Fr., 24.08.2018

Fußball: Ochtruper Comedian heuert beim FC Galaxy Steinfurt an Ochtrups Amjad Abu-Hamid geht jetzt richtig steil – auch beim FC Galaxy

Ab dem 19. September ist Amjad Abu-Hamid auf großer Solotournee. Die führt den Fußballer aus Ochtrup unter anderem in das Münsterland.

Ab dem 19. September ist Amjad Abu-Hamid auf großer Solotournee. Die führt den Fußballer aus Ochtrup unter anderem in das Münsterland. Foto: Fabian Stürtz

Ochtrup/Burgsteinfurt - 

Amjad Abu-Hamid hat es richtig vor: Ab dem 19. September geht der Ochtruper Comedian erstmals als Solokünstler auf Deutschland-Tournee. Aber auch fußballerisch greift der 30-Jährige wieder an. Beim FC Galaxy Steinfurt will der ehemalige Oberligaspieler mitkicken – wenn es seine Termine auf der Bühne zulassen.

Von Marc Brenzel

Amjad Abu-Hamid startet durch. Am 19. September beginnt die große Deutschland-Tournee des Ochtruper Comedians. Und die steht unter dem Motto „Lachen verbreiten, Angst vermeiden“. Parallel lässt der 30-Jährige beim B-Ligisten FC Galaxy Steinfurt seine zweite große Leidenschaft wieder aufleben – den Fußball.

„Mann, seit ich vor dreieinhalb Jahren mit der Comedy angefangen bin, habe ich 21 Kilo zugenommen. Ich muss was tun“, lacht Abu-Hamid über sich selbst. Selbstironie ist ohnehin die große Stärke des Ochtrupers, der in seinem neuen Programm mit den kulturellen Unterschieden der Araber und der Deutschen kokettiert.

Das Konzept kommt an, nicht umsonst geht „Amjad“ – so schlicht und einfach lautet der Künstlername – erstmals als Solokünstler auf Tournee. Gestartet wird im bekannten Münchner Wirtshaus am Schlachthof. Anschließend führt es den Töpferstädter quer durch die Republik, wobei er unter anderem Station in Borghorst (28. September, Soccerworld) und Gronau (29. September, Latüchte) macht.

Auf mehr als 100 Bühnentermine bringt es Abu-Hamid mittlerweile im Jahr. Viel Zeit bleibt da nicht, dem Hobby mit dem runden Lederball zu frönen. Doch der beim SC Arminia groß gewordene Rechtsfuß hat was vor. „Die Vorbereitung lief echt gut für mich. Wenn es zeitlich irgendwie geht, will ich natürlich auch in der Meisterschaft kicken“, stellt er klar. „Am liebsten als Innenverteidiger. Ich glaube, dass passt.“

Dass der Unterhaltungskünstler die besten Voraussetzungen für die B-Liga mitbringt, dürfte klar sein. Davon zeugen nicht zuletzt seine Jahre in der Landesliga beim SV Burgsteinfurt und in der Oberliga bei SuS Neuenkirchen. „Damals war ich aber noch gertenschlank, da konnte ich die Bahnen rauf und runter rennen“, erinnert sich Abu-Hamid gerne an eine schöne Zeit zurück – und das trotz dreier Kreuzbandrisse.

Nach seiner Ausbildung zum Automobilkaufmann, einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt (Schwerpunkt Marketing) und einer Selbstständigkeit entschied sich der Ochtruper dazu, auf die Karte „Stand-up-Comedy“ zu setzen. Der Erfolg scheint im recht zu geben. Das belegen Gastauftritte in renommierten Show-Formarten wie dem „Quatsch Comedy Club“, „Nuhr ab 18“ oder „Nightwash Live“. Im April gewann der Entertainer zudem den „SWR 3 Comedy Förderpreis“.

Aber davon lässt sich Abu-Hamid genauso wenig verrückt machen wie von seinem Auftritt im Vorprogramm von Markus Krebs vor 4000 Leuten. „Ich bin immer noch ein Frischling in der Branche. Man muss sich in Erinnerung rufen, dass die, die jetzt die großen Erfolge feiern, ja auch schon 20, 30 Jahre auf der Bühne stehen“, weiß der ehemalige Oberliga-Fußballer, dass Geduld, Fleiß und Durchhaltevermögen gefragt sind. Abu-Hamids großes Vorbild ist übrigens der Südafrikaner Trevor Noah, der die in den USA ungeheuer populäre Daily Show moderiert.

Im Privatleben bezeichnet sich der Münsterländer, dessen Markenzeichen auf der Bühne sein Rucksack ist, als zurückhaltend: „Ich bin da ruhig und bleibe lieber etwas im Hintergrund.“

Und daher gab es beim Galaxy-Training zuletzt auch Irritationen. Einer der neuen Mitspielern staunte: „Wie, der macht Comedy? Ich habe gerade mit dem geredet, aber der war nicht lustig.“

Aber bei den bevorstehenden Bühnenauftritten, TV-Shows und Radiosendungen kann sich demnächst jeder ein Bild davon machen, dass „Amjad“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten, richtig steil gehen kann.



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