Unterschriftenaktion
„Hier wird kein Futsal gespielt“

Münster -

Der 1. FC Gievenbeck schwingt sich als Ausrichter der Stadtmeisterschaften zum Anwalt des traditionellen Hallenfußballs auf und macht dabei auch vor der Fifa nicht halt.

Dienstag, 30.12.2014, 09:54 Uhr aktualisiert: 30.12.2014, 10:21 Uhr
Zweikampf an der Bande: Nach den ab 2015 angedachten Regeländerungen und den fallenden Werbeflächen bald nur noch Geschichte.
Zweikampf an der Bande: Nach den ab 2015 angedachten Regeländerungen und den fallenden Werbeflächen bald nur noch Geschichte. Foto: Wilfried Hiegemann

Nach ersten Modifizierungen der Regeln sollte ab 2015 auf Erlass des Fußball-Weltverbandes in geschlossenen Räumen ausschließlich Futsal praktiziert werden. Das würde kleinere Tore, ein anderes, sprungreduziertes Spielgerät und das Verschwinden der Banden zur Folge haben. Regelmäßig während der Spiele ruft Hallensprecher Helmut Ossenbeck die Zuschauer in der Halle Berg Fidel auf, sich an einer Unterschriftenaktion zum Erhalt der alten Regeln zu beteiligen. „Bis zum nächsten Jahr werden wir eine vernünftige Lösung gefunden haben. Fest steht: hier wird kein Futsal gespielt“, sagt Ossenbeck.

An den ersten drei Turniertagen waren bereits fast 2000 Unterschriften geleistet worden. Die Mannschaften bekundeten geschlossen ihre Zustimmung – mit einer Ausnahme. Die Futsaler des UFC enthielten sich. „Wir haben nicht unterschrieben, akzeptieren aber natürlich, dass der Veranstalter ein Fußballturnier ausrichten möchte und sind damit einverstanden“, sagte Spielertrainer Christoph Rüschenpöhler .

Ossenbeck betont stets, dass er die Sportart Futsal nicht ablehnt, sie aber als eine eigenständige sieht. „Mit der Aktion wollen wir die Öffentlichkeit erreichen“, meint der Gievenbecker.

Die Ausrichter der Titelkämpfe in Dortmund etwa gingen auf die Barrikaden, stritten sich mit dem Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) und führten die Änderungen schließlich gar nicht ein.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das Vorhaben der Verbände für die münsterischen Meisterschaften kaum umsetzbar. „Wir haben Banden angeschafft und Verträge mit Werbepartnern abgeschlossen. Wir können daraus kein Osterfeuer machen“, sagt Helmut Ossenbeck.

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