Di., 21.08.2018

Tischtennis: NRW-Liga Von wegen Grünschnabel: Tim Feldhues führt mit 22 Jahren die Geschäfte.

Gut vernetzt und in Kontakt mit den Sponsoren zu sein, ist eine der Hauptaufgaben von Geschäftsführer Tim Feldhues.

Gut vernetzt und in Kontakt mit den Sponsoren zu sein, ist eine der Hauptaufgaben von Geschäftsführer Tim Feldhues. Foto: Arminia Ochtrup

Ochtrup - 

Bei der Tischtennisabteilung SC Arminia Ochtrup ist es eine gute Tradition, dass Sportler und Ehrenamtliche schon früh in die Bresche springen. Bestes Beispiel dafür ist Tim Feldhues: Der ist gerade erst einmal 22 Jahre alt und schon Geschäftsführer. Eine Arbeit, die dem angehenden Studenten trotz der großen Verantwortung jede Menge Spaß macht.

Von Marc Brenzel

Dem Nachwuchs in jeder Hinsicht viel Verantwortung zu übertragen – dieser Leitlinie folgt die Tischtennisabteilung des SC Arminia Ochtrup. So auch auf der Führungsebene, wo sich der Vorstand um Timo Scheipers immer mehr verjüngt hat. Einer, der in erster Reihe arbeitet, ist Tim Feldhues. Mit seinen gerade einmal 22 Jahren bekleidet er die Rolle des Geschäftsführers. „Echt bemerkenswert, denn eigentlich haben diesen Posten in den meisten anderen Vereinen gestandene Persönlichkeiten inne. Tim ist der beste Beweis, dass es heute auch für junge Leute möglich ist, sich ehrenamtlich zu engagieren“, hält Scheipers ganz große Stück auf Feldhues.

Ein Loblied kann Feldhues aber auch auf seinen Abteilungsleiter singen: „Timo besitzt enorme Überredungskünste. Er hat mir das damals so verpackt, dass das mit Geschäftsführer gar nicht so viel Arbeit wäre . . .“ Aber Feldhues wurde erstmal eines Besseren belehrt. „Das war am Anfang doch wohl kompliziert, weshalb ich auch ein bisschen Respekt vor dem Job hatte“, erinnert sich der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte.   Aber Hilfe gab es von Vater Andreas, dessen Amt als Geschäftsführer Tim übernahm. „Papa und Ralf Bröker, der bei uns im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, haben mir das Wesentliche gezeigt. Zum Beispiel, wie ich am besten die Gespräche mit unseren Sponsoren sowie mit möglichen neuen Unterstützern führen kann“, so Feldhues Junior.

„Tim hat sich da ganz akribisch reingearbeitet und macht das inzwischen total selbstständig. Zudem behält er die Finanzen im Blick, steht da im Austausch mit unserem Kassierer Manfred Zeptner und engagiert sich auf sportlicher Ebene als Teamsprecher unserer dritten Mannschaft oder hilft im Trainingsbetrieb aus“, berichtet Scheipers.

Wie viele Stunden pro Woche Feldhues für den SC Arminia investiert, kann er nicht genau sagen. „Während der Saison ist das weniger, dafür in der Sommerpause und im Vorfeld von Großereignissen wie zuletzt der Westdeutschen Meisterschaft mehr“, erklärt der Ochtruper, der demnächst in Münster ein Lehramtsstudium (Ökonomie/Mathematik) aufnehmen möchte.

Dieser neue Lebensabschnitt beeinträchtigt Feldhues` Ehrenamt nicht. Warum auch? „Die Zeit dafür nehme ich mir. Die Arbeit wird gewürdigt, und ganz so schlecht liest sich das später in einem Lebenslauf ja auch nicht“, schmunzelt der Armine. „Das Wichtigste ist aber, dass es mir Spaß macht. Und die habe ich in unserem jungen Team. Mit Bennett Leusder als stellvertretendem Abteilungsleiter, Celine Weitkamp, Ben Bröker oder Jonas Klemm haben wir ja viele Jüngere, die sich reinhängen.“

Aber auch über die Abteilungs- und Vereinsgrenzen hinaus bringt sich Feldhues ein. Er gehört zum Organisationsteam der Ochtruper Sportgala und trug seinen Teil dazu bei, dass das Event in der Stadthalle im März ein voller Erfolg war. „Da würde ich gerne weitermachen. Falls das gewünscht wird natürlich“, betont Feldhues. Aber warum soll das nicht gewünscht sein? Junge Ehrenamtler mit Know-how sind heiß begehrt.



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