TuS Laer sucht im Herbst einen neuen Geschäftsführer
Wenn die Arbeit mal weniger wird

Laer -

Thomas Schwier war Fußballer beim TuS, Fachschaftsleiter, Sportwart und jetzt Vorsitzender des Gesamtvereins. Viel Arbeit, möchte man meinen, doch dem ist nicht so. Als Vorsitzender des Betriebsrates eines großen Unternehmens hat er wesentlich mehr zu tun, daher hat er beim TuS auch die Position gewechselt.

Montag, 29.03.2021, 16:20 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 12:26 Uhr
Dieter (v.l.) und Christoph Prange, Georg Wolff, Helmut Stöckmann (hier bei seiner Verabschiedung 2017), Sonja Thüning sowie Thomas Schwier als Vorsitzender lenken die Geschicke des TuS Laer.
Dieter (v.l.) und Christoph Prange, Georg Wolff, Helmut Stöckmann (hier bei seiner Verabschiedung 2017), Sonja Thüning sowie Thomas Schwier als Vorsitzender lenken die Geschicke des TuS Laer. Foto: TuS Laer

In grauer Vor-Coronazeit feierte der TuS Laer 08 sein 100-jähriges Bestehen. Helmut Stöckmann war zu dem Zeitpunkt Vorsitzender des Gesamtvorstandes der Nullachter, und Thomas Schwier war auf dem Sprung, die Nachfolge von Wolfgang Rölver als Fachschaftsleiter Fußball anzutreten. 2009 übernahm Schwier dieses Amt und blieb bis 2017 der Chef der Kicker.

„Nebenbei war ich auch Sportwart im Gesamtvorstand. Als Stöckmann aufhörte, wurde es schwierig, einen Nachfolger zu finden. Zur gleichen Zeit, 2018, bin ich bei meinem Arbeitgeber, Schmitz Cargobull, zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt worden“, erzählt Schwier seinen Werdegang auf den Stuhl des Ersten Vorsitzenden beim TuS Laer.

Dass die Arbeit eines Betriebsratsvorsitzenden eines weltweit agierenden Unternehmens äußerst umfangreich ist, bedarf keiner großartigen Erwähnung. Daher gab Schwier den Job als Fachschaftsleiter Fußball ab – Klaus Möllers wurde sein Nachfolger – und wechselte in den Gesamtvorstand. „Der Vorsitz im Gesamtvorstand ist mit weniger Aufwand verbunden. Durch das System der Fachschaften arbeiten die Abteilungen autark. Wir als Gesamtvorstand treffen uns vier bis sechs Mal im Jahr, außer wenn Projekte laufen, dann häufiger“, berichtet der Vater zweier Söhne (Jan und Marc). Verhandelt und besprochen werden hier die Aktivitäten der einzelnen Fachschaften, die Kassenlage, die Mitgliederverwaltung, die Weiterentwicklung der Sportstätten, die Verteilung von Spendengeldern, Anträge der Fachschaften und abzuschließende Verträge. „Es gibt also Arbeit genug“, sagt Schwier. Fußball, Badminton, Volleyball (beides nur im Hobbybereich), Taekwondo und Turnen kann man bei den Nullachtern betreiben. Tischtennis gibt es beim TuS mittlerweile nichtmehr. „Die Abteilung hatte große Nachwuchsprobleme und hat sich aufgelöst. Das ist zwar traurig, aber man kann es leider nicht erzwingen“, schmerzt den Chef des Gesamtvereins der Verlust der Abteilung.

Mit am Tisch der Sitzungen des Gesamtvorstandes sitzt neben Geschäftsführer Georg Wolff auch Sonja Thüning, die zweite Vorsitzende des TuS. „Sie ist zudem auch Fachschaftsleiterin der Turnabteilung, eine sehr engagierte Frau, die viel aktiver ist als ich“, zollt ihr Thomas Schwier großes Lob.

Am 24. Oktober 2021 wollen die Laerer in diesem Jahr ihre Mitgliederversammlung abhalten, bei der Georg Wolff nicht mehr als Kandidat des Geschäftsführers antreten wird. „Nach 20 Jahren in diesem Amt und mit Eintritt in die Rente hat er privat offensichtlich noch was anderes vor. Einen Nachfolger suchen wir noch. Außerdem werden die beide Finanzleute Dieter und Christoph Prange in zwei Jahren ihren Posten niederlegen“, ist Schwier auf der Suche nach geeigneten Kandidaten für die Nachfolge.

Als Fan des FC Bayern München hat Thomas Schwier wegen der Pandemie derzeit den Vorteil, dass er vieles für den Verein und seine 1250 Mitglieder von zu Hause aus, digital, erledigen kann; doch wie alle anderen Fußballfans hofft er natürlich, dass es bald wieder auf den Platz geht.

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