SC Preußen: Neuer Rechtsverteidiger
Preußen holen Darmstadts Berzel bis 2016

Münster -

Preußen Münster ist fündig geworden bei seiner Suche nach einem Abwehrspieler. Von Darmstadt 98 kommt Aaron Berzel.

Mittwoch, 14.01.2015, 19:40 Uhr aktualisiert: 15.01.2015, 11:31 Uhr
Willkommen bei den Preußen: Aaron Berzel (links) wird von Abwehrspieler Marc Heitmeier begrüßt.
Willkommen bei den Preußen: Aaron Berzel (links) wird von Abwehrspieler Marc Heitmeier begrüßt. Foto: Jürgen Peperhowe

Der junge Mann hat schon einiges erlebt, und das ist auch mit einem eher negativem Erlebnis in Münster verbunden. „Mit Babelsberg bin ich 2013 in Münster aus der 3. Liga abgestiegen“, erinnert sich Aaron Berzel . Aber es gibt auch gute Momente in der Rückschau, zum Beispiel, als er mit Darmstadt 98 in der vergangenen Saison am 33. Spieltag in Unterzahl gewann – die „Lilien“ stiegen später auf. Und auch das gilt für den 22-Jährigen, mit dem VfL Wolfsburg wurde er Deutscher Meister bei den A-Junioren. Da ist schon was passiert in seiner Karriere.

Zum SCP kommt Berzel, Vertrag bis 2016 mit Verlängerung im Aufstiegsfall, durchaus mit Ambitionen. Er will mithelfen im Aufstiegskampf. Abwehrspieler Marc Heitmeier begrüßte den Neuen als Erster, der eine Stunde vor Trainingsbeginn in den Katakomben des Preußenstadions vorgestellt wurde. Berzel erhält Trikotnummer 4, die zuletzt Robin Neupert (Waldhof Mannheim) innehatte. Von der aktuellen Preußenelf kennt er kaum einen Mitspieler, außer: „Ich habe einige Male gegen Benjamin Siegert gespielt. Wenn es im Training auch so zur Sache geht, dann wird das spaßig.“ Berzel freut sich auf den SCP, es ist eine gute Chance für ihn.

„Er ist aggressiv, bissig, gut im Zweikampf und im Kopfballspiel“, sieht Sportvorstand Carsten Gockel das Anforderungsprofil für den Defensiv-Allrounder erfüllt. Es gäbe einen „kurzen Draht“ nach Darmstadt mit Geschäftsführer Tom Eilers, das hätte geholfen bei den Verhandlungen. Und: „Er ist noch jung, jeder Spieler hat mal eine Zeit, in der er weniger spielt“. Berzel, Stammspieler in der 3. Liga in Hessen, kam in der aktuellen Zweitliga-Spielzeit nicht über drei Einsätze hinaus. Aber immerhin 55 Drittliga-Spiele (2 Tore) stehen für den Akteur, der die U-23-Regel erfüllt, zu Buche.

Im Präsidium und Aufsichtsrat des SCP ist damit auch die Einigkeit bestätigt, dass doch noch Transfers getätigt werden in Anbetracht des Aufstiegskampfes. Fest stand auch, dass der Etat der Preußen ausgeschöpft ist, jetzt geht man in Vorlage. Mit der Berzel-Verpflichtung will der Verein das Risiko minimieren für den Fall, dass Rechtsverteidiger Kevin Schöneberg nicht mehr bis zum Neustart gegen Dynamo Dresden (1. Februar) auf die Beine kommt.

Zudem ist das Thema Verpflichtung einer Offensivkraft nicht vom Tisch. Gockel: „Ich würde es nicht so formulieren, dass unsere Transfers abgeschlossen sind. Wir schauen uns um.“ Wechselabsichten von Akteuren aus dem momentanen Aufgebot gibt es nicht.

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