Reiten: Metelener richten ihr Turnier aus
Neuer Boden besteht Probe

Metelen -

Am Wochenende richtete der ZRFV Metelen seine Reitertage aus. Corona bedingt wurden die auf zwei Tage und elf Prüfungen gekürzt. Wichtig war für die Gastgeber, wie die Reiter den neuen Platz annehmen.

Montag, 05.10.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 20:22 Uhr
Jana Wernsmann und Calotta vertraten den ZRFV Metelen im M*-Springen hervorragend.
Jana Wernsmann und Calotta vertraten den ZRFV Metelen im M*-Springen hervorragend. Foto: T.

Übergangsturnier, Wettbewerb unter Corona-Bedingungen oder Generalprobe – die Metelener Reitertage 2020 waren von allem etwas. Fakt ist – und da waren sich alle beim gastgebenden ZRFV einig – doch noch ein Turnier auszurichten, hat sich gelohnt.

Im Frühjahr hatte sich der Vorstand dazu entschieden, den Traditionswettbewerb abzusagen. Als es aber zu Beginn des Sommers wieder mit den ersten Turnieren in der Region los ging, planten die Pferdesportler aus der Vechtegemeinde um. „Wir wollten den Reitern die Möglichkeit bieten, wieder bei uns starten zu können“, erklärt Rainer Isermann vom Zucht-, Reit- und Fahrverein. „Dabei haben wir uns bewusst an die Amateure gerichtet, denn für die Profis gibt es genug Startmöglichkeiten.“

Aufgrund der Hygiene-Vorschriften gab es in diesem Jahr in der Metelener Heide nur begrenzte Starterfelder. Sportlicher Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung war das M*-Springen mit Stechen, das in zwei Abteilungen gewertet wurde. Die Siege gingen an Marie-Sophie Döricht (Schöppingen) auf Akadia und Mark Kortbuß (Legden) auf Rasina. Jana Wernsmann, die Metelen vertrat, reihte sich im Sattel von Calotta nach zwei schönen und fehlerfreien Ritten in der zweiten Abteilung auf Rang fünf ein.

Renommierte Profireiter fehlten in der Konkurrenz, denn die war nur bis zur Leistungsklasse 3 ausgeschrieben. „Einige von denen waren hier, um sich die Gegebenheiten anzusehen. Sie haben uns zugesichert, nächstes Jahr, wenn eine reguläre Austragung möglich sein sollte, wieder dabei zu sein“, erklärt ZRFV-Geschäftsführer Ludger Palster.

Die Gegebenheiten waren schließlich für alle ungewohnt, denn die Metelener hatten ihren Platz im Sommer erneuert. Statt Rasen wurde jetzt auf Allwettersand geritten. Genauer gesagt auf Stremmer Sand aus dem Halterner Silbersee. „Das ist ein hochwertiger Reitboden, der auch bei Regen Trittsicherheit garantiert“, so Palster. Und die Probe wurde am Sonntag auch aufs Exempel gemacht, denn nachts hatte es ordentlich geregnet – und der neue Untergrund bestand.

Das sei sozusagen die Generalprobe gewesen, so Isermann. Die Generalprobe für 2021, wenn die Metelener wieder zu ihrem mehrtägigen Programm mit diversen S-Springen zurückkommen möchten. „So Corona es zulässt“, schränkt Isermann ein. Und Palster fügt an: „Wir haben da schon ein paar Ideen im Kopf.“ Möglich sei ein spezielles Programm für den Samstagabend.

Neben viel Lob von den Sportlern durften sich die Metelener auch mit einer Goldenen Schleife schmücken. Für die sorgte am Sonntagnachmittag Nele Schulze Herdering in einer E-Dressur. Ihre Vorstellung auf Reamonn wurde von den Prüfungsrichtern mit der Wertnote 7,80 honoriert – Platz eins. Pia Schlattmann und Fandeur folgten als Fünfte. Ebenfalls im Dressurrechteck gut unterwegs: Anna Sievert und Dublin als Vierte in der A-Dressur.

Im Springparcours machte aus Metelener Sicht Alina Schmerling auf sich aufmerksam. In einer A*-Springprüfung landete sie auf Rang drei, in einem A**-Springen auf Rang vier. Beide Male stellte sie Dublin vor. Jana Wernsmann und Calotta beendeten ein L-Springen als Vierte, Lina Oskamp und Nessaja ein E-Stilspringen als Sechste.

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