Fußball: SC Preußen
Auch Kara bleibt bis 2018

Münster -

Der Vertrag von Mehmet Kara in Münster wäre im Sommer zweieinhalb Jahre nach seiner Rückkehr ausgelaufen. Nun aber verlängerte der 31-Jährige bis 2018 und band sich damit einen Tag nach Amaury Bischoff für den gleichen Zeitraum an den SC Preußen.

Mittwoch, 28.01.2015, 18:04 Uhr aktualisiert: 29.01.2015, 12:23 Uhr
Mehmet Kara lässt die Gegner links und rechts liegen – in der Hinrunde spielte er in Bestform.
Mehmet Kara lässt die Gegner links und rechts liegen – in der Hinrunde spielte er in Bestform. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Sommer 2014 standen Amaury Bischoff und Mehmet Kara nach einer jeweils mindestens unglücklichen Saison nur noch in der zweiten Reihe. Ein halbes Jahr später ist dieses Szenario nicht mehr denkbar. 24 Stunden nach dem französischen Taktgeber verlängerte nun auch der Flügelflitzer, der seit 2007 mit eineinhalbjähriger Unterbrechung das SCP-Trikot trägt. Sein neues Arbeitspapier reicht bis 2018. Dann ist er 34. Das alte wäre in wenigen Monaten ausgelaufen.

„Ich bin stolz und überglücklich, dass ich noch mal drei Jahre für diesen besonderen Verein auflaufen darf. Das ist kaum in Worte zu fassen“, sagt Kara. „Es ist keine Selbstverständlichkeit für einen, der über 30 ist. Aber ich fühle mich top-fit und kann noch lange auf diesem Niveau spielen.“

Die Beobachter rätselten im Vorjahr oft, wie dieser Ballstreichler wieder in die Spur zu bringen sei. Auf welche Weise auch immer, Ralf Loose gelang es irgendwie, den Deutsch-Türken aus Oberaden gewinnbringend ins Team zu integrieren. Bislang drei Treffer, fünf Vorlagen und viele spektakuläre Aktionen verbunden mit einer neuen Effizienz belegen das. Dass er als einziger Preuße in jeder Partie mitwirkte und ab dem zweiten Spieltag immer in der Startelf stand, spricht Bände. Kara ist wieder da. „ Fußball ist nicht nur Sonnenschein. Ich habe niemals aufgegeben und muss mich bei den Verantwortlichen und beim Trainer für das Vertrauen bedanken. Ich habe eine neue Chance bekommen“, sagt er. Vor allem Frau, Kinder und Eltern, so der 31-Jährige, gaben ihm in dieser Phase Kraft. Seinen Status als Publikumsliebling hat er inzwischen wieder erlangt. „Mehmet ist mit seiner individuellen Klasse immer wieder das belebende Element“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel. „Er identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Club.“

Je 42 Tore und Vorlagen in 202 Pflichtspielen für den SCP weist Kara auf. Es sollen noch einige hinzukommen. „Egal, wohin die Reise geht, und alle Spieler hoffen auf die 2. Liga – ich freue mich vor allem, weiter für Preußen Münster zu spielen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3032211?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker