Fußball: A-Jugend-Kreispokal
FSV Ochtrup legt Protest gegen die Wertung des A-Jugend-Pokalspiels ein

Ochtrup -

Das Erstrundenspiel im A-Jugend-Kreispokal zwischen Fortuna Emsdetten und dem FSV Ochtrup hatte es in sich. 4:4 hieß es nach 90 Minuten. Eigentlich hätte die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen sollen, doch über den Sieger bestimmt jetzt das Sportgericht.

Donnerstag, 05.09.2019, 14:38 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 13:38 Uhr
Dieter Schmeing trainiert die A-Jugend des FSV Ochtrup.
Dieter Schmeing trainiert die A-Jugend des FSV Ochtrup. Foto: Alex Piccin

Ein sportjuristisches Nachspiel hat die Partie in der ersten Runde des A-Jugend-Kreispokals zwischen Fortuna Emsdetten und dem FSV Ochtrup. Das Duell war am 28. August beim Stand von 4:4 von Schiedsrichter Reinhard Hundeloh (SpVgg Langenhorst/Welbergen) beendet worden. Zu dem anschließend erforderlichen Elfmeterschießen kam es aber nicht – und deshalb ist die Angelegenheit zu einem Fall für das Kreisjugendsportgericht geworden.

Ausgetragen wurde die Partie auf dem Nebenplatz der Fortunen, auf dem eine Flutlichtanlage steht. Die war aber an jenem Tag defekt, was schon gegen Ende regulären Spielzeit für einen eingeschränkten Durchblick bei den 22 Kickern sorgte.

Das Regelwerk sieht vor, dass eine Partie bei Dunkelheit auf einem anderen Platz mit Flutlicht beendet werden kann. Prokura hat da der Schiedsrichter. In diesem Fall Hundeloh. Dazu Gäste-Trainer Dieter Schmeing: „Diese Regel war mir neu. Der Schiedsrichter hat uns erstmal nicht darüber informiert, dass es noch ein Elfmeterschießen gibt.“

Besser im Bilde war der Fortuna-Coach, der anregte, das Elferschießen auf den Trainingsplatz zu verlegen. „Aber da ging erstmal nur eine Notbeleuchtung an. Das waren irreguläre Bedingungen, wir haben davon Fotos gemacht“, erklärt Schmeing. Als der Trainingsplatz später komplett ausgeleuchtet gewesen war, seien Teile seiner Mannschaft jedoch schon umgezogen oder sogar auf dem Heimweg gewesen, so Schmeing. „Und das in der Gewissheit, nichts Unrechtes getan zu haben. Tags darauf bekommen wir dann die Nachricht, dass wir rausgeflogen sind.“

Hundeloh trug in seinen Spielbericht nämlich ein: „Nach der regulären Spielzeit konnte das Flutlicht nicht gestartet werden, sodass Abdulla Ahmad, Trainer des Heimteams, vorschlug, das Flutlicht des Trainingsplatzes zu nutzen. Darauf konnten sich die Vertreter des FSV nicht verständigen und verließen die Sportanlage“. Aufgrund des ihm vorliegenden Spielberichts erklärte Pokalspielleiter Sebastian Bülter die Emsdettener zum Sieger. Hundeloh selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Pikant dabei: Drei Tage später stand bereits das Zweitrundenspiel der Fortunen auf dem Programm. Dabei profitierten sie von einem Nichtantritt der JSG TuS St. Arnold/Germania Hauenhorst und stehen somit im Viertelfinale.

„Wir haben sofort Einspruch gegen die Wertung unseres Spiels eingelegt. Da kann es eigentlich nicht sein, dass schon die nächste Runde ausgetragen wird“, wundert sich FSV-Sportleiter Clemens Gude.

Roman Bügener, Vorsitzender des Kreisjugendsportgerichts, hat den Einspruch der Ochtruper vorliegen. Er müsse allerdings noch den Eingang der Einspruchgebühr abwarten. Erst danach würde ein Einzelrichter ein Urteil sprechen. Das soll möglichst schnell gefällt werden, denn der Wettbewerb wird bereits am Mittwoch fortgesetzt.

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