaft, die den Klassenerhalt gesichert hatte. Insofern wird die Saison 2018/19 als eine besondere in die Annalen dieser Gruppe eingehen.

Der Verlauf des Titelrennens hat wieder einmal gezeigt, dass Zwischenstände wenig aussagen. Der SV Burgsteinfurt führte an 22 Spieltagen die Tabelle an, und das zeitweise mit einem Vorsprung von bis zu sieben Punkten. Aber der SC Altenrheine, wochenlang im Mittelfeld angesiedelt und vermeintlich lange Zeit kein Meisterschaftsanwärter, zog im Schatten der Titelfavoriten Burgsteinfurt, Wilmsberg, Wettringen und Greven seine Bahnen.

In der Rückrunde ungeschlagen, brachte es die „Macht am Kanal“ auf 41 Zähler vor heimischer Kulisse. Verfolger SV Burgsteinfurt kam zu Hause auf 37. Auf gegnerischen Plätzen tauschten beide die Spitzenpositionen; die Kreisstädter verbuchten als erfolgreichste Auswärts-Elf der Staffel 34 Zähler, während es der Meister „nur“ auf 29 brachte.

Zwar spielte eine Mannschaft mehr in der Staffel als in der Saison zuvor, aber dass sich die Zahl der Feldverweise mit 26 fast verdoppelt hat, ist bemerkenswert. Im Vorjahr waren es 15.

Nur drei Vereine blieben ohne jede Rote Karte, und das waren die drei Absteiger DJK Arminia Ibbenbüren, Preußen Lengerich und Teuto Riesenbeck.

Ebenfalls größer geworden ist die Zahl der Gelb-Roten Karten; sie stieg von 23 auf 30. Die Steigerung der Gelben Karten von 948 auf 1119 fiel im Vergleich zur Steigerung der anderen persönlichen Strafen gering aus.

Zum zweiten Mal hintereinander wurde die Ibbenbürener SpVgg Gewinner des Oddset-Preises, der Anerkennung für die fairste Mannschaft. In der Fairnesstabelle, in der die Feldverweise, Verwarnungen und Unsportlichkeiten von Spielern und Mannschaftsumfeld in Punkte umgerechnet werden, nehmen die Ibbenbürener mit 61 Zählern Rang eins ein. Es folgen Vorwärts Wettringen (68), Arminia Ibbenbüren und Germania Horstmar (je 72).

Zur Verhängung von 1020 Euro Ordnungsgeld sah sich Staffelleiter Gerhard Rühlow im Lauf der Saison veranlasst. Das ist auf den ersten Blick ein hoher Betrag, der aber 20 Prozent niedriger ausfällt als der aus dem Spieljahr zuvor. Der größte Teil davon, nämlich 750 Euro, geht auf Trainer-Innenraumverweisen zurück. Diese Maßnahmen, zu denen sich Schiedsrichter veranlasst sehen, haben sich gegenüber der Saison 2017/2018 verdoppelt (zehn statt fünf).

Aber es gibt in diesem Bereich auch Positives anzumerken. Vier der 17 Vereine gaben überhaupt keinen Anlass zur Festsetzung von Ordnungsgeld: Germania Horstmar, SV Burgsteinfurt, Vorwärts Wettringen und TuS Recke. Und von einer Maßnahme blieben sogar alle 17 verschont, und das nun schon im dritten Jahr nacheinander: Das Bezirkssportgericht musste kein einziges Mal wegen einer Angelegenheit aus der Staffel 12 zusammenzukommen. „Aus meiner Sicht also eine auffallend pflegeleichte Liga“, so Staffelleiter Rühlow.

Torschützenkönig wurde mit 24 Treffern der Burgsteinfurter Alexander Hollermann. Zweitbester Schütze war Wilmsbergs Alexander Hesener (22), den Bronzerang teilen sich Wolbecks Daniel Seidel und Emsdettens Fabio da Costa Pereira (beide 19).

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