Fußball: Oberliga Westfalen
Fabian Kerellajs neue Herausforderung in der Oberliga

Altenberge -

Preußen Münsters U 23 spielt in der kommenden Saison erstmals in der Oberliga Westfalen. Daran ist Fabian Kerellaj nicht ganz unschuldig, denn für den Altenberger lief es im Dress der Adlerträger zuletzt super.

Mittwoch, 07.08.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 15:10 Uhr
Fabian Kerellaj (l.) wechselte 2015 vom TuS Altenberge zu den Preußen. Die Vorbereitung machte der offensive Mittelfeldspieler bei den Drittliga-Profis mit.
Fabian Kerellaj (l.) wechselte 2015 vom TuS Altenberge zu den Preußen. Die Vorbereitung machte der offensive Mittelfeldspieler bei den Drittliga-Profis mit. Foto: Jürgen Peperhowe

Endlich geschafft! Nach etlichen vergeblichen Anläufen hat die U 23 des SC Preußen Münster in der vergangenen Saison im x-ten Versuch den Aufstieg in die Oberliga Westfalen perfekt gemacht. Nicht zuletzt dank des Altenberges Fabian Kerellaj, der in der abgelaufenen Spielzeit mit 13 Treffern bester Dom­städter war.

„Dabei war der Abschluss vorher nicht so meine Stärke gewesen“, erklärt Kerellaj. Doch aus dem Vorbereiter, der am liebsten auf der Zehnerposition aufläuft, wurde 2018/19 der Vollstrecker. „Ich habe viel daran gearbeitet, meine Spielweise ein bisschen umgestellt und selbst mehr den Abschluss gesucht. Das hat anscheinend funktioniert“, resümiert der 23-Jährige, der aus einer echten Fußballfamilie kommt. Ob Vater, Onkel oder der jüngere Bruder Florian – bei den Kerellajs steht das runde Leder im Mittelpunkt.

Seine Juniorenzeit verbrachte der Bayern-Fan komplett beim TuS Altenberge. Bereits im A-Jugend-Alter beförderte der damalige Trainer Bodo Gadomski den Offensivakteur in die Herren-Mannschaft. In der Bezirksliga lief es für den Youngster so gut, dass die Preußen auf ihn aufmerksam wurden und im Sommer 2015 verpflichteten.

Mittlerweile geht Kerellaj in seine fünfte Saison bei den Münsteranern. Vierter, Fünfter, Dritter – in Kerellajs ersten drei Spielzeiten an der Hammer Straße standen am Ende andere Vereine an der Tabellenspitze der Westfalenliga. „Super deprimierend, aber jetzt waren wir mal an der Reihe. Wir hatten eine echt starke Mannschaft, die in der Breite gut aufgestellt war“, verweist Kerellaj auf die hohe Leistungsdichte im Team.

Mit seinen vielversprechenden Auftritten im Dress der U 23 hat sich der Altenberger in das Blickfeld der Profis gekickt. In diesem Sommer machte Kerellaj die Vorbereitung beim Drittligisten mit und nahm auch am Trainingslager in den Niederlanden teil. „Da habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Schön, dass ich sowas mitnehmen kann. Mein Fokus liegt jedoch klar auf der Oberliga-Mannschaft. „In der neuen Klasse müssen wir uns erstmal zurechtfinden. Da geht es anders zur Sache“, ist sich Kerellaj sicher, dass der Wind in der fünfthöchsten Liga rauer bläst.

Trainer Sören Weinfurtner vertritt den gleichen Standpunkt. „95 Prozent werden uns da nie reichen, das sind andere Hausnummern als zuvor“, analysiert der Übungsleiter, der vor allem den ASC Dortmund, Regionalliga-Absteiger SC Wiedenbrück die Reserve des SC Paderborn, RW Ahlen und den FC Eintracht Rheine als besonders stark einstuft.

Mit Ahlen und Rheine, dazu noch die Hammer SpVg, hat die Preußen-Reserve jüngst beim Liba-Cup in Gievenbeck schon mal drei etablierte Oberligisten bespielt – und das durchaus erfolgreich. „Drei Mal unentschieden“, verweist Kerellaj auf die Ausbeute. Wohlwissend, dass Vorbereitungsturniere und Ligabetrieb zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe sind. Die Meisterschaft sei etwas komplett anderes, betont Kerellaj, der seine erste Oberliga-Partie am Sonntag in Hamm bestreiten wird.

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