Mo., 30.04.2018

Fußball: Niederländische Ehrendivision FC Twente am Tiefpunkt

Jetzt ist es Realität: Nach der 0:5-Packung in Arnheim müssen die „Tukkers“ in die 2. Liga absteigen. Das hatte sich in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet.

Jetzt ist es Realität: Nach der 0:5-Packung in Arnheim müssen die „Tukkers“ in die 2. Liga absteigen. Das hatte sich in den vergangenen Wochen schon abgezeichnet. Foto: imago/VI Images

Enschede - 

Seit Sonntag ist es bittere Realität: Nach 35 Jahren steigt der FC Twente Enschede aus der Ehrendivision ab. Bei der 0:5-Niederlage in Arnheim unterstrichen die „Tukkers“ wieder einmal, dass es ihnen in dieser Saison an der nötigen Qualität fehlte.

Von Daniel Buse

Acht Jahre nach dem Gewinn des Meistertitels ist der FC Twente Enschede in der niederländischen Fußball-Ehrendivision am Tiefpunkt angekommen: Die „Tukkers“ müssen die Liga nach der 0:5 (0:1)-Niederlage bei Vitesse Arnheim verlassen und steigen zum ersten Mal seit 35 Jahren ab. „Das ist ein außergewöhnlich trauriger Tag“, sagte Enschedes Trainer Marino Pusic, der mit seinem Team am letzten Spieltag den letzten Platz nicht mehr verlassen kann.

In Arnheim bekamen die Zuschauer in der zweiten Halbzeit noch einmal vorgeführt, warum es bei den Enschedern nicht zum Ligaverbleib reicht. „Eine Mannschaft steigt nie in nur einem Spiel, dem letzten, ab. Das ist ein Prozess, der sich durch die gesamte Saison zieht“, meinte Pusic. Twente ergab sich nach dem Seitenwechsel, die Spieler ließen die Köpfe hängen und warteten nur noch auf den Abpfiff, der ihr Schicksal besiegelte.

Dabei hatten sie noch optimistisch und bemüht begonnen. In den ersten 40 Minuten der Partie probierten die Gäste, den zum Überleben nötigen Sieg auf den Weg zu bringen. Sie hatten durch Adam Maher eine gute Schusschance (31.), doch das Tor, das sich die „Tukkers“ erhofft hatten, fiel nicht. Stattdessen kassierten sie mit der ersten Vitesse-Gelegenheit sofort das 0:1: Thulani Serero zog aus 22 Metern ab, und Enschedes Torhüter Joel Drommel reagierte gar nicht, obwohl die Kugel nicht besonders platziert abgefeuert worden war. „Dadurch bekommt das Selbstvertrauen einen Knacks“, meinte Pusic, dem es in der Pause nicht gelang, seine Mannschaft aufzurichten.

Die zweite Hälfte war aus Gästesicht ein echtes Trauerspiel: Vitesse erhöhte durch einen Kopfball von Tim Matavz (53.) und einen Abstauber von Mason Mount (67.) auf 3:0, wobei Drommel wiederum keinen guten Eindruck machte.

„Das war dann eine ganz bittere letzte halbe Stunde“, sagte Pusic zur Schlussphase der Partie, in der seine Mannschaft für die Arnheimer nur noch ein Spielball war. Bryan Linssen mit einem Seitfallzieher (71.) und Matavz mit einer Direktabnahme (88.) sorgten für die schönsten Tore eines Nachmittags, der für den FC Twente einen schlimmen Verlauf nahm.

„Wir müssen jetzt neu beginnen und noch stärker zurückkommen“, gab Pusic die erste Durchhalteparole nach dem Abstieg in die Eerste Divisie aus.

Vitesse Arnheim: Houwen – Karavaev, Kashia, Miazga (79. van der Werff), Büttner – Serero, Mount, Foor (74. Bruns) – Beerens (24. van Bergen), Matavz, Linssen.

FC Twente Enschede: Drommel – van der Lely, Bijen, Thesker, Cuevas (69. Boere) – van der Heyden (56. El Hamdaoui), Maher, Holla – Maria (72. R. Jensen), Assaidi, Tighadouini.

Tore: 1:0 Serero (40.), 2:0 Matavz (53.), 3:0 Mount (67.), 4:0 Linssen (71.), 5:0 Matavz (88.).



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