Fr., 17.08.2018

Fußball: Kreisliga A Steinfurt Niehues in neuer Doppelrolle

Tim Niehues (r.) spielt in der kommenden Saison nicht mehr im blauen Trikot. Demnächst zieht der neue Co-Trainer des FSV Ochtrup ein rot-schwarzes Jersey über.

Tim Niehues (r.) spielt in der kommenden Saison nicht mehr im blauen Trikot. Demnächst zieht der neue Co-Trainer des FSV Ochtrup ein rot-schwarzes Jersey über. Foto: Thomas Strack

Ochtrup - 

In Ochtrup tut sich was: Der FSV hat den SC Arminia abgelöst und fiebert seinem ersten Punktspiel entgegen. Neu besetzt worden ist auch der Posten des Co-Trainers. Diese Rolle nimmt nun Tim Niehues ein, der gleichzeitig im Angriff wirbeln soll. Im Interview erklärt der 31-Jährige, was er sich sportlich nah- und mittelfristig wünscht.

Lange dauert es nicht mehr, dann verewigt sich der FSV Ochtrup in der Historie des Punktspielbetriebs des Fußballkreises Steinfurt. Im Vorfeld der Auftaktpartie des neuen Vereins aus der Töpferstadt am Sonntag bei Borussia Emsdetten II sprach WN-Sportredakteur Marc Brenzel mit Tim Niehues. Der 31-Jährige hat beim Vorgängerverein Arminia Och­trup sportlich gute und schlechte Zeiten mitgemacht, beim FSV übernimmt er jetzt in doppelter Funktion Verantwortung.

Herr Niehues, am Sonntag steht das erste Punktspiel des FSV Ochtrup überhaupt auf dem Programm. Merken Sie im Vorfeld, dass aufgrund der Neugründung ein Ruck durch Ochtrup gegangen ist?

Tim Niehues: Von einem Ruck möchte ich nicht sprechen. Dafür hätten sich die anderen Vereine an einer Fusion beteiligen sollen. Das haben sie leider nicht. Aber ich merke schon, dass sich in Ochtrup etwas tut. Gerade im Nachwuchsbereich ist beim FSV viel in Bewegung. Da gibt es eine Menge guter Trainer und Verantwortlicher wie zum Beispiel Nelson da Costa, Stefan Dinkhoff, Stefan Ulrich oder Michael Schomann.

Mit Ihren 31 Jahren dürfte Ihr Fokus aber momentan noch auf dem Seniorenbereich liegen, oder?

Niehues: Auf jeden Fall. Drei, vier Jahre möchte ich noch gerne spielen. Am liebsten wäre mir, wenn wir in diesem Zeitraum einmal in die Bezirksliga aufsteigen könnten.

Wie realistisch ist das kurzfristig?

Niehues: Einen Durchmarsch schließe ich aktuell aus. Dafür ist die A-Liga in der kommenden Saison mit den drei Absteigern aus der Bezirksliga vermutlich zu stark. Aber warum sollte in Ochtrup in fünf bis zehn Jahren nicht die Landesliga möglich sein? Der SC Arminia war in den vergangenen Jahren mehr ein Verein, der Spieler abgegeben hat. Beim FSV könnte sich das ändern. Die neuen Strukturen oder das geplante neue Sportzen­trum versprühen schließlich viel Attraktivität und könnten gute Leute anlocken beziehungsweise andere zu einer Rückkehr bewegen.

Welchen Eindruck haben Sie vom aktuellen Kader?

Niehues: Einen wirklich guten. Die Jungs, die aus dem Kreis Coesfeld dazugekommen sind, machen sportlich und vor allem auch menschlich einen super Eindruck. Marcel Strübing ist ein exzellenter Sechser, Jonas Averesch hat in der Jugend von Preußen Münster im Tor gestanden, Lukas Höseler ist ein echter Strafraumstürmer, und Martin Ahlers verstärkt uns auf der Außenbahn. Dazu kommen natürlich unsere eigenen jungen Leute. Zum Beispiel Mohammed Sylla, der ein richtig Guter ist.

Und der jüngst im Pokalspiel beim FC Lau-Brechte das erste Pflichtspieltor des FSV geschossen hat, also damit Geschichte geschrieben hat . . .

Niehues (lacht): Moment mal. Da zählen nur Tore in Meisterschaftsspielen.

Melden Sie Ansprüche an?

Niehues: Ach, wenn der Trainer mich Sonntag in Emsdetten aufstellt . . .

Sie haben als neuer Co-Trainer ja jetzt Mitspracherecht. Wie kam es dazu, dass Sie jetzt sowohl als Stürmer als auch als Assistent fungieren?

Niehues: Da Stefan Ulrich in den Jugendbereich gegangen ist, ist dieser Posten frei geworden. Unserer Trainer Frank Averesch hat mich dann gefragt.

Und wie läuft es bisher?

Niehues: Ich denke, ganz gut. Aber klar ist auch, dass ich so einem Mann wie Stefan nicht gleichwertig ersetzen kann. Der hat das ja beinahe Jahrzehnte gemacht.

Wie wird es sich anfühlen, erstmals unter dem Namen „FSV Ochtrup“ und nicht mehr als Armine aufzulaufen?

Niehues: Das dürfte tatsächlich ein etwas anderes Gefühl sein. Zumal wir ja jetzt nicht mehr in Blau spielen, sondern in Rot und Schwarz. Aber mir als Fan von Bayer Leverkusen passt das ganz gut.



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