Fußball: SC Preußen
Schon vor dem Derby geht‘s heiß her

MÜNSTER -

Vor dem Derby zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück gibt es Unruhe um Massimo Ornatelli - dafür aber eine gemeinsame Pressekonferenz der beiden Rivalen vor dem Duell am Samstag. SCP-Trainer Ralf Loose ist derweil vom DFB bestraft worden.

Donnerstag, 05.02.2015, 09:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2015, 18:16 Uhr
Cottbuser Ordner führen Ralf Loose (r.) ab. Für sein Vergehen soll der Coach 2500 Euro zahlen.
Cottbuser Ordner führen Ralf Loose (r.) ab. Für sein Vergehen soll der Coach 2500 Euro zahlen. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Geschacher vor dem achten Derby in der 3. Liga zwischen Preußen Münster und dem VfL Osnabrück ist in vollem Gange. Im Zentrum steht aktuell Massimo Ornatelli, der von 2007 bis 2012 für den SCP kickte, nun bei den Lila-Weißen unter Vertrag steht und dort offenbar in Ungnade zu fallen scheint – weil er angeblich eine Rückkehr an die Hammer Straße schon in der Winterpause forciert habe. Münsters Sportvorstand Carsten Gockel aber stellt klar: „Wir haben kein Angebot abgegeben, eine Ablöse kam für uns ohnehin nicht in Frage. Es gab von mir nur eine kurze Anfrage an Manager Lothar Gans, wie seine Situation aussieht.“ Der 29-jährige Profi, der nach wie vor freundschaftliche Kontakte zur SCP-Führungsriege unterhält, hatte sich bereits zuvor mit seinem Coach Maik Walpurgis überworfen.

Die Aufregung bei den Niedersachsen ist dennoch groß, weil der VfL sich unter Druck gesetzt sieht wie beim Seitenwechsel von Gaetano Manno im Sommer 2013. Ornatelli soll die Reise ins Trainingscamp im türkischen Side verweigert haben, ebenso ein Testspiel, für das er seine Kunstrasen-Schuhe vergessen hatte.

Der derzeit verletzte Spieler (Rippenprellung) besitzt noch einen Vertrag bis 2016. Die Osnabrücker sehen offenbar gezielte Störungen im Vorfeld des brisanten Spiels, das inzwischen bei Preußen-Fans weit mehr Emotionen hervorruft als Begegnungen gegen Arminia Bielefeld.

Unabhängig von der Personalie zogen immerhin die PR-Abteilungen beider Vereine in dieser Woche an einem Strang. Sie setzten am Freitag eine Pressekonferenz unter dem Leitmotiv „Westfälischer Frieden“ an, die (fast) auf halber Höhe am Flughafen Münster-Osnabrück in Greven stattfindet und zu der neben den Trainern Ralf Loose ( Preußen ) und Walpurgis auch die Spieler Benjamin Siegert und Addy Menga kommen, die früher jeweils für den Gegner aufliefen.

Siegert ist da im Preußen-Lager keineswegs der Einzige, auch Marcus Piossek und Kevin Schöneberg treffen auf ihren Ex-Club. Erik Zenga, der erst vor dieser Saison kam, muss mit einem Syndesmosebandriss aussetzen.► Chefcoach Loose hat das DFB-Sportgericht derweil nun 2500 Euro Geldstrafe aufgebrummt für seinen Tribünenverweis beim Auswärtsspiel in Cottbus (1:2) kurz vor Weihnachten. Auch Energie-Mannschaftsarzt Dr. Andreas Koch musste die Bank verlassen, kam nun aber mit 1500 Euro davon. Das Urteil fechten die Preußen fristgemäß an. Zuvor hatten sie schon ein erstes vom Kon­trollausschuss gefordertes Strafmaß (3000 Euro) abgewendet. Bei der Rudelbildung vor den Trainerbänken, an der fast zwei Dutzend Akteure beteiligt waren, blieben alle anderen ohne Sanktion.

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