Niederländische Ehrendivision
FC Twente wacht zu spät auf

Enschede -

Der FC Twente Enschede hat sich mit einer Heimniederlage gegen den SC Heerenveen ein Stück weiter in Schwierigkeiten gebracht. Beim 2:3 griffen die „Tukkers“ dem Gegner kräftig unter die Arme. Eine anschließende Aufholjagd wurde nicht von Erfolg gekrönt.

Montag, 02.03.2020, 13:32 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 12:54 Uhr
Peet Bijen holte den Elfmeter zum 2:3 heraus.
Peet Bijen holte den Elfmeter zum 2:3 heraus. Foto: Twente media

Zu spät aufgewacht ist der FC Twente Enschede in seinem Duell in der niederländischen Fußball-Ehrendivision mit dem SC Heerenveen. Nach einem zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand rappelten sich die Hausherren zwar noch einmal auf, verloren die Partie aber mit 2:3 (0:1).

„Das war ein schweres Spiel für uns mit einer Niederlage, die weh tut“, sagte Twente-Trainer Gonzalo Garcia. Seine Mannschaft rutschte auf den 14. Tabellenplatz ab; der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nur noch zwei Zähler, weil alle Konkurrenten im Abstiegskampf am Wochenende punkteten.

Die erste gefährliche Szene gehörte zwar den Enschedern, für die Noa Lang nach 17 Sekunden einen Schuss abfeuerte, doch danach übernahm Heerenveen das Kommando. Bereits in den ersten vier Minuten hatten die Gäste drei Chancen – und sie führten 1:0, weil Twente-Keeper Joel Drommel einen Distanzschuss von Alen Halilovic nur ungenügend abwehrte, sodass Hicham Faik zur Führung abstauben konnte (4.).

„Wir waren nicht bissig genug“, ärgerte sich Garcia. Heerenveen, das zuvor acht Liga-Spiele in Folge nicht hatte gewinnen können, blieb das aktivere Team im ersten Durchgang und hätte bei einem Versuch von Chidera Ejuke auf 2:0 erhöhen können (39.). Die Gastgeber kamen nur durch Calvin Verdonk zu einem Schuss in die kurze Ecke, den SC-Torhüter Filip Bednarek abwehrte (26.).

In der zweiten Halbzeit ging es für Twente wieder in den ersten Minuten schief: Heerenveens Chidera Ejuke setzte sich in der Mitte gegen zwei Enscheder Abwehrspieler durch und schoss zum 2:0 ein (48.). Und Joey Veerman traf nach einem eigentlich von Twente schon abgewehrten Konter der Gäste aus 22 Metern zum 3:0 in die linke untere Ecke (55.).

„Wir haben dem Gegner die Tore geschenkt“, kritisierte Garcia. Der Twente-Trainer lobte aber auch den Kampfgeist seiner Truppe, die nicht aufsteckte und dafür belohnt wurde.

Nachdem Peet Bijen leicht geschubst worden war, bekamen die Hausherren einen Elfmeter, den Haris Vuckic sicher zum 1:3 verwandelte (65.). Nur kurz darauf verkürzte Lindon Selahi mit einem Schuss zum 2:3 (72.) – und bei Twente und den 27 000 Zuschauern in der „Grolsch Veste“ lebte die Hoffnung wieder. Die Enscheder probierten in der Schlussphase alles, doch Heerenveen, das im bisherigen Saisonverlauf noch kein Gegentor in der letzten Viertelstunde kassiert hatte, geriet nicht mehr ins Wanken.

FCTwenteEnschede: Drommel – Troupee, Bijen, Pleguezuelo, Verdonk – Selahi, Busquets (66. Zekhnini), Aburjania – Menig, Vuckic, Lang.

SCHeerenveen: Bednarek – van Rhijn, Dresevic, Botman, Floranus – Kongolo, Veerman (74. Akujobi), Faik – Halilovic (78. Odgaard), Ejuke (89. Hoegh), van Bergen.

Tore:0:1 Faik (4.), 0:2 Ejuke (48.), 0:3 Veerman (55.), 1:3 Vuckic (65., Foulelfmeter), 2:3 Selahi (72.).

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