Sa., 30.06.2018

Reiten: Die Metelener Reitertage Hochspannendes S-Springen in Metelen mit zwei Siegern

Kurios: Atsushi Sakata (l.) und Thomas Holz bewältigten den Parcours in der Siegerrunde in der exakt gleichen Zeit.

Kurios: Atsushi Sakata (l.) und Thomas Holz bewältigten den Parcours in der Siegerrunde in der exakt gleichen Zeit. Foto: Marc Brenzel

Metelen - 

Das hat es bei den Metelener Reitertagen so noch nie gegeben. Der Grevener Thomas Holz sah schon wie der sichere Sieger aus, doch die Rechnung hatte er ohne einen seiner ehemaligen Schüler gemacht. Und daher gab es am Ende ein ganz kurioses Ergebnis.

Von Marc Brenzel

Der Samstag endete in der Metelener Heide mit einem großen Paukenschlag. Thomas Holz hatte den ersten Platz des S*-Springens mit Siegerrunde fast schon in der Tasche, doch dann kam Atsushi Sakata. Der Japaner egalisierte auf Casarinjo mit dem letzten Ritt der Prüfung die 32.64 Sekunden von Holz. Damit war klar – die beiden Reiter vom RFV Greven teilen sich mit exakt der gleichen Zeit Platz eins.

Fotostrecke: Das erste S-Springen der Metelener Reitertage 2018

Melanie Pierzina und Günther Dieks hatten den 23 startenden Paaren einen kniffligen Parcours gebaut. 420 Meter, zwölf Hindernisse und 14 Sprünge galt es zu bewältigen. Fehlerfrei gelang das sieben Startern. Da aber nur ein Viertel des Teilnehmerfeldes in die Siegerrunde aufrücken durfte, fiel mit dem Mettinger Kai Antonius Reckmann und seinem Tornado das langsamste „Nuller-Paar“ hintenüber.

Im „Finale“ der besten Sechs legten Holz und sein Cassano vor. Mit 32.64 Sekunden hievte das Duo die Latte enorm in die Höhe. An dieser Vorgabe bissen sich die folgenden Starter die Zähne aus. Zwar blieben Greta Reinacher (Osterwick) und Massimo Bonomi (RFV Wodan Damm) auch ohne Abwurf, aber ihre Zeiten waren wesentlich schlechter. Doch Holz, der schon im Vorjahr zwei S-Konkurrenzen in Metelen gewonnen hatte, musste sich den obersten Treppchenplatz teilen. Dafür sorgte ausgerechnet sein ehemaliger Schüler Atsushi Sakata, der Holz noch ein-, aber nicht überholte.

„Das ist eine riesengroße Überraschung für mich. Thomas ist so ein guter und schneller Reiter – ich hätte nie damit gerechnet, dass ich an ihn rankomme“, strahlte der Reiter aus dem Land des Lächelns.

„Ich will immer gewinnen, aber dass wir uns jetzt Platz eins teilen, freut mich“, resümierte Holz, der den aus Osaka kommenden Sakata zwei Jahre lang ausgebildet hatte. „Das Ergebnis zeigt, dass ich wohl doch kein ganz schlechter Lehrmeister bin. Nicht umsonst hat er mir es auf die Hundertstel Sekunde nachgemacht.“



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