So., 06.05.2018

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Metelener bringen drei schöne Gastgeschenke mit nach Leer

Matthias Meis (r.) und seine Leerer waren am Sonntag zunächst in vielen Zweikämpfen einen Schritt schneller als Fabian Langehaneberg und seine Metelener.

Matthias Meis (r.) und seine Leerer waren am Sonntag zunächst in vielen Zweikämpfen einen Schritt schneller als Fabian Langehaneberg und seine Metelener. Foto: Marc Brenzel

Leer - 

Westfalia Leer hat das A-Liga-Derby gegen den FC Matellia Metelen mit 3:0 für sich entschieden. Dabei erwies sich die Elf aus der Vechtegemeinde als guter Gast und half bei allen drei Treffern freundlich mit. Zum allem Überfluss verschossen die Metelener noch einen Elfmeter. Drei Spieltage vor dem Saisonende muss die Matellia weiterhin um den Klassenerhalt zittern.

Von Marc Brenzel

Der SV Westfalia Leer sorgt in der Kreisliga A weiterhin für Furore. Am Sonntag gewannen die Rot-Weißen ihr Heimspiel gegen den Lokalrivalen Matellia Metelen mit 3:0 (3:0). „Wir haben die drei Punkte, wir haben keinen Gegentreffer kassiert – also lasst es krachen“, gab Trainer Thomas Overesch nach dem Abpfiff den Startschuss zur Party.

Die Leerer Qualitäten bei Standardsituationen hatte die Matellia-Abwehr anscheinend nicht auf dem Schirm: Schon nach zwei Minuten köpfte Jonas Schulte nach einem Freistoß von Pascal Iger zum 1:0 ein, in der 20. Minute leitete Matthias Hölscher mit einem weiten Einwurf das 2:0 von Lennard Raus ein (20.).

Fotostrecke: Das Derby zwischen Westfalia Leer und Matellia Metelen

„Wir haben dem Gegner schöne Geschenke gemacht. Das war dumm von uns“, ärgerte sich Metelens gelbgesperrter Spielertrainer Bertino Nacar. Und auch beim dritten Gegentreffer standen die Gäste Pate: Leers Mittelfeldmann Julian Wewers wollte in der neutralen Zone klar Schiff machen und knallte den Ball aus knapp 60 Metern Richtung Matellia-Kasten. Metelens Torsteher Sven Tolksdorf verschätzte sich komplett und ließ den Aufsetzer von der Sonne geblendet durch die Arme flutschen – 3:0 (45.).

Nach der Pause besaßen die Metelener die besseren Gelegenheiten. Ein Schuss von Steffen Krabbe sprang unglücklich nur gegen den Pfosten (48.), zudem scheiterte Lennard Van De Velde mit einem Foulelfmeter an Marvin Middendorf (65.). Spätestens da war abzusehen, dass es mit einem Matellia-Tor nichts mehr werden würde. Vielmehr erspielte sich das Heimteam noch Chancen, den Vorsprung auszubauen.

„Fußballerisch war das heute vielleicht nicht unsere beste Leistung. Aber das ist mir egal. Jetzt steht endgültig fest, dass wir nicht mehr absteigen können“, freute sich Overesch.

„Ich möchte die Leistung des Gegners auf keinen Fall schlecht reden, aber an den Toren waren wir doch zu 90 Prozent selbst beteiligt. Mitte der ersten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen, aber am Ende hat Leer den Sieg etwas mehr gewollt als wir“, bilanzierte Nacar.

Westfalia Leer: Middendorf – D. Thiemann, Eweler, J. Schulte, Hölscher – Selker (75. M. Thiemann), Raus, J. Wewers (46. M. Wewers), Iger – Meis, Laumann (58. Westerink).

Matellia Metelen: Tolksdorf – N. Van de Velde, ­Focke, Langehaneberg, Feldhues (79. Laumann) – L. Van De Velde, Krabbe (76. van Goer) – Prantler, Ernsting, Möllers (81. Junk) – Zenuni.

Tore: 1:0 J. Schulte (2.), 2:0 Raus (20.), 3:0 J. Wewers (45.).

Besonderes Vorkommnis: Middendorf hält Foulelfmeter von L. Van De Velde (65.).



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