Basketball: Arminia Ochtrup
Damir Bradara ist Ochtrups „Mister Basketball“

Ochtrup -

Damir Bradara spielt Basketball mit Leib und Seele. Egal, ob bei den Bezirksliga-Herren SC Arminia Ochtrup, in den Ü-Teams des TV Georgsmarienhütte oder in der Senioren-Nationalmannschaft – überall hängt sich der 49-Jährige voll rein. Das muss er auch, wenn er seine sportlichen Ziele verwirklichen möchte.

Donnerstag, 28.02.2019, 15:33 Uhr
Ein gutes Auge, viel Geschick am Ball, Tempo und Treffsicherheit machen Damir Bradara (l.) zu einem wertvollen Spieler.
Ein gutes Auge, viel Geschick am Ball, Tempo und Treffsicherheit machen Damir Bradara (l.) zu einem wertvollen Spieler. Foto: Thomas Strack

„So ein begnadeter Fußballer bin ich nun wirklich nicht“, stuft Damir Bradara seine Fähigkeiten als Kicker ein. Aber was der 49-Jährige mit den Füßen nicht drauf hat, das kann er mit den Händen besser. Nicht umsonst gilt Bradara als Ochtrups inoffizieller „Mr. Basketball“.

Früher als Spieler und jetzt als Spielertrainer wirbelt er seit knapp drei Jahrzehnten für den SC Arminia in den Hallen – und das einst sogar in der Oberliga. „Ich spiele Basketball mit Leib und Seele. So lange der Körper mitmacht, bleibe ich dabei“, setzt sich der im bosnischen Fojnica geborene Bradara kein Limit.

Bradara ist ein echter Vielspieler. Die Hinrunde gehörte dem Ochtruper Bezirksliga-Team, in der Winterpause wechselte der Aufbauspieler zum TV Georgsmarienhütte. Der Grund liegt auf der Hand: Die Niedersachsen haben eine starke Ü-45-Mannschaft, die auf nationaler Ebene eine echte Nummer ist. Bei der Endrunde der Deutschen Meisterschaft 2017 gab es – auch dank Bradara – Platz drei.

„Das mag sich vielleicht blöd anhören, doch auch mit knapp 50 Jahren ist es wichtig, sich sportliche Ziele zu setzen. Und in den Ü-Mannschaften zu spielen, ist für mich eine echte Herausforderung. Da triffst du auf Leute, die früher mal in der Bundesliga unterwegs waren“, lobt Bradara das hohe Niveau, auf dem sich die „Garde der Altherren-Basketballer“ immer noch bewegt.

Da der Armine im Dezember seinen 50. Geburtstag feiert, darf er in dieser Saison auch schon in der Ü 50 des TVG mitwirken. „Da bilden wir mit Bremen eine Spielgemeinschaft. Unter anderem gehören Holger Thamm und Jürgen Dölle zum Kader. Beide haben früher in Bramsche Bundesliga gespielt“, so Bradara.

Mitte des Monats gelang den Korbjägern aus Georgsmarienhütte die Qualifikation für die Deutsche Ü-45-Meisterschaf, am vergangenen Wochenende zog die Ü 50 nach. In beiden Fällen mit dem flinken und treffsicheren Aufbauspieler aus Ochtrup.

Alles geht aber nicht, und das weiß auch Bradara. Aus diesem Grund verzichtet der Anhänger des NBA-Teams Golden State Warriors auf die nationalen Titelkämpfe der Ü 45 im hessischen Kronberg, sondern konzen­triert sich auf das Ü-50-Turnier in Freiburg.

Um am 18. und 19. Mai in Hochform zu sein, überlässt der Ochtruper nichts dem Zufall. Mindestens vier Einheiten pro Woche stehen auf dem Programm. Basketball, Fitness, Radfahren und ab und an mittwochs Fußball. Angepasst wird die Ernährung. „Viel Obst und Gemüse, kein Alkohol und Süßigkeiten schon mal gar nicht. Damit kannst du nicht erst eine Woche vor dem Turnier anfangen“, diszipliniert sich Bradara schon jetzt.

Wohin das führen kann, hat der Töpferstädter vor vier Jahren erfahren, als er Deutschland bei der Ü-45-Weltmeisterschaft in Orlando vertreten durfte. „Die WM in diesem Jahr in Helsinki wird bei mir nichts, aber 2020 die Europameisterschaft in Malaga – das wäre schon was“, wagt der sehr gute Distanzschütze einen Blick in die Zukunft.

Nationalmannschaft hin, Georgsmarienhütte her – Priorität genießt der SCA. „Wäre in dieser Saison der Aufstieg ein Thema gewesen, wäre ich nicht wieder für ein halbes Jahr gewechselt. Ochtrup bekommt bei mir immer den Vorzug“, stellt Damir Bradara klar, dass er durch und durch ein Armine ist.

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