Do., 28.06.2018

Tischtennis: Die Senioren-WM in Las Vegas „Aussis“ verhindern Gold-Coup der Langer-Brüder

Bei der 19. Tischtennis-Weltmeisterschaft der Senioren im Convention Center in Las Vegas holten sich Horst (l.) und Jürgen Langer in der Altersklasse Ü 75 die Bronzemedaille.

Bei der 19. Tischtennis-Weltmeisterschaft der Senioren im Convention Center in Las Vegas holten sich Horst (l.) und Jürgen Langer in der Altersklasse Ü 75 die Bronzemedaille. Foto: TTV Metelen

Metelen - 

In der Wüste von Nevada sind Horst und Jürgen Langer auf Bronze gestoßen. Bei der Weltmeisterschaft der Tischtennis-Senioren in Las Vegas landete das Brüder-Paar aus Metelen in der Altersklasse Ü 75 auf dem dritten Platz. Im Halbfinale vereitelte ein starkes australisches Duo, dass die Langers ihr zweites WM-Doppel-Gold nach 2010 gewannen.

Von Marc Brenzel

Horst und Jürgen Langer sind mit Edelmetall von der Tischtennis-WM der Senioren zurückgekehrt. Zu Gold reichte es für das Duo in Las Vegas zwar nicht, doch auch die Bronzemedaille kann sich für die beiden Brüder, die beim TTV Metelen groß geworden sind, sehen lassen.

Erstmals seit 2012 gingen die Langers wieder bei einer Weltmeisterschaft Seite an Seite an den Start. Das große Ziel war, nach 2010 wieder Gold zu gewinnen. Damals hatten Horst (78) und sein drei Jahre jüngerer Bruder Jürgen im chinesischen Hohhot in der Altersklasse M 65 den Titel geholt.

Für die beiden ehemaligen Bundesliga-Akteure des TTV Metelen begann der Wettbewerb vielversprechend. Ohne Satzverlust überstanden die Langers die Vorrunde. Dabei machte sich schon hier das konzentrierte Training im Vorfeld der WM bemerkbar. Mit zwei glatten Siegen gegen ein schweizerisch-ungarisches Duo sowie gegen eine deutsch-österreicherische Paarung spielten sich die Langers in die Runde der letzten Acht vor.

Somit fehlte ihnen noch ein Sieg, um eine Medaille sicher zu haben. 2012 in Stockholm hatten die Langers im Viertelfinale gegen zwei Südkoreaner verloren, doch diesmal ließen die beiden Deutschen nichts anbrennen. Gegen Dietmar Graul (SV Boksdorf) und den ehemaligen DDR-Meister Wolfgang Schmidt feierten sie ein 3:0 (11:9, 11:7, 13:11).

Im Halbfinale kam es zum Kräftemessen mit den topgesetzten Australiern Igor Klaf und Dr. Buddy Read. Die beiden Melbourner sind bei den Table Tennis Veterans große Nummern. 2016 in Alicante holten sie WM-Silber, zudem gewann Reid Gold im Einzel. Der Mediziner blickt ohnehin auf eine interessante sportliche Laufbahn zurück, denn in den 60er Jahren war er Kapitän der Cricket Nationalmannschaft von Ceylon, dem heutigen Sri Lanka.

Die ersten beiden Durchgänge waren hart umkämpft, wobei die Langers Satz eins (13:11) und die „Aussies“ Satz zwei (12:10) für sich entschieden. Danach bewiesen die Australier den längeren Atem und holten sich die Sätze drei und vier mit 11:4 und 11:9. Anschließend entschieden sich auch das Finale gegen Siegfried Lemke und Uwe Wienprecht mit 3:2 für sich.

In der Einzelkonkurrenz zählte Horst Langer zum erweiterten Favoritenkreis, während Jürgen dezentere Ziele formulierte: „Ich wäre froh gewesen, unter die besten 16 zu kommen.“

Diesen kleinen Traum erfüllte sich der pensionierte Lehrer nicht. Mit einer 2:1-Bilanz in den Gruppenspielen ging es für Jürgen Langer auf den beschwerlichen Weg der „Ungesetzten“. Dort war nach einem 3:0 gegen den US-Amerikaner Bill Ukapatayasakul dann gegen den Taiwanesen Chang Tseng-Hsiung Schluss (1:3).

Horst Langer kam dem Edelmetall im Einzel deutlich näher. Als Sieger seiner Vorrundengruppe war er direkt für die Runde der letzten 64 qualifiziert. Einen Brasilianer und einen Hong-Kong-Chinesen schaltete der Rechtshänder noch aus, doch im Achtelfinale schied Langer etwas unglücklich gegen den Ecuadorianer Germanico Echeverria mit 5:11 im Entscheidungssatz aus.



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