Fußball: Kreisliga A
Schicksalsspiel für Matellia Metelen

Metelen -

Matellia Metelen klammert sich im Spiel gegen die Reserve von Emsdetten 05 fast schon an den letzten Strohhalm. Ein Sieg muss her, andernfalls droht im Metelener Stadion das Licht auszugehen. Zeigen muss, inwieweit Matellia aus der bitteren Niederlage gegen Skiclub Rheine gelernt hat.

Freitag, 05.04.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 16:06 Uhr
Adrias Zenuni (re.) klammert sich mit Matellia Metelen im Punktspiel gegen die „Zweite“ von Emsdetten 05 fast schon an den letzten Strohhalm.
Adrias Zenuni (re.) klammert sich mit Matellia Metelen im Punktspiel gegen die „Zweite“ von Emsdetten 05 fast schon an den letzten Strohhalm. Foto: Thomas Strack

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ lautet ein oftmals gehörtes Sprichwort. Verschwiegen wird allerdings meistens, dass diese Redensart einen Nachsatz hat, der heißt: „Aber sie stirbt“. So ähnlich muss es den A-Liga-Fußballern des FC Matellia Metelen vor dem Kellerduell gegen die „Zweite“ von Emsdetten 05 zumute sein. Nach der jüngsten Niederlage gegen den Skiclub Rheine steht den Metelenern das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe. Die Gefahr unterzugehen ist größer denn je.

Das sieht auch Matellias Trainer Bertino Nacar so. „Die Niederlage gegen Rheine hat uns das Leben viel schwerer gemacht. Es ist der letzte Strohhalm, an dem wir ziehen“, beschreibt Nacar die Ausgangslage vor dem Match gegen die 05-Reserve. Es gleicht einem Schlüsselspiel. Denn sollte der Tabellenvorletzte Matellia gegen den Drittletzten 05 verlieren, geriete der Klassenerhalt in weite Ferne. Zwei Mannschaften steigen am Saisonende bekanntlich ab. Drei werden es, sollte in der Bezirksliga Germania Horstmar durchs Loch gehen.

„Durch diese Niederlage haben wir die gute Phase, in der wir zuvor acht Punkte geholt haben, fast zunichte gemacht“, umschreibt Nacar den Stellenwert der jüngsten Pleite. Gegen die 05-Reserve kommt es nun darauf an, die Köpfe freizubekommen und wieder an sich zu glauben. Mit einem Sieg würde Matellia an den 05ern vorbeiziehen. Doch um das zu bewerkstelligen, müssen sie sich im Angriff entschlossener und durchschlagskräftiger präsentieren als zuletzt. „Gegen Rheine sind wir 70 Minuten lang angerannt, während der Gegner im gesamten Spiel nur zwei Mal aufs Tor geschossen hat. Fußball kann so einfach sein“, sagt Nacar, womit er das krasse Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag anspricht.

Am Sonntag kann es eigentlich nur besser werden. Auch wenn abzuwarten bleibt, ob Christopher Viefhues auflaufen kann.

 

Es ist der letzte Strohhalm, an dem wir ziehen.

Bertino Nacar
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