Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Marcel Exner krönt die wahnsinnige Aufholjagd des TuS Laer

Laer -

Am Sonntag hatte sich der TuS Laer die SpVgg Langenhorst/Welbergen zum Punktspiel eingeladen. In den ersten 45 Minuten erwiesen sich die Laerer als gute Gastgeber. Doch damit war nach dem Pausentee Schluss. Am Ende einer wahnsinnigen Aufholjagd jubelten die Hausherren.

Sonntag, 01.09.2019, 19:20 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 21:22 Uhr
Laers Marcel Exner (r.) zieht an Max Schulze Bründermann vorbei. Der Laerer Angreifer war mit zwei Toren und einer Vorlage die spielentscheidende Persönlichkeit.
Laers Marcel Exner (r.) zieht an Max Schulze Bründermann vorbei. Der Laerer Angreifer war mit zwei Toren und einer Vorlage die spielentscheidende Persönlichkeit. Foto: Marc Brenzel

Aufholjagden waren am Wochenende in der Kreisliga A schwer in Mode. Diesem Trend schloss sich auch der TuS Laer 08 an, der sein Heimspiel gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen nach einem 1:3-Pausenrückstand noch mit 4:3 gewann.

Danach sah es nach den ersten 45 Minuten überhaupt nicht aus, denn die gingen ganz klar an den Gast aus Ochtrup. Mit schnellen Diagonalpässen und Anspielen in die Tiefe hebelten die Langenhorster ein ums andere Mal die pomadige Defensive der Hausherren aus. Daraus resultierten drei Tore durch Marcel Vollenbröker (22.), Christian Holtmann (25.) und Alexander Holtmann (37.).

Der TuS bekam seine offensiven Pferdestärken nicht auf die Straße. Abgesehen vom zwischenzeitlichen 1:2 durch Nico Stippel nach Doppelpass mit Marcel Exner (35.) sowie Exners Freistoß an die Latte (42.) kam nicht viel vom Heimteam.

„Uns bleibt ja nicht mehr viel übrig, als unser Herz in die Hand zu nehmen und alles zu riskieren“, legte TuS-Trainer Ron Konermann den Seinen in der Kabine nahe.

Innerhalb von 60 Sekunden schafften Jan Schwier (50.) und Exner nach Zuspiel von Hannes Medding (51.) tatsächlich den Ausgleich. Für Gäste-Coach Thorsten Bäumer völlig unverständlich: „Das darf uns auf keinen Fall passieren. Vor allem nicht so leichtfertig. Die ersten Halbzeit war top, die zweite eine Vollkatastrophe.“

Was die Partie aus Bäumers Sicht letztlich zur Vollkatastrophe verkommen ließ, war die Schlussphase. Seine Elf hatte sich mittlerweile wieder gefasst, aber ein paar wirklich vielversprechende Chancen ausgelassen. Vor allem in der letzten Minute, als Salim Omar und Lukas Steinlage aus kurzer Distanz einen möglichen Siegtreffer verpassten.

Der fiel dann in der Nachspielzeit auf der anderen Seite: Nach einem Befreiungsschlag stand die Langenhorster Abwehrreihe schlecht. Exner roch Lunte, spritzte dazwischen und überwand den herauslaufenden SpVgg-Keeper Christian Kuhmann mit einem Kopfball von außerhalb der Strafraumgrenze – 4:3.

„Die letzten Minuten gingen mir total an die Nerven. Ich dachte, ich werde oval. Noch ein paar Spiele von dieser Art, und ich bekomme graue Haare“, schnappte Konermann nach dem Abpfiff nach Luft.

TuS Laer: Thüning – Wesener-Roth, Eissing, Höner, Eißing – Dresa (74. Oldach), Medding – L. Konermann (85. Veltrup), Schwier, Stippel – Exner.

SpVgg Langenhorst/Welbergen: Kuhmann – Schulze Bründermann, A. Holtmann, Bültbrune – Omar, M. Wenning (65. Steinlage), Düker, Schwering – K. Wenning (80. Holtmannspötter), Vollenbröker, C. Holtmann (83. Schepers).

Tore: 0:1 Vollenbröker (22.), 0:2 C. Holtmann (25.), 1:2 Stippel (35.), 1:3 A. Holtmann (37.), 2:3 Schwier (50.), 3:3 und 4:3 Exner (51./90. + 1).

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