Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Laerer gegen den FSV Ochtrup in der Rolle des Rocky Balboa

Laer -

Die angeschlagenen Boxer sollen ja immer die gefährlichsten sein. Aber was in Hollywood-Streifen oder bei Schlüters auf der Kirmes seine Gültigkeit haben mag, muss in der Kreisliga A noch lange nicht zutreffen. Der TuS Laer und der FSV Ochtrup machen am Sonntag diesbezüglich mal die Probe aufs Exempel.

Freitag, 11.10.2019, 13:18 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 13:50 Uhr
Lukas Eissing (l.) ist wieder an Bord. Der Abwehrchef der Laerer dürfte gegen den FSV Ochtrup von besonderer Bedeutung sein.
Lukas Eissing (l.) ist wieder an Bord. Der Abwehrchef der Laerer dürfte gegen den FSV Ochtrup von besonderer Bedeutung sein. Foto: Thomas Strack

Ron Konermann musste im Training ein gesundes Mittelmaß zwischen strengem Lehrer und verständnisvollem Vater finden. Schließlich galt es, die jüngste 0:7-Klatsche seines TuS Laer in Neuenkirchen sowohl kritisch aufzuarbeiten als auch aus den Köpfen zu vertreiben. Leichter wird es am Sonntag bestimmt nicht, denn mit dem FSV Ochtrup reist wieder ein Gegner aus dem oberen Tabellendrittel der Kreisliga A an.

„Die Ochtruper sind schon stark, gerade aufgrund ihrer überragenden Offensive. Unbesiegbar sind die aber auch nicht“, analysiert Konermann im Vorfeld. Für ihn ist es wichtig, dass die Hintermannschaft wieder stabiler auftritt. Von daher misst er der Rückkehr von Abwehrchef Lukas Eissing und des defensiven Mittelfeldmannes Hannes Medding einen besonderen Stellenwert bei. Ob es als Konsequenz auf die Neuenkirchen-Pleite weitere personelle Umstellung gibt, lässt der Laerer Trainer offen.

Dass sein Team nach dem 0:7 Folgeschäden davongetragen haben könnte, befürchtet Konermann nicht. Ganz im Gegenteil, er geht von einer motivierten Mannschaft aus: „Die Jungs wollen unter Beweis stellen, dass sie gute Fußballer sind. Dafür bietet ein Heimspiel gegen Ochtrup eine ideale Bühne.“

FSV-Coach Frank Averesch weiß den jüngsten sportlichen Laerer Fauxpas richtig einzuordnen und bemüht sich um die Metapher des angeschlagenen Boxers. Er wisse um die Gefahr, die von den Laerern mit ihrer immens starken Sturmreihe ausgehen würde. Wenn es gelinge, die zu neutralisieren, wäre seine Mannschaft ein gutes Stück weiter.

Für Sonntag muss Averesch Marcel Strübig (beruflich verhindert) aus seinem Kader streichen. Torjäger Mohammed Sylla lag die ganze Woche aufgrund eines grippalen Infekts flach, was ein Mitwirken am Sonntag infrage stellt. Eine Alternative wäre eigentlich Lukas Höseler, doch der hat aufgrund seines zweiwöchigen Urlaubs zu viel Trainingsrückstand.

In dieser Saison trafen beide Mannschaften bereits im Pokal aufeinander. Der FSV gewann nach zwei Toren von Simon Lovermann und einem von Sylla mit 3:1, für den TuS traf Marcel Exner.

 

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