Fußball: Laers Kai Bröker gefällt neue Co-Trainer-Rolle
Perfekter Einstieg

Laer -

In seiner Laufbahn als aktiver Fußballer hat sich Kai Bröker den Ruf eines Knipsers erworben. Mittlerweile fasst der 31-Jährige im Trainergeschäft Fuß. Der Einstieg beim TuS Laer ist auf jeden Fall beachtenswert.

Dienstag, 17.11.2020, 14:50 Uhr
Beim SV Wilmsberg spielte Kai Bröker, bevor es ihn zurück zum TuS Laer zog.
Beim SV Wilmsberg spielte Kai Bröker, bevor es ihn zurück zum TuS Laer zog. Foto: Thomas Strack

Die noch junge Trainerkarriere von Kai Bröker hat sich bisher als makellos erwiesen. Nach acht Spielen noch ungeschlagen, Tabellenplatz drei in der Kreisliga A: Bröker hat sich wohl für die perfekte Saison entschieden, um als Co von Ron Konermann seine ersten Gehversuche im Trainergeschäft zu machen. In gleicher Weise neigt sich so langsam aber sicher auch das Ende der Spielerkarriere zu, in deren Anfängen Bröker unter anderem mit zwei aktuellen Bundesligaspielern auf dem Platz stand.

„Die Rolle als Co-Trainer macht mir Spaß, auch wenn sich im Vergleich zu den letzten Jahren die Welt nicht verändert hat“, erklärt der 31-jährige. „Ich trainiere und spiele ja nach wie vor mit. Außerdem macht Ron den Großteil. Ich bereite nur hin und wieder etwas vor, wenn es zeitlich bei ihm nicht passt.“ Gefallen gefunden habe er jedoch an der Rolle als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam, versichert der ehemalige Goalgetter.

Für den aktuellen Höhenflug der Schwarz-Gelben findet der Trainerneuling folgende Gründe: „Wir haben ja ohnehin eine sehr talentierte Mannschaft. Nach der guten Rückrunde vergangene Saison war diese Entwicklung schon ein wenig abzusehen. Es ist bei so einer jungen Truppe ja eine stetige Weiterentwicklung.“ Auch die personellen Verbesserungen durch die Zugänge Steffen Köhler im vergangenen Winter und Robin Drees im Sommer seien Garanten für den momentanen Erfolg.

Ob Bröker früher oder später auch mal als Cheftrainer fungieren wird, steht noch in den Sternen. Neben Freundin und Arbeit als Versicherungskaufmann fehlen eben manchmal die nötigen Stunden für die „sehr zeitintensive Aufgabe“. „Vor allem musst Du Dir als Trainer drei Mal mehr als als Spieler überlegen, ob Du ein Training absagst“, weiß der Borghorster.

Die Brüggemann-Brüder Matthias und Christoph lockten Bröker aus der Jugend von Preußen Borghorst und Borussia Emsdetten ins Ewaldidorf. „Als Frühsenior habe ich damals mit Laer in der Bezirksliga gespielt. Wir sind zwar sang- und klanglos abgestiegen, es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht, und ich habe sehr viel mitgenommen“, erinnert er sich.

Für ein Highlight seiner Laufbahn muss Bröker im Kalender einige Jahre weiter zurückblättern. In der Jugend erhielt er die Einladung zu Lehrgängen der Westfalenauswahl. Teamkameraden dabei waren keine Geringeren als Marco Reus (Borussia Dortmund) und Danny Latza (damals Schalke 04, mittlerweile Mainz 05). „Denen hast Du schon angemerkt, dass sie bei solchen Vereinen kicken. Was zum Beispiel das Selbstbewusstsein angeht, konnte ich da als Kicker vom SV Wilmsberg nicht wirklich mithalten“, schmunzelt Kai Bröker.

Ganz anders als bei den Laerern läuft es bei Brökers anderem Herzensclub, dem FC Schalke 04. „Ich kann mir leider im Moment nur schwer vorstellen, wie die ein Spiel gewinnen sollen“, trauert er besseren Zeiten nach. „Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“

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