Di., 22.05.2018

Steinfurt Abstiegskampf hält Amateurkicker in Atem

Sollte Interimscoach Bodo Gadomski mit Amisia Rheine durchs Loch gehen, hätte das auch Auswirkungen auf die Kreisligen.

Sollte Interimscoach Bodo Gadomski mit Amisia Rheine durchs Loch gehen, hätte das auch Auswirkungen auf die Kreisligen. Foto: Sven Rapreger

Kreis Steinfurt - 

Während in Sachen Meisterschaft in den Fußball-Staffeln von der Landesliga bis hinunter in die C-Ligen nahezu alle Fragen geklärt sind, entwickelt sich in puncto Kampf um den Klassenerhalt ein Herzschlagfinale am letzten Saisonspieltag am kommenden Sonntag. Die heimischen Clubs sind in unterschiedlicher Weise darin involviert.

Von Heiner Gerull

Während in Sachen Meisterschaft die Entscheidungen von der Landesliga bis hinunter zur Kreisliga C allesamt gefallen sind, hält der Kampf um den Klassenerhalt die Amateurligisten bis zum Saisonfinale am Sonntag in Atem.

Landesliga

Zwischen dem Werner SC, dem SV Burgsteinfurt, Viktoria Heiden, Westfalia Gemen und Preußen Lengerich fällt die Entscheidung, welche zwei Mannschaften die bereits als Absteiger feststehende DJK Eintracht Coesfeld in die Bezirksliga begleiten müssen. Der SV Burgsteinfurt wäre mit einem Sieg im Heimspiel gegen Coesfeld auf jeden Fall auf der sicheren Seite, weil die Stemmerter entweder Preußen Lengerich oder Viktoria Heiden – beide Kontrahenten treffen im letzten Saisonspiel aufeinander – in der Tabelle hinter sich lassen und auf einen Nichtabstiegsplatz klettern würden. Ein Unentschieden würde reichen, sollte Heiden in Lengerich verlieren. Burgsteinfurt und Heiden wären dann punktgleich. Für den SVB spräche das bessere Torverhältnis.

Bezirksliga

Mit dem 3:1-Sieg gegen den SV Wilmsberg sicherte sich der SC Altenrheine am vergangenen Spieltag Platz zwei und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga. Die Zweitplatzierten der zwölf Bezirksliga-Staffeln des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) müssen ihre Saisonabschlussfahrt verschieben, weil sie an vier Spieltagen einen Aufsteiger ermitteln. Altenrheine trifft in der ersten Runde am 31. Mai (Donnerstag) auf den TuS Bruchmühlen, Zweiter der Bezirksliga 1. Ausgetragen wird die Partie voraussichtlich an einem Ort im Fußballkreis Tecklenburg.

Am Tabellenende könnte die Ibbenbürener Spielvereinigung schon am Donnerstag den Abstieg von Amisia Rheine besiegeln. Denn sollte die ISV im Nachholspiel bei Absteiger SuS Neuenkirchen II auch nur einen Punkt holen, dann müsste Amisia im letzten Spiel beim VfL Wolbeck nicht nur gewinnen und darauf hoffen, dass die ISV und Arminia ihre letzte Partie jeweils verlieren. Zudem ginge es für Amisia auch noch darum, sein schlechtes Torverhältnis (- 34) gegenüber der ISV (- 16) und Arminia (- 24) aufzupeppen – ein wohl kaum zu erledigender Auftrag. Somit läuft alles darauf hinaus, dass neben SuS Neuenkirchen II und Germania Hauenhorst mit Amisia Rheine ein dritter Verein aus dem heimischen Fußballkreis in die Kreisliga A absteigen muss – was fatale Auswirkungen auf die Abstiegsregelung in der A-Liga hat.

Kreisliga A

Kommt es in der Bezirksliga zum „Worst Case“, also zum ungünstigsten anzunehmenden Fall, dass es drei Absteiger aus dem ST-Fußballkreis gibt, dann würde aus der 16er-Staffel fast ein Drittel der Mannschaften, nämlich fünf, in den sauren Apfel beißen. Als Tabellenzwölften träfe es auch die „Zweite“ des 1. FC Nordwalde. Für die Schützlinge von Trainer Bernd Hahn wäre das insofern bitter, weil die famose Aufholjagd mit 16 Punkten aus sechs Spielen für die Katz wäre. Im Falle eines Sieges gegen Arminia Ochtrup im finalen Saisonspiel käme die FCN-Reserve sogar auf 40 Punkte und müsste womöglich trotzdem absteigen – das hat es in der jüngeren A-Liga-Bilanz noch nicht gegeben. 40 Punkte haben auch Matellia Metelen und Preußen Borghorst auf dem Konto, wobei die Preußen den Klassenerhalt schon am Donnerstag im Nachholspiel bei Vizemeister Grün-Weiß Rheine mit wenigstens einem Punkt in trockene Tücher bringen könnten. Einen Zähler benötigt auch noch der FC Matellia Metelen im letzten Heimspiel gegen die „Zweite“ von Borussia Emsdetten, um definitiv gerettet zu sein.

Sollte es bei fünf Absteigern bleiben und der Fünftletzte punktgleich mit dem Tabellenelften oder gar -Zehnten sein, würden die betroffenen Vereine den fünften Absteiger in einem Entscheidungsspiel (bei zwei punktgleichen Clubs) oder in einer Entscheidungsrunde (bei drei punktgleichen Vereinen) ermitteln.

Kreisliga B

In Staffel 1 fehlt Eintracht Rodde noch ein Punkt, um Meisterschaft und Aufstieg einzufahren. Im Heimspiel gegen die „Zweite“ des FC SW Weiner sollte das kein Thema sein. In Staffel 2 steht der FC Galaxy als Tabellenzweiter hinter Meister SV Langenhorst/Welbergen fest, sodass Galaxy in einem Entscheidungsspiel und der Zweitplatzierte der Staffel 1, SkiClub Nordwest Rheine, den dritten Aufsteiger in die Kreisliga A ausspielen. Staffelleiter Jörg Brandhorst hat den Termin und den Austragungsort bereits bestimmt. Gespielt wird am 2. Juni (Samstag) in Hauenhorst.

Müssten die beiden B-Liga-Staffeln gleich fünf Absteiger aus der Kreisliga A aufnehmen, dann würden jeweils der Tabellenletzte und -vorletzte aus beiden Staffeln direkt in die Kreisliga C absteigen. Die Drittletzten müssten in einem Entscheidungsspiel den fünften Absteiger ermitteln. Hier deutet einiges darauf hin, als sollte die „Dritte“ des SV Burgsteinfurt in der Verlosung sein. Nach augenblicklichem Stand der Dinge träfe sie auf die Reserve des TuS Laer, die Drittletzter der Staffel 2 ist. Die „Zweite“ des FC SW Weiner ist als Vorletzter kaum mehr vor dem Abstieg zu retten.

Kreisliga C

In den C-Ligen ist alles klar. Germania Horstmar II und Borussia Emsdetten III sind Meister und steigen in die B-Liga auf. Die beiden „Vize“, Eintracht Rodde II und GW Rheine III, ermitteln in einem Entscheidungsspiel – voraussichtlich beim FC Eintracht Rheine – den dritten Aufsteiger.



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