Was jetzt im Sport gilt
Lockerungen im Lockdown

Kreis Steinfurt -

Für alle Sportler ist sie ein Silberstreif am Horizont – die neue Corona-Schutzverordnung. Sie erlaubt unter anderem Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 14 Jahre, wieder in einer Gruppen bis zu 20 Personen zu trainieren. Was sonst noch neu ist, darüber informieren die Westfälischen Nachrichten.

Dienstag, 09.03.2021, 12:22 Uhr aktualisiert: 09.03.2021, 12:24 Uhr
Neben Einzelsportlern dürfen auch Kinder bis einschließlich 14 Jahren seit Montag wieder in der Gruppe gemeinsam Sport treiben. Allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt.
Neben Einzelsportlern dürfen auch Kinder bis einschließlich 14 Jahren seit Montag wieder in der Gruppe gemeinsam Sport treiben. Allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Foto: Jan Gudorf

Die seit Montag geltende Coronaschutzverordnung verbietet grundsätzlich weiter den Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen.

Es gelten jedoch folgende Ausnahmen, die der Landessportbund NRW mitteilt:

Alle ungedeckten öffentlichen und vereinseigenen Sportanlagen können weiterhin geöffnet werden. Auf diesen Sportanlagen und im öffentlichen Raum können folgende Personenkonstellationen Sport betreiben:

Einzelsportler, Sport zu zweit, Sport in Familien.

Personen allein, zwei Personen zusammen (auch ohne Abstand), beliebig viele Personen aus einem Hausstand (auch ohne Abstand).

Maximal fünf Personen aus zwei verschiedenen Hausständen (auch ohne Abstand).

Die Anleitung eines Einzelsportlers durch einen Trainer ist möglich (z. B. Tennis-Einzeltraining).

Sport für Kinder in Gruppen: Bis zu 20 Kinder im Alter bis einschließlich 14 Jahren können als Gruppe gemeinsam Sport-, Spiel- und Bewegungsaktivitäten durchführen. Eine Gruppe kann durch maximal zwei Übungsleiter, Trainer oder Aufsichtspersonen betreut werden.

Zwischen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport auf einer Sportanlage betreiben, ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten.

Zuständig für die Öffnung der Sportanlagen sind die örtlichen Ordnungsbehörden. Die beim Re-Start 2020 erprobten Hygienekonzepte der Vereine sollten hierbei notwendige Hilfestellung und Orientierung geben.

Der Westfälische Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) weist zusammen mit dem Landessportbund (LSB) darauf hin, dass weiterhin größte Vorsicht bei der Ausübung der sportlichen Betätigung geboten ist. Eine falsche Ausnutzung und Umsetzung könnte sich schädlich auf den weiteren Öffnungsprozess für den Sport auswirken. Verantwortungsbewusstsein und Disziplin sind wichtige Faktoren, um den weiteren Öffnungsprozess als zuverlässiger Partner sportpolitisch nicht zu gefährden. Daher ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch kontraproduktiv, für Probetrainings zu werben und durchzuführen.

Weiter heißt es in der FLVW-Erklärung: „Es ist daher auch eine moralische Verpflichtung innerhalb der Vereinslandschaft, im Zuge dieser ersten Öffnungsschritte und der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes auf Probetrainings zu verzichten.“

Verbandsfußball- und Verbandsjugendausschuss weisen deshalb darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Situation (Infektionsgeschehen, Gesundheitsschutz, unterschiedliche Rahmenbedingungen auf Grundlage der Coronaschutzverordnung des Landes NRW und weiterer regionaler/örtlicher Vorgaben) vorerst bis zum 30. April die Teilnahme von Spielerinnen und Spielern am Probetraining zu unterlassen ist.

An die Eltern wird ausdrücklich appelliert, verantwortungsbewusst mit der Situation umzugehen. Die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes im eigenen Verein für alle Kinder und Jugendlichen hat Priorität.

Die neue Coronaschutzverordnung gilt ab Montag bis zum 28. März (Sonntag). Am 22. März (Montag) prüft die Landesregierung, ob weitere Öffnungen im Sinne des Fünf-Punkte-Plans der Bundesregierung möglich sind. Dies würde auch den Erwachsenensport betreffen.

 

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