Reiten: Das Bundeschampionat der Ponyreiter in Warendorf
Anika Holtmann und Lea Palster überzeugen beim Bundeschampionat

Metelen/Ochtrup -

Einen sehr guten Eindruck hinterließen Anika Holtmann und Lea Palster am Wochenende beim Bundeschampionat der Reiter in Warendorf. Den beiden jungen Amazonen aus Ochtrup und Metelen gelang unter den Augen des Bundestrainers die Qualifikation für die Pony-Finalspringen. Dort hatten die beiden Teenager etwas Pech.

Dienstag, 05.09.2017, 16:03 Uhr aktualisiert: 06.09.2017, 14:30 Uhr
Lea Palster landete im Sattel von „Nanuk“ in der Konkurrenz der sechsjährigen Ponys auf dem sechsten Platz.
Lea Palster landete im Sattel von „Nanuk“ in der Konkurrenz der sechsjährigen Ponys auf dem sechsten Platz. Foto: Pferdebilder.de

Einen sehr guten Eindruck hinterließen Lea Palster vom ZRFV Metelen und Anika Holtmann vom RFV Ochtrup beim Bundeschampionat der Reiter in Warendorf. Die beiden Amazonen bestätigten auf dem Gelände des Bundesleistungszentrums ihr Talent und das Potenzial ihrer Springponys mit dem Einzug in die Finalprüfungen.

Für die 13-jährige Palster hätte die 24. Auflage des Championats kaum besser beginnen können. Im Sattel des sechsjährigen „Nanuk“ belegte sie sowohl in der Einlaufprüfung als auch in der Qualifikation – gesprungen wurde auf L-Niveau – den zweiten Platz. Dabei wurden ihre Auftritte im Parcours von den Wertungsrichtern jeweils mit einer 8,2 belohnt. „Ich habe einfach versucht, mir keinen Stress zu machen“, erklärte die für den ZRFV Metelen an den Start gehende Horstmarerin.

Das war leichter gesagt als getan, denn in Warendorf war schließlich nahezu die komplette deutsche Elite der Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiter versammelt. An den fünf Turniertagen starteten rund 700 Pferde und fast 500 Reiter vor den Augen von insgesamt knapp 38 000 Zuschauern.

In den Pony-Wettbewerben stellten sich Palster und Holtmann einer erfahreneren Konkurrenz. Unter den kritischen Augen von Bundestrainer Peter Teeuwen sprangen diverse Reiter, die bereits internationale Erfahrung gesammelt hatten.

In das Finale der besten 14 Paare ging Palster aufgrund ihrer starken ersten Auftritte durchaus ambitioniert. Doch an einer Steil-Steil-Kombination fiel eine Stange. „Ein ganz doofer Fehler“, ärgerte sich die Schülerin über das Missgeschick, dass sie letztlich das Startrecht für den zweiten Umlauf kostete. „Sechste im Gesamtklassement zu werden, macht mich trotzdem echt stolz“, bilanzierte Palster, die sich für die nahe Zukunft ihr erstes M-Springen vorgenommen hat.

Ebenfalls in das Finale der sechsjährigen Ponys sprang die Ochtruperin Anika Holtmann, die „Na mein Kleiner“ gesattelt hatte. In dem starken Teilnehmerfeld, das Julie Thielen (RFV Losheim) auf Top Medusa mit Wertungen von 8,70 und 9,0 gewann, reihte sich die Töpferstädterin auf Rang neun ein.

Zudem hatte die 16-Jährige mit „Na meine Kleine“ noch ein heißes Eisen bei den fünfjährigen Ponys im Feuer. Auch hier packte die Ochtruperin die Finalqualifikation. Eine 7,7 abzüglich einer 0,5 wegen eines Fehlers bescherten ihr Platz acht. „Ich bin einfach mit etwas zu viel Schwung an das zweite Hindernis ran“, analysierte die Gymnasiastin. Wäre sie ohne Abwurf geblieben, dann hätte das Rang vier bedeutet.

„Aber ich bin auch so bestens zufrieden. Zwar war es etwas stressig, mit zwei Pferden in zwei Konkurrenzen zu starten, doch das hat sich gelohnt. Wir haben mehr erreicht, als wir im Vorfeld erwartet hatten“, strahlte Holtmann.

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