Kreispokal: FSV Ochtrup misst sich mit dem Westfalenligisten Borussia Emsdetten
Pokalfieber bei Wahnsinnshitze

Ochtrup -

Für den FSV Ochtrup ist es das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte. Zugegeben: Die Historie ist noch kurz, aber das stört in der Töpferstadt niemanden. Der Gegner im Pokalhalbfinale ist allerdings nicht ohne: Borussia Emsdetten, Westfalenligist und Titelverteidiger.

Freitag, 07.08.2020, 13:44 Uhr
FSV-Linksverteidiger Jannis Theile (l.) und seine Mitspieler stehen vor einer ganz schweren Aufgabe.
FSV-Linksverteidiger Jannis Theile (l.) und seine Mitspieler stehen vor einer ganz schweren Aufgabe. Foto: Thomas Strack

Das erste Pflichtspiel des FSV Ochtrup seit der Corona-Unterbrechung hat es in sich. Rund einen Monat bevor die neue Saison beginnt, muss noch der Pokalwettbewerb der Vorsaison beendet werden. Im Halbfinale erwarten die Töpferstädter heute am späten Nachmittag Borussia Emsdetten.

Die Kräfteverhältnisse sind klar verteilt, trennen doch die Hausherren (A-Liga) stolze drei Klassen von ihren Gästen aus der Westfalenliga. „Ich sehe unsere Chancen bei vielleicht fünf Prozent“, traut sich Spielertrainer Jannik Holtmann eine kleine Prognose zu. Defensiv kompakt zu stehen und die berühmten Nadelstiche zu setzen – das schwebt den Och­trupern vor.

Aufgrund der Corona-bedingten Verordnungen seitens des Verbandes dürfen nur 15 Akteure nominiert werden. Das sorgt für Härtefälle, denn diese Partie möchte sich keiner entgehen lassen. „Natürlich wollen wir die Jungs mit Einsatzzeit belohnen, die sich bis in das Halbfinale vorgekämpft haben. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch starke Sommerneuzuge“, steckt Holtmann in einem kleinem Dilemma.

Bis auf die beiden Routiniers Max Moor und Tim Niehues sind die Ochtruper komplett. Verletzt oder angeschlagen ist keiner. Ganz im Gegenteil. „Alle ziehen voll mit“, freut sich Holtmann über nimmermüden Einsatz. Der ist auch heute bei unangenehmen Temperaturen jenseits der 30 Grad gefragt.

Der Sieger der Partie qualifiziert sich für den Westfalenpokal. An diesem Wettbewerb nahmen die Borussen als amtierender Kreispokalsieger auch in der Vorsaison teil. In Runde eins unterlagen sie Regionalliga-Spitzenreiter SV Rödinghausen mit 2:7.

Wenig erbaut ist Borussen-Trainer Roland Westers von den bisherigen Ergebnissen in der Vorbereitung. Gegen den Bezirksligisten Ibbenbürener SV setzte es eine 2:4-Niederlage, und gegen den A-Ligisten Fortuna Emsdetten kam die Teekotten-Elf nicht über ein 3:3 hinaus.

„Da sollten bei unseren Jungs alle Alarmglocken läuten. Wir dürfen Ochtrup nicht unterschätzen und müssen zusehen, dass wir viel besser gegen den Ball arbeiten. Wir haben zu viele Chancen zugelassen“, kritisiert der Coach des Favoriten.

 

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