Fußball: Testspiel gegen Viktoria Köln
Preußen kassieren 0:3-Pleite

Billerbeck -

Es war ungemütlich am Dienstagabend in Billerbeck – auf dem Platz und wohl auch nach dem Spiel in der Preußen-Kabine. Trainer Ralf Loose hatte mit seinen Schützlingen nach der 0:3 (0:3)-Niederlage gegen Viktoria Köln einiges zu besprechen.

Dienstag, 13.01.2015, 20:02 Uhr aktualisiert: 15.01.2015, 12:10 Uhr
Die Preußen-Mauer macht sich lang, wurde von den Gegnern aus Köln am Ende aber doch für zu kurz befunden. Mit 3:0 siegte Regionalligist Viktoria gegen Münster.
Die Preußen-Mauer macht sich lang, wurde von den Gegnern aus Köln am Ende aber doch für zu kurz befunden. Mit 3:0 siegte Regionalligist Viktoria gegen Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Es blieb weitgehend trocken an diesem ungemütlichen Dienstagabend am Helker Berg in Billerbeck . Und das war es auch schon an erfreulichen Nachrichten vom zweiten Testlauf der Preußen im jungen Jahr, der der blutleeren Vorstellung der Münsteraner folgend mit 0:3 gegen den Regionalligisten Viktoria Köln verloren ging.

Als eine Minute vor dem Schlusspfiff auch noch Amaury Bischoff mit Schmerzen im Sprunggelenk vom stumpfen Kunstrasen humpelte, war die Laune bei Trainer Ralf Loose endgültig verhagelt. „Miserabel“, beurteilte der 51-Jährige den Auftritt seiner Mannschaft vor 150 Unentwegten an der Seitenlinie, die für ihre Geduld und Leidensfähigkeit nicht belohnt wurden. „Wenn man all die Dinge, die man trainiert weglässt, und mit so einer laschen und sorglosen Einstellung ins Spiel geht, dann passiert so was schnell“, hatte der Trainer im Anschluss zumindest einen Erklärungsansatz parat – eine Entschuldigung war das sicher nicht.

Zwar stimmt im ersten Durchgang zumindest das Chancengleichgewicht, doch während Simon Scherder das Kölner Tor per Kopf verfehlte (14.), Marcel Reichwein am Pfosten scheiterte (27.) und Jens Truckenbrod knapp über den gegnerischen Kasten zielte (28.), ließen es die Kölner in schöner Regelmäßigkeit im Preußen-Tor klingeln. Gastspieler Rene Klingenburg machte mit einem Doppelpack (7. und 37.) Werbung in eigener Sache. Marcus Steegmann sorgte nach 33 Minuten für das zwischenzeitliche 2:0.

Im zweiten Abschnitt wechselte Viktoria-Trainer Tomasz Kaczmarek munter durch, während Loose dem Gros seiner Schützlinge Zeit zur Wiedergutmachung ließ, die sie aber selten bis nie nutzen konnte. Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware. Immerhin konnte der in der zweiten Halbzeit für Jens Truckenbrod eingewechselte Gastakteur Marcel Avdic ansatzweise seine Qualitäten erahnen lassen. Viel war das alles aus Preußen-Sicht indes nicht. Es bleibt viel Luft nach oben. Bis zum Ernstfall gegen Dynamo Dresden am 1. Februar bleiben den Preußen noch 18 Tage.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Riedel (46. Pischorn), Scherder, Heitmeier, Hergesell – Bischoff, Truckenbrod (46. Avdic) – Siegert, Piossek, Kara – Reichwein.

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