Fußball: Training unter Einhaltung bestimmter Regeln wieder erlaubt
Auf geht‘s, Schuhe putzen!

Kreis Steinfurt -

Seit Montag dürfen Nachwuchskicker wieder ins Training einsteigen, allerdings nicht alle. Unter Einhaltung bestimmter Regeln können Fußballer bis 14 Jahre wieder auf den Platz. Die WN haben in Ochtrup, Metelen, Steinfurt und Altenberge nachgefragt, ob diese Möglichkeit wahrgenommen wird.

Mittwoch, 10.03.2021, 12:22 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 12:24 Uhr
Die jungen Fußballer stehen schon in den Startlöchern, schließlich darf wieder trainiert werden – allerdings nur unter Einhaltung bestimmter Regeln.
Die jungen Fußballer stehen schon in den Startlöchern, schließlich darf wieder trainiert werden – allerdings nur unter Einhaltung bestimmter Regeln. Foto: Jan Gudorf

Riesig ist die Freude bei den jungen Fußballern, denn die Corona-Schutzverordnung erlaubt seit Montag, dass Kinder bis einschließlich 14 Jahre draußen in Gruppen bis zu 20 Teilnehmern wieder gemeinsam Sport machen dürfen – inklusive zwei Trainern oder Aufsichtspersonen. Wie, wann und ob die Vereine den neuen Erlass in Sachen Jugendtraining umsetzen, wollte die Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten wissen.

Beim FSVOchtrupstehen Trainer und Nachwuchs­kicker in den Startlöchern, wie es Michael Schomann, der Sportliche Leiter der Junioren, beschreibt: „Die Stadt hat grünes Licht für die Nutzung unserer Plätze gegeben, Anfang kommender Woche soll es losgehen.“ Schomann ist es wichtig zu betonen, dass der Trainingsrestart auf freiwilliger Basis angeboten wird: „Wer nicht möchte, weil ihm das Infektionsrisiko zu hoch ist, der braucht auch nicht.“ Zudem räumt er mit dem Gerücht auf, dass während des Kindertrainings keine Zweikämpfe erlaubt sind. Das sei im Rahmen der Jugendobleute-Tagung am Montag klar besprochen worden. Allerdings müsse laut Schomann auch nicht alles gleich in die Tat umgesetzt werden, was erlaubt sei. Er setze bei den Trainern ein gewisses Fingerspitzengefühl voraus. „Man muss ja nicht mit einem Abschlussspiel beginnen“, so der Ochtruper.

Für die älteren Jahrgänge, für die Einheiten zu zweit möglich wären, gibt es beim FSV keine Trainingsangebote. „Die müssen sich noch gedulden“, bittet Schomann um Verständnis. „Wichtig ist jetzt, dass die Kids wieder in Bewegung kommen. Es gibt doch nichts Schöneres als leuchtende Kinderaugen auf dem Fußballplatz.“

Vorbereitet auf die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs ist auch der FCMatelliaMetelen. Abteilungsleiter Günter Mensing sowie die verantwortlichen Obleute und Trainer müssen allerdings noch letzte Details abklären, beispielsweise wie mit den C-Junioren umzugehen ist. Der jüngere Jahrgang ist 14 Jahre alt und dürfte, die Älteren sind 15 und ausgeschlossen. „Die Frage ist nun, erlauben wir nur der einen Hälfte das Training, oder lassen wir es komplett sein?“

Bei der allgemeinen Planung helfen die Belegungspläne aus dem Vorjahr, die nur unwesentlich abgeändert werden müssen. Auch ein griffiges Hygienekonzept liegt noch in der Schublade. Das sieht unter anderem vor, dass die Kinder und Jugendlichen umgezogen zu den Einheiten erscheinen müssen, denn Kabinen und Duschen – eine Ausnahme bilden die Toiletten – bleiben geschlossen. Zudem muss die Teilnahme dokumentiert werden, wobei den Vereinen der FLVW-CheckIn hilft. Dabei handelt es sich um eine vom Verband entwickelte App für das Handy, die zur Umsetzung der Nachverfolgung von Personenkontakten und Aufenthaltszeitpunkten im Rahmen der Corona-Hygieneverordnung entwickelt wurde.

Beim BorghorsterFCstehen die jüngsten Kicker ebenfalls in den Startlöchern. Stefan Albers vom Jugendvorstand sagt, dass schon am Montag die Ersten auf den Platz wollten: „Die F 1 hat am Dienstag auf dem Kunstrasen als erste Mannschaft trainiert. Wir haben ein mit der Stadt Steinfurt abgestimmtes Hygienekonzept, und ich gehe davon aus, dass sich alle Trainer daran halten werden.“ Wie es für die C-Junioren der Jahrgänge 2006 und 07 weitergehen soll, sei noch unklar. „Wir hatten am Montag vom Verband eine Videokonferenz der Jugendobleute. Dabei gab es auch schon eine Menge Anfragen in diese Richtung“, so Albers, der sich bewusst ist, „dass wir kritisch von den anderen Sportarten beobachtet werden und uns genau an die Vorgaben halten werden.“

Beim SVBurgsteinfurt, so sagt Jugendobmann Frank Plottek, könnte man „theoretisch“ loslegen, allerdings sei der Kunstrasenplatz ja noch nicht fertig, und die beiden vorhandenen Rasenplätze würden vom Platzwart aufgrund der Wetterlage oftmals schnell für unbespielbar erklärt. „Grundsätzlich hat die Stadt uns grünes Licht gegeben, aber aktuell regnet es, und nachts haben wir noch Frost“, befürchtet Plottek, dass die Plätze gesperrt bleiben. „Am liebsten wäre mir, wenn wir bis zum 22. März, also bis zur nächsten Bund-Länder-Konferenz abwarten“, sagt der SVB-Vorständler. Darüber hinaus wirft Plottek die Frage auf, was mit den Eltern der Kinder geschehen soll, die beim Training zuschauen wollen. Dürfen die auf die Anlage? Mit Abstand? All das sei noch nicht richtig geklärt und obliege der Verantwortung der Vereine.

In Altenbergehält die Gemeinde die Anlage weiterhin unter Verschluss. Erst ab Montag darf der TuS die beiden Kunstrasenplätze zwischen 16.30 und 18 Uhr nutzen. „Ich kann das verstehen“, sagt TuS-Jugendobmann Stefan Klapproth, „denn die Gemeinde müsste als Betreiber laut Verordnung dafür sorgen, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Das kann sie gar nicht leisten.“ Also müssen dies die Trainer machen. „Wir werden aber auch Leute abstellen, die ebenfalls auf die Einhaltung der Abstände achten“, ergänzt Klapproth. Die Eltern der jüngsten Kicker (Minis und F) dürfen ihre Kinder nur bringen und abholen. Geduscht und umgezogen wird zu Hause.

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