So., 27.05.2018

Fußball FSV Ochtrup in Rotschwarz

Der erste Vorsitzende des 1. FC Arminia Ochtrup, Peter Oeinck (l.), leitete die Mitgliederversammlung. Die Anwesenden stimmten dafür, dass der neue Vereinsname „FSV Ochtrup“ lauten wird. Die Vereinsfarben werden rot/schwarz sein.

Der erste Vorsitzende des 1. FC Arminia Ochtrup, Peter Oeinck (l.), leitete die Mitgliederversammlung. Die Anwesenden stimmten dafür, dass der neue Vereinsname „FSV Ochtrup“ lauten wird. Die Vereinsfarben werden rot/schwarz sein. Foto: Alex Piccin

Ochtrup - 

Die Mitglieder des neuen Fußballvereins in Ochtrup haben sich Zeit gelassen, den neuen Namen und die neuen Vereinsfarben zu wählen. In einer holprigen Wahl bekamen „FSV Ochtrup“ und die Kombination rot/schwarz den Zuschlag. Vorsitzender Peter Oeinck weiß, dass ähnliche Turbulenzen auf ihn und sein Vorstandsteam zukommen.

Von Alex Piccin

Es war eine zähe Angelegenheit, ehe die Eckpfeiler des neuen Fußballvereins in Ochtrup feststanden. Gut eine Stunde dauerten die Abstimmungen am Sonntagabend, dann konnte Vorsitzender Peter Oeinck auf der Mitglieder- und Jugendversammlung des 1. FC Arminia Ochtrup den für die meisten Anwesenden wohl interessantesten Tagesordnungspunkt abhaken: Vereinsname und -farben. Eine knappe Mehrheit der Mitglieder votierte für „Fußball-Sport-Verein Ochtrup“, unwesentlich deutlicher fiel die Entscheidung pro rot/schwarz aus. Oeinck sah den Verlauf der Abstimmung als Omen für die kommenden Wochen und Monate.

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Der Verein ist zu enormen Leistungen fähig.

Peter Oeinck

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„Es wird zu Beginn kreuz und quer gehen. Unsere Aufgabe wird es sein, alles zu harmonisieren“, sagte der erste Vorsitzende. Damit bezog er sich auch auf die langwierige Abstimmungsprozedur, denn ihre Durchführung brachte den Vorstand gegen Ende der Veranstaltung ins Schwitzen. FC Ochtrup und FSV Ochtrup kristallisierten sich im ersten Wahldurchgang als die überwiegende Präferenz der Mitglieder heraus. In einer folgenden Stichwahl entfielen 44 Stimmen auf FSV, 43 auf FC. Bei den Farben waren gar drei Zählungen notwendig, ehe rot/schwarz mit 46 Stimmen gegenüber grün/schwarz (41) den Zuschlag erhielt. Oeinck betonte, dass die Farben der Spielkleidung von den offiziellen Vereinsfarben abweichen dürfen.

Zuvor hatte Oeinck die ersten Monate des 1. FC Arminia resümiert und war zu dem Schluss gekommen, dass „der Verein zu enormen Leistungen fähig ist und sein wird“. Verwaltungs- und Organisationsaufgaben seien Herausforderungen, die alle Beteiligten bisher gut gemeistert haben. Darüber hinaus stellt der Verein zwei neue Schiedsrichter und hat damit die Anzahl auf sieben erhöht. „Lotfy Mahmoud und Delsher Shahin spielen bei uns in der A-Jugend“, unterstrich Sportleiter Michael Schomann das junge Alter der frischen Spielleiter. Das Soll von sechs Unparteiischen ist damit erfüllt. Allerdings merkte Oeinck an, dass drei Schiris zum Teil weit über 65 Jahre alt sind und warb für weitere Interessenten an den Job an der Pfeife.

20 Prozent mehr Mitglieder

Die Mitgliederzahl hat sich seit Mitte März um 120 auf zirka 620 erhöht. „Und hier sind noch mehr“, sagte Oeinck auf einen Stapel Neuanmeldungen zeigend, die am Abend ausgefüllt wurden. Den Kassenstand definierte er als „ordentlich“, was in der Anlaufphase des neuen Vereins als positiv zu sehen sei. Mit Uwe Kreling, Oliver Bülters und Christiane Wanschers verfügt der FSV über drei neue Kassenprüfer. Für die Vorstandsarbeit wurden zudem Teile der Vereinsstruktur des FC Lau-Brechte übernommen. So gibt es ein Jugend-Orga-Team, im dem sich Jugendliche auch außerhalb des sportlichen Bereichs um andere Jugendliche kümmern. 14 weitere Personen wurden von der Versammlung in Ergänzungswahlen in den Vorstand berufen.

Fotostrecke: Der FSV Ochtrup firmiert in rot/schwarz

Die Rot-Schwarzen melden für den Spielbetrieb der kommenden Saison zwei Herren-, eine Damen- sowie eine Altherrenmannschaft an. Wie und ob es mit der „Dritten“ weitergeht, ist noch nicht abschließend geklärt. Elf Juniorenteams und vier Mädchenmannschaften werden 2018/19 am geregelten Spielbetrieb teilnehmen. Nachmeldungen für die untersten Klassen sind dabei noch später möglich. Die Trainingsplatzsituation gestaltet sich schwierig. Die Idee ist, den Sportplatz an der Lambertischule für die jüngsten Teams und jenen in der Oster bei der Gaststätte Happens Hof als Ausweichplatz zu nutzen. Stadion I soll auch zum Training freigegeben werden, allerdings nur für die leistungsorientierten Mannschaften.

Abschließend ehrte Oeinck den Trainer der dritten Mannschaft, Alexander Schwennen, in dessen Abwesenheit: „Er hat viel für die Organisation des Spielbetriebs der ‚Dritten‘ investiert.“



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