Fußball: Kreisliga B Steinfurt
FC Galaxy Steinfurt schmiert im Aufstiegsspiel ab

Rheine-Hauenhorst -

Der FC Galaxy Steinfurt hat den Aufstieg in die Kreisliga A verpasst. Im Entscheidungsspiel der beiden B-Liga-Vizemeister verlor die Elf von Trainer Nelson Venancio gegen den Skiclub Nordwest Rheine. Dabei war es vor allem das in der Höhe überraschende Ergebnis, das am Selbstbewusstsein der „Galaktischen“ nagte.

Samstag, 02.06.2018, 19:16 Uhr aktualisiert: 03.06.2018, 16:58 Uhr
Galaxys Artur Wagenleitner verlässt das Feld mit Blick nach unten. Im Hintergrund formieren sich die Kicker vom Skiclub, um den Aufstieg in die A-Liga standesgemäß zu feiern.
Galaxys Artur Wagenleitner verlässt das Feld mit Blick nach unten. Im Hintergrund formieren sich die Kicker vom Skiclub, um den Aufstieg in die A-Liga standesgemäß zu feiern. Foto: Thomas Strack

Der FC Galaxy Steinfurt hat am Samstag die wahrscheinlich schwärzesten 90 Minuten seiner noch jungen Vereinsgeschichte erlebt. Im Aufstiegsspiel zur Kreisliga A setzte es in Hauenhorst eine 0:8 (0:3)-Klatsche gegen den Skiclub Nordwest Rheine. Trainer Nelson Venancio nahm anschließend auch kein Blatt vor den Mund: „Wir hatten zu viele Totalausfälle. Das Ergebnis geht in der Höhe absolut in Ordnung.“

Beide Seiten war in der Anfangsphase anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Zehn Minuten bespitzelten sich die Akteure mehr oder weniger, ehe der Skiclub seine Karten auf den Tisch legte. Ricardo Vaz Gomes traf innerhalb von nur drei Minuten mit zwei Lupfern zum 2:0 (17./20.). Da wurde deutlich, dass die Galaktischen in der Zentrale mit dem Tempo der Rheinenser nicht mithalten können.

Unter Umständen hätte die Partie noch einmal eng werden können, als Skiclubs Außenverteidiger Julian Brüning einen Schuss von Eduard Schäfer so eben noch mit dem Rücken auf der Linie klärte (35.). „Eine der Schlüsselszenen war für mich, dass das 1:2 nicht fällt“, blickte SCNW-Coach Thomas Sandmann zurück. Dass Vaz Gomes kurz vor der Pause seinen Hattrick komplettierte, war dann der nächste Tiefschlag für den FC Galaxy.

Das Aufstiegsspiel zur Kreisliga A-Steinfurt

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  • Galaxy-Sportleiter Christian Spitthoff (l.) fand vor dem Spiel noch Zeit für ein nettes Pläuschchen.

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  • Das Schiedsrichtergespann um Max Mendrina bereitete sich gewissenhaft vor. Es hatte keine Probleme, das Spiel souverän zu leiten.

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  • Galaxy-Trainer Nelson Venancio hatte alles Wissenswerte auf seinem Spickzettel.

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  • Die Hauenhorster Ordner machten sich so ihre Gedanken, ob die Partie rechtzeitig angepfiffen werden kann.

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  • Vor dem Kassenhäuschen hatte sich eine nette Schlange gebildet. Rund 800 zahlende Zuschauer waren in den Hauenhorster Waldpark gekommen. „Kinder und Frauen nicht mitgerechnet“, versicherte Staffelleiter Jörg Brandhorst.

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  • Der FC Galaxy Steinfurt bekam Unterstützung von seiner Damen-Mannschaft. Die nahm ihren Abstieg aus der Bezirksliga nicht ganz so ernst.

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  • Skiclub-Edelfan Steffen Leugering „dreht am Rad“ und heizt die Stimmung ein.

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  • Auch zu Besuch: die Mannschaft vom B-Liga-Meister Eintracht Rodde.

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  • Die Ruhe vor dem Sturm im Block der Club-Fans.

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  • Nelson Venancio (.l.) und sein Co Nuno Vilas-Boas gehen kurz vor dem Anpfiff die letzten Details durch.

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  • Das machen Skiclub-Coach Thomas Sandmann sowie seine engsten Vertrauten Joel Marinho und Horst Hüttermann (r.) genauso.

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  • Der Skiclub feiert im September seinen 50. Geburtstag. Was ganz oben auf der Wunschliste steht, war klar.

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  • Der Einmarsch der Gladiatoren.

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  • Shake-Hands zur Begrüßung.

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  • Die Galaxy-Fußballerinnen waren da noch bester Dinge.

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  • Aber auch beim Skiclub wurde sich vor Vorfreude schon die Hände gerieben.

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  • Auf die Bande zu hauen, dass hatten die zahlreich erschienenen Club-Supporter bestens drauf.

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  • Skiclubs Julian Brüning (l.) kann die Flanke von Marcel Kling nicht verhindern, hatte aber ansonsten alles im Griff.

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  • Der ehemalige Oberliga-Kicker Ingo Kühs (2.v.r.) hatte in den Luftduellen stets die Vorteile auf seiner Seite.

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  • In der Anfangsphase passierte nicht viel. Entsprechend ruhig war es auf den Bänken und der Tribüne.

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  • Im Mittelfeld ging es gut zur Sache.

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  • Dann war es passiert: Die Rheiner bejubeln das 1:0 von Ricardo Vaz Gomes.

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  • Die Galaxy-Deckung sah dabei nicht gut aus.

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  • Darüber wurde auch auf den Rängen gefachsimpelt.

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  • Skiclub-Keeper Robin Oberfeld strahlte viel Sicherheit aus.

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  • Matthias Schäfer spielte beim FCG hinter den Spitzen.

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  • Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer dürfen die „Wintersportler“ schon wieder jubeln.

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  • Galaxys-Innenverteidiger Steffen Treus kann es nicht fassen.

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  • „Ballermann-Stimmung“ beim Gegner.

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  • Das 2:0 sorgt beim mehrfachen Fast-Aufsteiger aus der Emsstadt für Erleichterung.

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  • Galaxy-Keeper Rezan Osmanoglu schreit seine Wut heraus. Für ihn war es das letzte Spiel seiner Karriere.

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  • Abdallah Etri (l.) behauptet den Ball gegen Patrick Engelkes.

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  • Auf dem rechten Flügel des FCG lieferten sich die beiden diverse Zweikämpfe, die aber fair geführt wurden.

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  • Carlos Andrade, ehemals Coach des 1. FC Nordwalde und Preußen Borghorst, diskutiert mit dem ehemaligen Galaxy-Akteur Jakob Conardi (r.) die wichtigsten Szenen der ersten Halbzeit.

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  • Ingo Kühs feiert sein 4:0 mit seinem Torwart Robin Oberfeld.

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  • Zu diesem Zeitpunkt wusste Galaxy-Trainer Nelson Venancio, dass „die Messe gelesen ist“.

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  • Nur eine Minute später sieht Eduard Schäfer wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

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  • Zeit, zu gehen.

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  • Onur Isikyol (r.) im Zweikampf mit Skiclubs Matthias Löcke.

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  • Rezan Osmanoglu stemmte sich gegen eine noch höhere Niederlage.

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  • Zu diesem Zeitpunkt war die Spannung schon raus.

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  • Entsprechend leise wurde es auf der Tribüne.

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  • Man of the Match: Ricardo Vaz Gomes erzielte vier Treffer und wurde in der 64. Minute unter großem Applaus ausgewechselt.

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  • Wer es tagen kann . . .

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  • Jubel an der Seitenlinie: Ingo Kühs und Torwarttrainer Alexander „Katze“ Schmitz.

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  • Die Clubberer hielten die Konzentration hoch und ließen hinten nichts mehr anbrenne.

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  • Und auch vorne blieben sie aktiv.

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  • Giacomo Sandmann trifft zum 8:0. Das macht seinen Vater und Club-Coach Thomas mächtig stolz. Nächste Saison geht es nun gegen Vereine wie Amisia Rheine, GW Rheine oder Germania Hauenhorst.

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  • Architekt des Erfolges: Thomas Sandmann hatte den Skiclub bereits 2002 von der C- ind die B-Liga geführt.

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  • Dafür bekam der „Noch-49-Jährige“ eine Sektdusche.

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  • Große Jungs, große Gläser . . .

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  • Sandmann reißt Sascha Reiners, der Trainer der zweiten Mannschaft um.

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  • Dennis Taylor wurde beim FC Galaxy zur Pause eingewechselt. Der Stürmer hatte den Ehrentreffer auf dem Fuß.

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  • Die Stemmerter wollen in der nächsten Saison einen neuen Anlauf versuchen.

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  • Das 0:8 wollen Nuno Vilas Boas und Matthias Schäfr (l.) schnell vergessen machen.

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  • Nelson Venancio ärgerte sich über die taktischen Undiszipliniertheiten seiner Elf. „Vielleicht waren wir in dieser Saison noch nicht so weit“, mutmaßte der Trainer.

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  • Sportleiter Christian Spitthoff wird sicherlich seinen Teil dazu beitragen, dass der FC Galaxy gut aufgestellt in die Saison 2018/19 geht.

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  • Eduard (l.) und Matthias Schäfer sollten auch dann zu den Leistungsträgern gehören.

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  • Steffen Treus geht vom Feld, im Hintergrund wird sich umarmt.

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  • Yannik Heskamp hat ein „heißes Eisen“ in der Hand.

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  • Eins, zwei, Oberkörper frei . . .

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  • Rezan Osmanoglu steht dem FCG demnächst nicht mehr zur Verfügung. Nach Stationen bei Borussia Emsdetten, dem SV Mesum und Arminia Ochtrup beendet der Torwart seine Laufbahn nun beim FC Galaxy Steinfurt.

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  • Hannes Roß peitscht die Clubberer ein.

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  • Abdallah Etri ist enttäuscht.

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  • Ein Foto für die Geschichtsbücher: Der Club geht steil.

    Foto: Thomas Strack

Venancio hatte aber noch nicht vor, das Handtuch zu werfen und brachte nach der Pause drei frische Kräfte. Der Vizemeister der B-Liga, Staffel 2, kam ganz ordentlich in den zweiten Abschnitt, doch mit dem Toreschießen waren wieder die „Wintersportler“ an der Reihe: Nach einem Freistoß von Vaz Gomes stand die FC-Deckung schlecht, und Ingo Kühs köpfte zum 4:0 ein (59.). „Danach war die Messe endgültig gelesen. Was mich ärgert ist, dass wir dann trotzdem noch nach vorne spielen. So haben wir dem Gegner zu weiteren Toren eingeladen“, kritisierte Venancio nach dem Schlusspfiff.

So mussten die Steinfurter in Unterzahl – Eduard Schäfer hatte die Ampelkarte gezeigt bekommen – noch weitere bittere Pillen schlucken. Vaz Gomes mit seinem vierten Treffer (61.), Niklas Heckmann (73.), Timo Schadwill (78.) und Giacomo Sandmann (87.) schraubten das Resultat in ungeahnte Höhen. Galaxy-Keeper Rezan Osmanoglu verhinderte in seinem letzten Spiel sogar noch Schlimmeres. Auf der Gegenseite hätten Matthias Schäfer mit einem Pfostentreffer sowie Dennis Taylor wenigstens noch für das Ehrentor sorgen können, doch der FCG steckte da schon zu tief im schwarzen Loch, um das Resultat schönen zu können.

„Das war ein richtig starkes Spiel von uns. Die Basis war, dass wir in der Abwehr überhaupt nichts anbrennen lassen haben“, strahlte Club-Coach Sandmann, der die Mannschaft damit im 50. Jahr des Vereinsbestehens zum ersten Mal überhaupt in die A-Liga geführt hat.

FC Galaxy Steinfurt: Osmanoglu – Etri, Treus (46. Wagenleitner), Krause (46. Abu Hamid), Friesen, Kling (46. Taylor) – Barbato, E. Schäfer, Yilbasi – M. Schäfer – Isikyol.

Skiclub Nordwest Rheine: Oberfeld – Ju. Brüning, Kühs (67. Schadwill), Löcke, Determeyer – Möller, Ja. Brüning – Kunze (38. Heckmann), G. Sandmann, Engelkes – Vaz Gomes (64. Rottewert).

Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Vaz Gomes (17./20./42.), 0:4 Kühs (54.), 0:5 Vaz Gomes (61.), 0:6 Heckmann (73.), 0:7 Schadwill (78.), 0:8 G. Sandmann (87.).

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Galaxys Eduard Schäfer (62., widerholtes Foulspiel).

Zuschauer: 800 (zahlende, ohne Frauen und Kinder).

Schiedsrichter: Maximilian Mendrina – Philipp Romahn, Steffen Raus.

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