Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Arminia Ochtrups Fußballer wollen die große Vereinsfamilie verlassen

Ochtrup -

Arminia Ochtrups Fußballer streben die Eigenständigkeit an. Am 18. September geht es um die Abspaltung vom SCA und gegebenenfalls um die Gründung eines neuen Vereins. Für den gibt es schon Namensvorschläge. Das übergeordnete Ziel haben die Verantwortlichen weiterhin fest im Blick.

Dienstag, 29.08.2017, 12:03 Uhr aktualisiert: 29.08.2017, 12:19 Uhr
Peter Oeinck und die Arminen-Fußballer streben eine Abspaltung der Abteilung an. Kommt es dazu, schließt sich sofort die Gründung eines neuen Vereins an.
Peter Oeinck und die Arminen-Fußballer streben eine Abspaltung der Abteilung an. Kommt es dazu, schließt sich sofort die Gründung eines neuen Vereins an. Foto: Anne Spill

Am 18. September könnte ein neues Kapitel in der Ochtruper Fußball-Geschichte aufgeschlagen werden. An jenem Montag geht es in der Vereinsgaststätte Bücker im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des SC Arminia Ochtrup um die Abspaltung der Fußballabteilung. Stimmt eine Dreiviertel-Mehrheit der dann Anwesenden der Loslösung der Kicker aus der SCA-Familie zu, findet noch am selben Abend die Gründungsversammlung eines neuen und dann selbstständigen Fußballvereins statt.

„Wir Fußballer haben uns im Mai 2016 für eine Fusion ausgesprochen und verfolgen diesen Weg weiter“, erklärt Abteilungsleiter Peter Oeinck. „Einer Abteilung eines Mehrspartenvereins fehlt jedoch die rechtliche Grundlage, an einer Fusion teilzunehmen. Daher ist als erster Schritt erforderlich, dass unsere Abteilung rechtlich selbstständig wird. Wir müssen uns also zunächst abspalten und danach einen neuen Verein ins Leben rufen“, erläutert Oeinck die Formalien.

Sofern eine Entscheidung zugunsten einer Abspaltung gefallen ist, beginnt die Gründungsversammlung eines neuen Vereins. Mit Ende des laufenden Geschäftsjahres am 1. Januar würde die Fußballabteilung offiziell aus dem SC Arminia ausscheiden und zum 1. Juli 2018 als neuer Club am Spielbetrieb teilnehmen – sofern es bis dato noch keine Fusion mit einem anderem Ochtruper Fußballverein gegeben hat. „Mit diesem Schritt gehen wir extrem in die Offensive. Ein größeres Zeichen, dass wir eine Fusion wollen, können wir nicht geben“, betont Oeinck.

Mit dem SC Arminia, den entsprechenden Verbänden und allen weiteren Entscheidungsträgern ist bereits geklärt, dass die austretende Fußballabteilung als neuer Verein die bisherigen Startplätze in den jeweiligen Ligen behält. Auch die Finanzen, Eigentümer und Nutzungsrechte der aktuellen Sportstätten gehen über. Sogar über die Namensgebung wurde schon diskutiert. Im Raum stehen 1. FC Arminia Ochtrup, OFC (Ochtruper Fußballclub) Arminia und Blau-Weiß Ochtrup. Weitere Vorschläge könnten im Rahmen einer möglichen Gründungsversammlung gemacht werden, stellt Oeinck in den Raum.

Es sei derzeit sehr spannend zu verfolgen, wie sich die Fußball-Landschaft in Ochtrup weiter entwickeln würde, so Oeinck. Wie schnell und mit welchen Ergebnissen die weiteren Fusionsgespräche mit dem FC Lau-Brechte und dem FC Schwarz-Weiß Weiner weitergehen würden, ließ der Abteilungsleiter der Arminen offen. Für ihn steht aber fest: „Bislang mussten die anderen Clubs darauf warten, einen echten Partner zu bekommen. Kommt es zu einer Abspaltung, dann haben sie ihn.“

► Die Mitgliederversammlung am 18. September beginnt um 19.30 Uhr in der Vereinsgaststätte Bücker. Stimmberechtigt sind nach der Satzung alle Arminia-Mitglieder ab 16 Jahren. Eltern oder Erziehungsberechtigte, die keine Mitglieder sind, haben kein Stimmrecht.

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