Fußball: Bezirksliga 12/Kreisliga A Steinfurt
Preußen Borghorst/SV Wilmsberg: Eine Entscheidung für die Zukunft

Borghorst -

Das Zusammengehen des SC Preußen Borghorst und des SV Wilmsberg wird immer konkreter. In der Mensa des Gymnasiums stellten sich Karin Schulze-Kersting vom Landessportbund sowie die Vertreter der beiden Vereine den Fragen von rund 130 Interessierten. Dabei kam viel Interessantes auf den Tisch.

Donnerstag, 26.09.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 16:58 Uhr
Karin Schulze-Kersting vom LSB (r.) sowie Karl Heinz Brinkert (Preußen Borghorst), Klaus Brüning, Martin Venner und Stephan Fischer (SV Wilmsberg, v.l.) standen Rede und Antwort.
Karin Schulze-Kersting vom LSB (r.) sowie Karl Heinz Brinkert (Preußen Borghorst), Klaus Brüning, Martin Wenner und Stephan Fischer (SV Wilmsberg, v.l.) standen Rede und Antwort. Foto: Detlef Held

„Ich habe in den vergangenen drei Jahren bei 300 Fusionen mitgewirkt. Und ich kann sagen, die Vorbereitungen, die die beiden Borghorster Traditionsvereine bislang geleistet haben, sind nahezu vorbildlich“, lobte Karin Schulze-Kersting vom Landessportbund (LSB). Die Fachfrau war zur öffentlichen Informationsversammlung am Mittwoch in der Mensa des Gymnasiums Borghorst gekommen, um rund 130 Interessierten alle rechtlichen und Satzungsfragen zur Fusion zu erläutern.

In ihrem Eingangsstatement ging Schulze-Kersting auf die Veränderungen – speziell im Fußball – in den letzten Jahren ein. Den Vereinen würden die Jugendlichen wegbrechen. Zwei Drittel aller Fusionen würden daher von Fußballvereinen beantragt, weil viele Vorstände diese Entwicklung und deren Folgen im Blick hätten. „Dieser Weitblick ist hier in Borghorst wirklich ausgeprägt“, betonte Schulze-Kersting. Ein Beweis dafür sei Jugendspielgemeinschaft beider Clubs, die erste Früchte tragen würde. Ein Qualitätszuwachs sei schon jetzt erkennbar, die Fusion dort praktisch schon Realität.

Allerdings sind Jugendspielgemeinschaften zeitlich begrenzt und müssen aufgelöst werden, wenn sich die Vereine nicht zusammenschließen. Viele Vereine mussten dann erfahren, dass sie alleine nicht überlebensfähig sind.

Reinhard Rotterdamm (Preußen Borghorst) stellte die bisherige Arbeit der Lenkungsgruppe vor. Dort sind 51 Personen aus beiden Vereinen tätig, die in sieben Teilprojekten Detailarbeit wie Finanzen, Versicherungen, neuer Vorstand oder neue Satzung bearbeiten. 50 Themen sind abgearbeitet, 18 Entscheidungen stehen noch aus.

Entschieden wurde unter anderen, dass bei einer Fusion die Eintrittspreise unverändert bleiben und die Mitgliedsbeiträge vereinheitlicht werden. Zudem ist eine neue Satzung fast fertig. Sie soll allen Mitgliedern rechtzeitig vor der Abschlussversammlung und finalen Abstimmung am 25. November (Montag) zugesandt werden. Während dieser Versammlung werden vier mögliche neue Vereinsnamen aus den eingereichten Vorschlägen (dies ist noch für alle Mitglieder bis zum 4. Oktober möglich) unterbreitet. Bei der Abstimmung gilt die einfache Mehrheit.

Die Lenkungsgruppe geht momentan davon aus, dass sechs Seniorenteams im neuen Verein spielen. Ausgetragen werden die Heimspiele auf allen Vereinsplätzen.

Entschieden ist auch, dass eine Vorstandsstruktur angelehnt an die aktuelle des SV Wilmsberg aufgestellt wird. Dazu gehören ein Vorstandssprecher und fünf weitere Ressorts (Adminis­tration und Spielbetrieb, Buchhaltung und Finanzen, Spielbetrieb Senioren und Frauen, Spielbetrieb Jungen und Mädchen, Infrastruktur und Sportanlagen sowie Veranstaltungen, Werbung und Vermarktung). Jeder Ressortleiter soll von einem Team unterstützt werden. Noch sind aber nicht alle Posten besetzt. Wer mitmachen möchte, sollte sich melden.

„Wir brauchen diese Fusion. Sie hilft uns allen“, bekräftigten die Sprecher der Vereine, Karl-Heinz Brinkert und Klaus Brüning, zum Schluss der Veranstaltung. „Jede Stimme zählt.“

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