Fußball: Schalke 04
Schalkes Vorstandsmitglied Alexander Jobst besucht Bezirksversammlung in Metelen

Metelen -

Rund 150 Anhänger des FC Schalke 04 aus 40 Fanclubs waren am Mittwoch nach Metelen gekommen. Der dort beheimatete Fanclub „Königsblau“ hatte zur Bezirksversammlung eingeladen. Erschienen waren auch Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Stefan Gesenhues und Vorstandsmitglied Alexander Jobst. Beide hatte viel Positives zu berichten.

Donnerstag, 05.12.2019, 13:52 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 15:31 Uhr
Alexander Jobst, im dreiköpfigen Schalke-Vorstand für die Ressorts Marketing und Merchandising zuständig, gab unter anderem einen Einblick über die Entwicklung in seinem Arbeitsbereich.
Alexander Jobst, im dreiköpfigen Schalke-Vorstand für die Ressorts Marketing und Merchandising zuständig, gab unter anderem einen Einblick über die Entwicklung in seinem Arbeitsbereich. Foto: Thomas Strack

„Königsblau Metelen“ hatte am Mittwochabend zur Bezirksversammlung der Schalke-Fanclubs ins Gasthaus Kock eingeladen. Rund 150 Anhänger der Knappen waren erschienen, um sich von Bezirksleiter Dieter Brand über den Stand der Dinge in Kenntnis setzen zu lassen. Noch spannender war für viele, was die beiden Gäste aus der Führungsetage des Bundesligisten zu berichten hatten: Vorstandsmitglied Alexander Jobst und Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Stefan Gesenhues.

Analog zum aktuellen Tabellenbild (Platz drei) war die Stimmung im Saal durchweg prima. Dazu passten die Ausführungen von Gesenhues. „Die Situation ist sehr positiv, wir sind sehr gut aufgestellt und haben ein sehr gutes Konzept. Der Verein ist auf einem guten Weg. Sowohl was den Sport als auch die Gesamtstruktur betrifft“, erklärte der Mediziner aus Ochtrup, der seit Sommer 2017 dem Aufsichtsrat der Gelsenkirchener angehört. Er warnte allerdings auch davor, die Erwartungen jetzt zu hoch zu schrauben.

Die Bezirksversammlung der Schalker Fanclubs in Metelen

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  • Am Mittwochabend hatte „Königsblau Metelen“ zur Bezirksversammlung der Schalker Fanclubs eingeladen.

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  • Vertreter von 40 Fanclubs aus dem Bezirk 3 waren im Gasthaus Kock zugegen.

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  • Summa summarum waren rund 150 Anhänger der „Knappen“ erschienen.

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  • Der Saal war also sehr gut gefüllt.

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  • Bezirksleiter Dieter Brand eröffnete die Versammlung gleich mal mit einer Versteigerung der Torwarthandschuhe von Alexander Nübel.

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  • Den Zuschlag bekam für 80 Euro eine junge Dame vom Coesfelder Fanclub.

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  • Mitbieten oder nicht?

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  • Die Auktion ging mit Nübels Trikot weiter.

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  • Und auch das wurde für 180 Euro nach Coesfeld versteigert.

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  • Zwei Gäste aus der Führungsetage des Bundesligisten waren vor Ort. Dabei handelte es sich um . . .

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  • . . . Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Stefan Gesenhues . . .

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  • . . . und um Vorstandsmitglied Alexander Jobst.

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  • Was die beiden Funktionäre zu berichten hatten, war für die Fans von großem Interesse.

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  • Gute Gastgeber: die einheimischen „Königsblauen“.

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  • Thomas Köning, Mitglied von „Königsblau Metelen“ und Vertreter des SFCV-Bezirksvorstands, übernahm die Versteigerung der Fußballschuhe von Alexander Nübel.

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  • „Die sind mit Arbeitsnachweis“, hielt Köning die ungeputzten Schuhe hoch.

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  • Die „Treter“ des Bundesliga-Keepers fanden für 100 Euro in Vreden eine neue Heimat.

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  • Dieter Brand übernahm die Moderation des Abends und stellte Fragen zu diversen Themen wie Ticketpreise, Vermarktung, Clemens Tönnies oder Pyrotechnik im Stadion.

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  • Jobst teilte das Jahr 2019 dabei in „eine anstrengende“ und in „eine sehr positive“ Hälfte.

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  • Das gab einigen Fans Stoff zum Nachdenken.

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  • Zu erwerben gab es auch ein getragenes Trikot von Sascha Riether.

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  • Das ging für 210 Euro an den Mann.

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  • Damit nicht genug, denn die Fans bekamen noch einen Zuschlag:

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  • Jobst hatte ein Trikot mit den Unterschriften aller aktuellen Bundesligaspieler mitgebracht.

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  • Das wechselte für 100 Euro den Besitzer. Der Neue kommt aus Vreden.

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  • Trotz Platz drei heben die Schalker Fans nicht ab. Die Katastrophensaison 2018/19 scheint sie geerdet zu haben.

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  • Prof. Dr. Stefan Gesenhues bezeichnete es als eine der besten Entscheidungen des Vereins, den Vertrag mit Alexander Jobst bis 2024 verlängert zu haben.

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  • Das freute Jobst. Er betonte, dass er mit dem S04 in absehbarer Zeit einen Titel holen will. „Und damit meine ich nicht den Fuji-Cup oder den Intertoto-Cup“, bezog das Vorstandsmitglied klar Stellung.

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  • Bei der Auktion und einer anschließenden kleinen Kollekte kamen 904 Euro für die gemeinnützige Stiftung „Schalke hilft“ zusammen. Bernhard Schaper, Vorsitzender von „Königsblau Metelen“, erhöhte die Summe im Namen des gastgebenden Fanclubs auf 1004 Euro.

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  • Das wurde festgehalten.

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  • Eine stolze Summe, über die sich viele freuten.

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  • Im Anschluss war noch Zeit für einen regen Austausch.

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Diese Gefahr scheint nicht zu bestehen, denn die Fans wirkten nach der Katastrophensaison 2018/19 geerdet. „Wir mussten ja Angst haben, durchs Loch zu gehen“, erinnerte Brand an den Abstiegskampf.

Der kostete auch Vorstandsmitglied Jobst viel Kraft. Der Sportökonom gab zu: „Das erste Halbjahr 2019 war nicht einfach, doch in der zweiten Jahreshälfte hat sich das Ganze gedreht. Alles ist sehr stabil.“ Der gebürtige Hesse führte als Beleg einen Vermarktungsertrag von 90 Millionen Euro in diesem Jahr an. Das entspräche Platz drei im Bundesliga-Vergleich. Alleine am „Black Friday“ hätte der Verein einen Umsatz von einer Millionen Euro erzielt.

Jobst arbeitet – oder er „dient“, wie er es selbst formulierte – im achten Jahr auf Schalke. In dieser Zeit hätte er acht Trainer erlebt. „Ich wünsche mir nichts mehr als eine personelle Kontinuität auf dieser Position“, so der Marketing- und Merchandising-Experte.

Jobsts Arbeitsvertrag hat noch Gültigkeit bis 2024. In dieser Zeit – das betonte der 46-Jährige am Mittwoch – wolle er unbedingt mit S 04 einen Titel gewinnen: „Und damit meine ich nicht den Fuji-Cup oder den Intertoto-Cup.“

Ins Gespräch gebracht wurden auch Themen wie Ticketpreise, die Fanszene, die Positionierung des Vereins auf dem internationalen Markt oder die Personalie „Clemens Tönnies“. Tönnies hatte sein Amt als Chef des Aufsichtsrates drei Monate lang aufgrund von teils als rassistisch eingestuften Äußerungen ruhen lassen müssen. Tönnies habe einen Fehler gemacht und sich dafür entschuldigt. Die Entschuldigung sei akzeptiert und das Thema abgehakt, so Jobst. „Clemens ist zurück, und darüber bin ich als Vorstandsmitglied sehr froh.“

Für die gemeinnützige Stiftung „Schalke hilft“ wurden im Rahmen der Bezirksversammlung signierte und getragene Trikots sowie die Schuhe und Torwarthandschuhe von Alex­ander Nübel versteigert. Zusammen mit einer kleinen freiwilligen Geldsammlung aller anwesenden „Schalke-Jünger“ kam dabei eine Summe von 904 Euro zusammen, die der gastgebende Fanclub auf 1004 Euro aufstockte.

„Mit 1004 Euro hätte ich nicht gerechnet“, gab Thomas Köning, Vorstandsmitglied von „Königsblau Metelen“ und Vertreter des Bezirksvorstandes des Schalker Fanclub Verbands (SFCV) zu. „Wir sind mit dem Verlauf des ganzen Abends super zufrieden.“

► Die nächste Bezirksversammlung findet im März in Warendorf statt.

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