Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Hauenhorster Dominanz, Metelener Tränenmeer

Kreis Steinfurt -

Viel los war in der abgelaufenen Saison in der Steinfurter Kreisliga A. Vor allem der Abstiegskampf war so spannend und tragisch wie selten. Aber auch die übrigen Statistiken geben einen guten Eindruck, was die Trainer, Spieler, Funktionäre und Fans alles über das Kreisoberhaus wissen müssen.

Freitag, 31.05.2019, 11:14 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 18:38 Uhr
Die Zahl der Roten Karte erhöhte sich in der abgelaufenen Saison in der A-Liga um eine.
Die Zahl der Roten Karte erhöhte sich in der abgelaufenen Saison in der A-Liga um eine. Foto: Marc Brenzel

Die Kreisliga A Steinfurt wurde in der abgelaufenen Saison ganz klar von einer Mannschaft dominiert: dem SV Germania Hauenhorst. Bereits am 14. April, also fünf Spieltage vor dem Saisonende, kürte sich das Team von Trainer Markus Heckmann zum Meister. Für die Hauenhorster war es der sechste Aufstieg in eine überkreisliche Liga seit 1946.

Die Überlegenheit des SVG verdeutlichen 29 ungeschlagene Spiele in Folge. In der elften Runde übernahm das Team die Spitze und erarbeitete sich zwischenzeitlich sogar 16 Punkte Vorsprung. Bevor der spätere Meister die Tabellenspitze übernahm, standen dort schon fünf andere Mannschaften: SuS Neuenkirchen II, FSV Och­trup, Amisia Rheine, FC Eintracht Rheine II und Borussia Emsdetten II.

Die Antwort auf die Frage nach den Absteigern ließ dagegen fast fünf Wochen länger auf sich warten. Erst mit der spät bekanntgegebenen Entscheidung von Germania Horstmar, sich freiwillig aus der Bezirksliga zurückzuziehen, stand fest, dass Grün-Weiß Rheine, Emsdetten 05 II und Matellia Metelen im kommenden Jahr B-Ligisten sein werden.

Während Emsdetten 05 nur zwei Jahre im Oberhaus verblieb, steigen mit Matellia Metelen und Grün-Weiß Rheine zwei Mannschaften ab, die seit Jahrzehnten zum Stamm dieser Klasse gehört hatten. Grün-Weiß Rheine, zwischenzeitlich schon Bezirksligist, verlässt zum ersten Mal seit der Vereinsgründung 1982 die Kreisliga A. Der FC Matellia Metelen, zwischen 1982 und 1985 ebenfalls Bezirksligist, gehörte 21 Jahre in Folge der Kreisliga A an.

Die Zahl der Roten Karten blieb im Vergleich zur Vorsaison fast gleich. Nur eine mehr, nämlich 25, mussten die Schiedsrichter zeigen. Eine Steigerung um sieben gab es bei den Gelb-Roten Karten (26), während die Anzahl der Gelben Karten um etwa zehn Prozent zurückging. Vier Mannschaften blieben ohne Rote Karte: Borussia Emsdetten II, TuS Laer, 1. FC Nordwalde und Eintracht Rodde. Die Nordwalder kamen auch schon 2017/18 ohne einen totalen Feldverweis aus.

In der Fairnesstabelle, der Zusammenstellung aller in Punkte umgerechneten persönlichen Strafen, Verweise und Unsportlichkeiten, nimmt Germania Hauenhorst Rang eins ein und sichert sich die Prämie. Hinter den Germanen, die 61 Zähler „auf dem Kerbholz“ haben, folgen punktgleich der Vorjahres-Erste Preußen Borghorst und der TuS Laer mit 64 sowie die Spvgg Langenhorst/Welbergen (65).

Torschützenkönig im Kreisoberhaus wurde Nordwaldes Marvin Bingold mit 27 Treffern. Ebenfalls auf dem Treppchen: der Langenhorster Christian Holtmann (25) und der Neuenkirchener Murat Hitir (23).

Wenig Arbeit hatte der Staffelleiter mit der zwischenzeitlichen Spielplanbearbeitung. Denn lediglich acht Partien fielen aus. Im Jahr zuvor noch waren es 19. Das sei laut den Verantwortlichen sowohl auf die vergleichsweise günstige Witterung als auch auf die mittlerweile vielen Kunstrasenplätze im Kreis zurückzuführen.

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