Radsport: Team Cult Energy
Wegmann hat den Schock verdaut

Münster -

Sportlich lief es für Fabian Wegmann und Linus Gerdemann bislang prima in ihrem neuen dänischen Team. Der Diebstahl ihrer Rennmaschinen warf die beiden Radprofis aus Münster allerdings am Wochenende zurück. Nun gab es jedoch wieder positive Nachrichten.

Mittwoch, 25.02.2015, 07:51 Uhr aktualisiert: 25.02.2015, 14:00 Uhr
Glück im Unglück hatte Fabian Wegmann. Zwar wurden ihm und seinem Team 27 Rennmaschinen geklaut, sein nagelneues Rad aber ließ er in Münster.
Glück im Unglück hatte Fabian Wegmann. Zwar wurden ihm und seinem Team 27 Rennmaschinen geklaut, sein nagelneues Rad aber ließ er in Münster. Foto: dpa

Auf den Diebstahl-Schock am Sonntagmorgen folgte am Montagabend für das Team Cult Energy eine erfreuliche Nachricht. Der dänische Zweitdivisionär um die münsterischen Radprofis Linus Gerdemann und Fabian Wegmann erhielt für das Amstel Gold Race von den Organisatoren eine Wildcard. Der erste der drei Ardennenklassiker zählt im Wettkampf-Kalender zu Wegmanns Top-Favoriten, die Freude über die Startmöglichkeit am 19. April war dementsprechend groß bei dem 34-Jährigen. „Es ist mein Lieblingsrennen. Ich freue mich, dass wir dabei sein dürfen. Es ist eine Belohnung für unser mutiges, aggressives Auftreten bislang“, sagt Wegmann.

Leerer Team-Truck

Bis dahin dürfte die Mannschaft auch den am Sonntag erlittenen Rückschlag verdaut haben. Als sich die Equipe um Kapitän Gerdemann für die zweite und letzte Etappe der Tour du Haut Var-matin vorbereiten wollte, stand sie vor dem leeren Team-Truck. Diebe hatten ihn in der Nacht vor dem Hotel ausgeräumt, nachdem sie auch einen davor als Absicherung geparkten Sprinter geknackt und entfernt hatten. Die Beute: 27 Rennmaschinen sowie einige Laufräder. Cult Energy war ausgebremst, die Hoffnung auf ein Top-Resultat geplatzt.

Radprofi Fabian Wegmann - seine Karriere in Bildern

1/21
  • 2008 startete Wegmann für Deutschland bei Olympia in Peking.

    Foto: A3397 Gero Breloer
  • Regelmäßiger Gast beim Sparkassen-Münsterland-Giro in der Heimat.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einer seiner größten Triumphe: Deutscher Meister 2012.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • So jubelt der Champion im Straßenrennen in Grimma.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Deutschland-Tour 2003 - noch in Diensten von Gerolsteiner.

    Foto: Gero Breloer
  • Küsschen für den Sieger des Grand Prix Schwarzwald 2005.

    Foto: A3446 Patrick Seeger
  • Spaß auf dem Rad: 2004 in Lüttich.

    Foto: Gero Breloer
  • Zeitfahrtraining vor der Tour de France 2004.

    Foto: Gero Breloer
  • 2007: Eingehende Untersuchung vor der großen Frankreich-Schleife.

    Foto: A2800 epa Christophe Karaba
  • Im Trikot des Deutschen Meisters 2008 bei der Tour.

    Foto: A2800 epa Christophe Karaba
  • Das Duo aus Münster bei der Vorstellung des Milram-Teams in Dortmund: Wegmann und Linus Gerdemann (l.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein großer Siegerschluck darf auch mal sein, hier 2005 in Triberg.

    Foto: A3446 Patrick Seeger
  • Tour 2005: An der Seite von Robert Förster.

    Foto: A2800 epa Gero Breloer
  • Vor dem Start der weltgrößten Rundfahrt 2004.

    Foto: Bernd Thissen
  • Im Weißen Trikot bei der Bayern-Rundfahrt 2007.

    Foto: A3724 Felix Heyder
  • Olympia in Peking 2008.

    Foto: STR
  • Münsterland-Giro 2014: Start in Billerbeck.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein Plausch mit der Presse gehört für den Lokalmatador dazu.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Eigentlich kein Typ, der den Mund zu voll nimmt.

    Foto: A2800 epa Gero Breloer
  • Auch 2011 war Wegmann zu Gast beim heimischen Giro.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Deutscher Meister 2007 in Wiesbaden: Der muskulöse Triumphator!

    Foto: A3472 Frank May

„Das war eine riesige Schweinerei und für uns eine große Enttäuschung. Denn wir haben uns wieder gut präsentiert, eine Top-Ten-Platzierung wäre auf jeden Fall herausgesprungen“, erklärt Wegmann, der auf dem ersten Teilstück über 164 Kilometer von Le Cannet des Maures nach Seillans überzeugte. Nur sieben Sekunden war der Sieger Ben Gastauer (Luxemburg) im Ziel schneller als der dreifache Deutsche Meister, den der spätere zeitgleiche Neunte Gerdemann und Rasmus Guldhammer an die Spitzengruppe herangefahren und bestens positioniert hatten.

„Nicht auf dem Schirm“

Doch Gastauer attackierte abermals und entwischte seinen Verfolgern förmlich. „Keiner hatte bei dem starken Regen gemerkt, dass er wieder weg war. Wir hatten ihn nicht auf dem Schirm“, gesteht Wegmann, der bei der Bergankunft in der letzten Kehre Jonathan Hivert (Frankreich) und auf der Zielgeraden Philippe Gilbert (Belgien) vorbeihuschen lassen musste. „Aber ich bin mit dem Rennen und meiner Form sehr zufrieden.“

Und Glück im Unglück hatte er bei dem Diebstahl dann auch noch. Denn eigentlich wollte er sein privates nagelneues Rad mit nach Frankreich nehmen, um dort seine Rennmaschine anzupassen. „In letzter Sekunde aber habe ich mich dagegen entschieden. Sonst wäre es jetzt auch weg“, sagt Wegmann, dessen Team gestern neue Sportgeräte erhielt. Zwar wartet auf die Techniker nun eine Menge Arbeit, den Starts am Wochenende bei Omloop Het Nieuwsblad (Belgien) sowie beim GP Citta di Lugano (Schweiz) aber steht nichts im Wege. Und so kann das Team Cult Energy mit der nötigen Wut im Bauch die nächsten Attacken reiten und sich für weitere Wildcards empfehlen.

Radprofi Linus Gerdemann - seine Karriere in Bildern

1/18
  • 2011 Start beim Münsterland-Giro.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Übrigens trat Gerdemann in der Heimat auch mal im Promi-Rennen für das Team Leopard-Trek an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Privat im legeren Outfit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Für Radioshack-Nissan schaffte er es bei der Straßen-DM 2012 aufs Podium.

    Foto: Hendrik Schmidt
  • Schwere Stunde: Sturz und eine üble Schulterverletzung bei der Vuelta 2012.

    Foto: Jose Manuel Vidal
  • Küsschen für den Lokalmatador beim Giro 2011.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sieg bei der Mallorca-Challenge 2010 für Milram.

    Foto: Montserrat Diez
  • Präsentation bei Milram und Trikottausch mit BVB-Legende Lars Ricken.

    Foto: A3430 Bernd Thissen
  • Sein größter Triumph: Etappensieg bei der Tour de France 2007 in Le Grand-Bornand...

    Foto: A2800 epa Eric Lalmand
  • ... und damit verbunden die Übenahme des Gelben Trikots.

    Foto: A2800 epa Christophe Karaba
  • Tags darauf ub Tignes musste er das Maillot Jaune allerdings schon wieder abgeben.

    Foto: A0173 epa belga Eric Lalmand
  • Im Trikot von T-Mobile lässt er sich auf dem Champs-Elyssees trotzdem feiern.

    Foto: A2800 epa Karaba
  • Hände hoch für den Gewinner nach 1408,6 Kilometern.

    Foto: A3397 Gero Breloer
  • Nach dem Sieg bei der Deutschland-Tour 2008 lässt sich Gerdemann in Bremen feiern.

    Foto: A3430 Bernd Thissen
  • Schon die erste Etappe hatte er in Hochfügen gewonnen.

    Foto: A3724 Felix Heyder
  • Bekannter Fan an seiner Seite: Tour-Teufel Didi Senft.

    Foto: A3397 Gero Breloer
  • 2006: Neu bei T-Mobile, gemeinsam mit Jörg Ludewig in Cala d‘Or auf Mallorca.

    Foto: A3397 Gero Breloer
  • Ein Bild aus jungen Jahren: Etappensieg bei der Tour de Suisse 2005.

    Foto: A1885 epa Keystone Eddy Risch
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3097877?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker