Fußball: Ehrendivision
Twente Enschede steckt sich doppeltes Ziel

Enschede -

Der niederländische Erstligist Twente Enschede steuert weiter auf den Kurs der finanziellen Konsolidierung - die Neuzugänge kamen meist ablösefrei. Sportlich soll der Meister von 2010 möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dazu soll auch ein neuer Leitwolf beitragen.

Donnerstag, 10.08.2017, 16:00 Uhr
Der FC Twente Enschede möchte in der bevorstehenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben und finanziell weiter gesunden.
Der FC Twente Enschede möchte in der bevorstehenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben und finanziell weiter gesunden. Foto: Twente Enschede

Der Sommer 2016 ist der Neustart für den FC Twente Enschede gewesen: Der Klub aus der niederländischen Ehrendivision entging nur hauchdünn dem Zwangsabstieg aufgrund der Finanzprobleme des Vereins und musste seitdem sparen und improvisieren. Das gelang in der vergangenen Saison mehr als ordentlich: Mit einer sehr jungen Mannschaft landeten die Enscheder auf dem siebten Rang.

Auch in der kommenden Spielzeit verfolgt der Verein wieder zwei Ziele: Sportlich gesehen soll das Team nichts mit dem Abstieg zu tun haben – und finanziell soll die Schuldenlast in Höhe von rund 65 Millionen Euro, die den Klub weiterhin drückt, abgebaut werden. Dass das fehlende Geld großen Einfluss auf die Zusammenstellung der Mannschaft hat, ist keine Überraschung.

Nur für Tom Boere haben die „Tukkers“ eine Ablösesumme bezahlt – im Falle des Angreifers vom FC Oss waren es 400 000 Euro. Alle anderen Neuzugänge wie Haris Vuckic (Newcastle United), Danny Holla (Groningen), Jorn Brondeel (Lierse SK) oder Marko Kvasina (Austria Wien) fanden ablösefrei den Weg zum FC Twente. In der Vorsaison hatte das Team von Trainer Rene Hake vor allem mit den von Manchester City ausgeliehenen Bersant Celina und Enes Ünal Glück, die in Enschede voll einschlugen.

Im Vergleich zur Aufstellung beim letzten Duell der vergangenen Spielzeit gegen Groningen fehlen aber nicht nur diese beiden Leistungsträger, sondern insgesamt gleich fünf Akteure aus der Anfangself. Das bedeutet für Coach Hake viel Arbeit bei der Zusammenstellung einer neuen Mannschaft, doch der Übungsleiter zeigte sich optimistisch: „Im letzten Jahr war die Vorbereitung eine Entdeckungstour, die bis weit in die Saison hineinreichte. Jetzt bringen die neuen Spieler Schwung in den Kader. Der Verein macht Schritte nach vorne.“

Bei der Verpflichtung der Neuen war es den Enscheder Verantwortlichen wichtig, ein Problem der Vorsaison zu beseitigen: „Wir hatten eine extrem junge Elf, die manchmal nicht resolut genug war“, erklärt Hake, der sich deshalb unter anderem für den 29-jährigen Holla entschied, der im zentralen Mittelfeld eine Schlüsselposition einnehmen soll. Wie gut die neue Twente-Mannschaft funktioniert, wird sich gleich am ersten Spieltag zeigen, denn dann geht es am 13. August sofort zum Meister Feyenoord Rotterdam.

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