Di., 19.06.2018

Mehr potenzielle Nachrücker als freie Plätze Starke Wilmsberger Saison

Volles Pfund: Mannschaftskapitän Niclas Ochse und der SV Wilmsberg spielten eine starke Bezirksliga-Saison 2017/18.

Volles Pfund: Mannschaftskapitän Niclas Ochse und der SV Wilmsberg spielten eine starke Bezirksliga-Saison 2017/18. Foto: Thomas Strack

Borghorst - 

In der abgelaufenen Bezirksliga-Saison war Westfalia Kinderhaus das Maß aller Dinge. Zu den Mannschaften, die positiv überraschten, zählt aber auch der SV Wilmsberg.

Von Heiner Gerull

Diese Zahlen lügen nicht. Wer den Blick auf die Abschlusstabelle der Fußball-Bezirksliga richtet, erkennt rasch und unmissverständlich die Aussage, die diese Ziffern vermitteln. Westfalia Kinderhaus behauptete sich mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze, schoss fast doppelt so viele Tore wie Vizemeister SC Altenrheine und erwies sich in nahezu allen Teilbilanzen als absoluter Krösus – keine Frage, dass sich der Club aus Münsters Norden Meisterschaft und Aufstieg redlich verdient hat. Denn in jeder Hinsicht war Kinderhaus in der abgelaufenen Saison das Maß aller Dinge.

Der Durchmarsch der Kinderhauser überrascht kaum. Denn als es vor Saisonbeginn darum ging, die Meisterschaftsfavoriten zu benennen, hatten alle Trainer die Münsteraner auf ihrem Zettel. Im Gegensatz dazu wurde Emsdetten 05 den hohen Erwartungen nicht gerecht. Der Traditionsclub wurde nach dem Abstieg aus der Landesliga als Mitfavorit gehandelt, doch – auch aufgrund erheblicher Verletzungssorgen – vermochte sich die Mannschaft nicht im Kreis der Top-Teams zu etablieren.

Beim SV Wilmsberg hatten sich im vergangenen Sommer mehrere Leistungsträger verabschiedet. Auch deshalb verzichteten die Piggen darauf, nach außen hin ein Saisonziel zu proklamieren. Im Nachhinein bleibt festzuhalten, dass sich der personelle Umbruch des Kaders erstaunlich reibungslos und ohne merklichen Substanzverlust vollzog. Was ein Indiz dafür ist, dass der Wilmsberger Trainerstab mit seinen Personalentscheidungen richtig lag.

Nach Abschluss der Hinrunde hatten sich die Piggen als Tabellenzweiter sogar an die Fersen von Spitzenreiter Westfalia Kinderhaus geheftet, und auch im Frühjahr, als die Wilmsberger fünf Nachholspiele in der Hinterhand hatten, war Platz zwei und die sich immer deutlicher abzeichnende Aufstiegsrelegation eine Option. Dass es am Ende Tabellenplatz fünf wurde, ändert nichts an der grundsätzlichen Einschätzung, dass der heimische Bezirksligist eine starke Saison gespielt hat.

Ganz sicher gilt das auch für den SC Altenrheine, der bekanntlich erst mit dem letzten Elfmeter in der Aufstiegsrelegation gescheitert war, sowie für Vorwärts Wettringen und den SC Greven 09.

Bemerkenswert ist die Entwicklung, die sich innerhalb der vergangenen Saison bei Germania Hauenhorst vollzog. Rangierte die Mannschaft aus dem Rheiner Stadtteil nach Abschluss der ersten Halbserie als Tabellenneunter noch im gesicherten Mittelfeld, erfolgte nach der Winterpause ein Totalabsturz, der schließlich zum Abstieg führte.

Schon jetzt darf man gespannt darauf sein, wie sich die Neulinge in der bevorstehenden Saison 2018/19 behaupten werden. Mit Meister Westfalia Kinderhaus sowie den Absteigern SuS Neuenkirchen II, Hauenhorst und Amisia verabschieden sich vier Clubs aus der Bezirksliga. Die Zahl der potenziellen Nachrücker ist höher als die der vorhandenen freien Plätze. Mit dem SV Burgsteinfurt und Preußen Lengerich kommen zwei Absteiger aus der Landesliga hin­unter, die dem klassischen Kerngebiet der Bezirksliga 12 zuzurechnen sind. Gleiches gilt für den A-Liga-Meister aus dem Fußballkreis Tecklenburg, Cheruskia Laggenbeck. An den Laggenbeckern führt allein schon deshalb kein Weg vorbei, weil sie in 2018/19 mit Arminia und der ISV das Ibbenbürener Dreigestirn in der Bezirksliga 12 bilden. Vierter sicherer Anwärter für einen Platz in dieser Staffel ist Germania Horstmar, Meister der Kreisliga A Steinfurt.

Neben diesen vier Clubs gibt es aber weitere, die einen Platz in der Staffel begehren. Dazu zählen die SG Telgte, Meister der Bezirksliga Münster, sowie die beiden Eper Clubs Vorwärts und FC. Beide würden gerne von der Bezirksliga 11 („Emsland“) in die Staffel 12 wechseln. Kompromissfähigkeit wird vonnöten sein, denn gewiss werden sich nicht alle Wünsche erfüllen lassen.



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