Di., 11.12.2018

Handball: Bezirksliga Münsterland Arminia Ochtrups Handballer rasieren erst den TV Kattenvenne und dann sich selbst

Volle Kraft voraus: Kreisläufer Gerrit Thiemann und die Arminen waren vor allem in der ersten Hälfte nicht zu stoppen.

Volle Kraft voraus: Kreisläufer Gerrit Thiemann und die Arminen waren vor allem in der ersten Hälfte nicht zu stoppen. Foto: Thomas Strack

Ochtrup - 

Der SC Arminia Ochtrup ist in eigener Halle doppelt so stark. Das bekam am Samstag der TV Kattenvenne zu spüren. Nach 60 Minuten freuten sich die Hausherren über einen verdienten 33:25-Sieg und reichlich Spendengelder für die Movember-Foundation.

Von Marc Brenzel

Beim Barte des Propheten! Arminia Ochtrups Handballer haben es am Samstagabend richtig krachen lassen. In eigener Halle fertigten sie den Tabellenzweiten TV Kattenvenne mit 33:25 (17:10) ab. Somit gab es nicht nur zwei weitere Punkte zu bejubeln, sondern auch zusätzliche 3300 Euro, die der Movember-Foundation (die WN berichteten) zugute kommen. Denn pro SCA-Treffer wurden wieder 100 Euro für den Kampf gegen den Krebs gespendet.

Basierend auf einer effektiven Deckung erspielten sich die Hausherren bis Mitte der ersten Hälfte eine komfortable Führung (10:5). „Wie wir da verteidigt haben, war überragend“, lobte Co-Trainer Manfred Wiggenhorn. Und dem wollte Chefcoach Heinz Ahlers nicht widersprechen: „Das lag daran, dass wir heute mal all das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten.“

Ahlers‘ Plan, Kattenvennes Haupttorschützen Daniel Segger zu neutralisieren, ging auf. Zudem klappte im Positionsangriff eine Menge. Die Arminen agierten sehr variabel und versprühten Spielwitz. Einige Ungenauigkeiten im Abschluss verhinderten jedoch eine noch deutlichere Pausenführung. Aber mit den sieben Toren Vorsprung im Gepäck konnten die Töpferstädter auch so entspannter als sonst die Halbzeit genießen.

Ahlers war aber noch nicht bereit, sich zum sechsten Saisonsieg gratulieren zu lassen und forderte einen weiterhin konzentrierten und disziplinierten Auftritt seiner Mannschaft. Die tat ihrem Übungsleiter den Gefallen und zog durch Tore des jungen Lars Oelerich (38.) und von Thorben Steenweg (42.) auf 22:11 beziehungsweise 26:14 davon. Spätestens da war klar, dass für die Ochtruper nichts mehr abrennen würde.

Der Schlussviertelstunde ging die spielerische Linie verloren, was aber angesichts der geklärten Kräfteverhältnisse keinen in der Halle großartig mehr interessierte. Über 28:18 (Raphael Woltering, 48.) und 31:21 (Niklas Pohl, 54.) steuerten die Töpferstädter dem Sieg entgegen. Den Schlusspunkt setzte Max Oelerich, der mit zehn Treffern der beste Torschütze der Partie war.

„Wir haben Kattenvenne frühzeitig den Schneid abgekauft. Die erste Halbzeit lief wirklich gut, zum Schluss war es dann allerdings nichts mehr für Ästheten. Gefreut haben mich besonders die drei Tore von Lars Oelerich, der im Training richtig viel gearbeitet hat“, zog Ahlers Bilanz.

Anschließend ging es für Team und Fans ins „Paddys“. Dort wurden die Schnauzbärte, die sich die Handballer im November haben wachsen lassen, höchstbietend abrasiert. Und auch diesen Erlös stellten die Sportler der Movember-Foundation, vertreten durch die „Bärte ohne Grenzen“ aus Gronau, zur Verfügung.

Insgesamt sammelten die Ochtruper am Samstag 9200 Euro. Zuzüglich der 18 400 Euro, die schon zuvor gespendet worden waren, dürfte das Team „Bärte ohne Grenzen“ deutschlandweit führend sein.

Tore: M. Oelerich (10), Steenweg (6/2), L. Oelerich, Büter, Thiemann (je 3), Feldmann, R. Woltering, Noori (je 2), C. Woltering und Pohl (beide 1).



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